Sein Leben in die Hand nehmen – das ist möglich.

Irgendwie kennen wir ihn alle, den Spruch: „Sei die Veränderung, die du dir wünschst in dieser Welt.“ Und viele haben ihn vermutlich schon selbst auf den Lippen geführt. So etwas nennt man dann Lippenbekenntnis. Aber dann kehrt der Alltag zurück und gar nicht so selten vergessen wir ihn schneller als uns lieb ist.

Anpassung: 100 Prozent

Semra ist ein Beispiel fürs Gegenteil. Semra erfüllt alle Voraussetzungen dafür, im Mainstream zu landen. Mindestens. Mit sechs Jahren kam sie als kurdisches Mädchen nach Deutschland, ging in die Schule, lernte Deutsch, war eine „Türkin“ wider Willen, wurde Deutsche, machte Abi, studierte das maximale Anpassungsstudium fürs System – Betriebswirtschaft – und wurde Finanzkontrollerin, heiratete, wurde Mutter.

Gesundung: 100 Prozent

Mehr war an Anpassungsleistung kaum möglich, der soziologische Idealfall. Aber dann tauchten Fragen auf: „„Es kann doch nicht Sinn des Lebens sein, dass man sein Leben lang jeden Tag lustlos zur Arbeit geht, nur um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.“ Sie versuchte, diese störenden Fragen zu ignorieren – und bekam einen schmerzvollen Hautausschlag, vor dessen Therapie die Schulmedizin versagte. Statt aufzugeben und sich ihrem Leid zu beugen, stellte sie radikal ihre Ernährung um, verzichtete auf jeden raffinierten Zucker; machte eine Darm- und Lebersanierung. Und war ein Jahr später wieder gesund.

Umorientierung 100 Prozent

In der Zeit der Umorientierung las sie viel, schaute die passenden Videos und gab ihrem Leben eine neue Richtung, wohlwollend begleitet und unterstützt von ihrem Mann und und den Schriften, Sprüchen vieler weiser Philosophen und Mystikern wie dem altpersischen Rumi. Um die vielen guten Gedanken, die ihre geholfen hatten und halfen, weiterzuverbreiten, gründete sie die Internetseite „Lebe Deinen Spruch – lebe Deine Wahrheit“, meines Erachtens die inspirierendste Seite ihrer Art im Internet.

Werbung für den Bewusstseinswandel

Da kann ich nur sagen: „Chapeau, Semra!“ Doch wer nun meint, das sei das Ende der Geschichte, irrt. Semra arbeitet auch an der Umstellung und Gesundung der Gesellschaft, ist Teil der Wandelbewegung geworden. Ein paar Jahre lang hatte sie die Idee, die Menschen mit der Weisheit der Sprüche über Werbebanner zu konfrontieren – aber Werbung im öffentlichen Raum ist teuer. Und noch teurer, wenn das Geld knapp ist. Jetzt hat sie es geschafft und macht Werbung für den Bewusstseinswandel. In Düsseldorf hat sie in guter Lage für 10 Tage eine Werbetafel gemietet. Und was war wohl der erste Spruch, den sie dort für uns alle gepostet hat? Manche ahnen es vielleicht schon: „Bist du die VERÄNDERUNG, die du dir wünschst für diese Welt?“

Doppel-Chapeau, Semra! Du bist ein Vorbild.

 

 

Wie hält es welche Partei mit dem Klima? Die Frage hat die Europawahl entschieden. Das kann der Start für eine andere Politik sein. Campact-Vorstand Christoph Bautz meint: Wir müssen die Klimafrage jetzt ganz neu denken – radikaler, sozialer, ungehorsamer

Hallo zusammen,

die Europawahl wurde zur Klimawahl. Für 48 Prozent der deutschen Wähler*innen war der Klimaschutz das wahlentscheidende Thema.[1] Die Grünen feiern bundesweit ihr bestes Ergebnis aller Zeiten – SPD und Union erleben ihr schlechtestes.[2] Das unterstreicht, was Bewegungen erreichen können: Die vielfältigen Proteste am Hambacher Wald, die mutigen Streiks der Schüler*innen und zuletzt das Youtube-Video von Rezo mit seinen 12 Millionen Views haben das Thema Klimaschutz in die Mitte der Gesellschaft getragen und die Wahl entschieden.

Doch Wahlergebnisse allein ändern nichts. Jetzt muss die Politik handeln. Und zwar so konsequent, wie es Schüler*innen und Klimawissenschaftler*innen zurecht fordern: Die Politik muss das 1,5-Grad-Ziel einhalten, damit sich die Erde nicht über diese kritische Grenze hinaus erhitzt. Wir haben vier Thesen entwickelt, was es dafür jetzt braucht. Und wir möchten diese gerne mit Ihnen teilen. Weiterlesen

Wir stehen an einer Bewusstseinsschwelle. Das spüren viele. Dieses Bewusstsein – ich würde es ein „Mutter-Erde-Bewusstsein nennen – voranzutragen, zu verstärken und ins Blühen zu bringen, gelingt am besten, wenn wir uns kennenlernen, verbinden, voneinander lernen, gegenseitiges Vertrauen aufbauen. Weil das so wichtig ist, haben wir auf ökoligenta eine eigene Rubrik für Wandel-Veranstaltungen eingerichtet. Und bitten Euch alle, uns diesbezüglich fehlende Veranstaltungen zu melden an langer@oekoligenta.de

Herzlichen Dank, Bobby

(Aus: umwelt aktuell – Infodienst für europäische und deutsche Umweltpolitik 05/2019)

Bei Klima-, Umwelt-, Tier- und Naturschutz unterscheiden sich die Positionen teils deutlich.

Vom 23. bis 26. Mai entscheiden rund 400 Millionen EU-BürgerInnen, welche ParlamentarierInnen sie in den kommenden fünf Jahren in Brüssel und Straßburg vertreten werden. Wie wollen die deutschen Parteien Herausforderungen wie die Klimakrise, den enormen Ressourcenverbrauch, die Agrarwende oder das Artensterben angehen? Der DNR hat die Wahlprogramme von fünf im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien unter die Lupe genommen. VON ELENA HOFMANN, DNR

(⇒ Text zum Herunterladen)

Gerade aus Umwelt und Klimaschutzperspektive ist die Europawahl von großer Bedeutung: Rund 80 Prozent aller Umweltgesetze haben ihren Ursprung in Brüssel. Da Deutschland mit fast einem Siebtel  die meisten Abgeordneten im Parlament stellen, haben die deutschen Parteien einen großen Einfluss auf Abstimmungen über Gesetzgebungen.(1)

CDU/CSU

Das Wahlprogramm enttäuscht: Naturschutz scheint ein Fremdwort zu sein. Es findet sich lediglich eine Strategie zur Reduzierung des Plastikmülls. Der Schutz des Wolfs wird infrage gestellt und statt über Luftqualität und Gewässerschutz zu reden, träumen CDU/CSU lieber von Raumfahrten zum Mond und TTIP 2.0. Sie bekennen sich zwar zu Klimaschutz und den Zielen des Pariser Klimaabkommens. In der Umsetzung stellt sich aber die Frage, ob es sich hierbei nur um ein Lippenbekenntnis handelt.(2) Die Union will zur Zielerreichung eine globale Bepreisung der Treibhausgasemissionen – ein Vorschlag, der weder dem Prinzip der gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortung zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen Süden nachkommt, noch mittelfristig umsetzbar ist. Mit dieser Nebelkerze lenkt die Union von der riesigen Bandbreite an kurz- und mittelfristig auf EU-Ebene umsetzbaren Maßnahmen ab. Genauso ignoriert die Union die Debatte um die planetaren Grenzen und hält an der Vereinbarkeit von  Wirtschaftswachstum mit Umwelt- und Klimaschutz weiter fest.

Die Vorschläge zur Agrarpolitik verkennen die zentrale Rolle, die die Landwirtschaft für Klima- und Umweltschutz spielen kann: So halten die Konservativen an Direktzahlungen und dem bestehenden Säulenmodell fest. Statt die Gelder, die in die Agrarpolitik fließen, effektiv für Umwelt- und Klimaschutz zu nutzen, setzen CDU/CSU auf Freiwilligkeit. Damit zementieren sie ein altes Agrarsystem, das den Herausforderungen von heute und morgen nicht mehr gerecht werden kann. Während SPD, Grüne und Linke sich für mehr Rechte der VerbraucherInnen in Fällen wie dem Dieselgate beispielsweise durch Verbandsklagerechte oder hohe Bußgelder einsetzen, bekennt sich die CDU/CSU zur Automobilindustrie. Auch den Forderungen der anderen Parteien nach mehr Transparenz und Partizipation durch ein Lobbyregister, eine Stärkung der Europäischen Bürgerinitiative oder öffentliche Sitzungen des Ministerrats greift die Union nicht auf.

SPD

In einigen Bereichen versuchen die Sozialdemokraten der Umwelt gerecht zu werden. So setzt die SPD sich für eine Agrarpolitik ein, in der Gelder an Leistungen für den Umwelt- und Tierschutz geknüpft sind, lehnt Glyphosat und Gentechnik in der Landwirtschaft ab, ist für einen eigenständigen Naturschutzfonds und möchte Tiertransporte auf maximal acht Stunden pro Tag begrenzen. Auch das Thema Plastikmüll geht die SPD umfassend an. Ziel ist es, bis 2030 die Plastikmülleinträge in die

Meere um 50 Prozent zu verringern, beispielsweise durch Mehrwegsysteme, eine Ausweitung des Verbots von Plastikartikeln, eine Kostenbeteiligung der Hersteller sowie Vorgaben zur abfallvermeidenden und recyclingfreundlichen Produktgestaltung. In anderen Bereichen bleibt die SPD jedoch stumm: Zur Wasserrahmenrichtlinie, zum umstrittenen Schutzstatus des Wolfs, zu einer Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt oder zu einem möglichen achten Umweltaktionsprogramm findet sich keine Positionierung im SPD-Europawahlprogramm.

Auch in Sachen Klimaschutz lassen die Forderungen der SPD zu wünschen übrig: Die geforderte Anhebung des EU-Klimaschutzziels auf mindestens 45 Prozent Treibhausgasminderung bis 2030 (im Vergleich zu 1990) sowie das langfristige Ziel der Klimaneutralität bis 2050 sind besser als momentan geltendes EU-Recht. Sie liegen aber unter den Forderungen des EU-Parlaments und werden nicht ausreichen, um die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind zwar breiter gefächert als bei CDU/CSU und FDP. Wichtige Stellschrauben wie ein rascher Kohleausstieg, eine Ablehnung von Investitionen in Infrastrukturen für Erdgas oder eine Anhebung der Ziele für erneuerbare Energien und Energieeffizienz bis 2030 fehlen jedoch.

Bündnis 90/Die Grünen

Das Europawahlprogramm der Grünen spiegelt zum Teil die Forderungen der Umwelt- und Naturschutzverbände wider. So setzen die Grünen sich, wie auch in der letzten Legislaturperiode(2), für ambitionierten Klimaschutz ein: Mit den Forderungen nach 55 Prozent Treibhausgasreduktion, 45 Prozent Erneuerbaren und 40 Prozent Energieeffizienz sowie einem Kohleausstieg vieler europäischer Länder bis 2030 wären wir auf dem richtigen Weg, die Pariser Klimaziele zu erreichen. Die Maßnahmen sind vielfältig und umfassen beispielsweise einen regionalen CO2-Mindestpreis, keine Neuzulassung von Autos mit Verbrennungsmotoren ab 2030, den Abbau klima- und umweltschädlicher Subventionen, eine Besteuerung des Flugverkehrs und Förderprogramme für Aufforstung.

Auch im Natur- und Tierschutz sind die Grünen stark aufgestellt: So setzen sie sich für eine ambitionierte Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt, eine Stärkung europäischer Naturschutzgebiete, einen konsequenten Meeres- und Gewässerschutz und bedürfnisorientierte Tierhaltung ein. Sie sind gegen die Aufweichung bestehender umweltpolitischer Normen. In der Agrarpolitik wollen die Grünen nur solche Leistungen honorieren, die das Gemeinwohl fördern, und Zahlungen an die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards koppeln. Darüber hinaus fordern sie einen eigenständigen Naturschutzfonds von 15 Milliarden Euro jährlich sowie ein Verbot von Glyphosat und Gentechnik in der Landwirtschaft.

Die Grünen zeigen sich in Ansätzen wachstumskritisch. So möchten sie beispielsweise das Bruttoinlandsprodukt (BIP) durch ein grünes BIP ersetzen und engagieren sich für eine Wirtschaft, die am Gemeinwohl orientiert ist. Gleichzeitig halten sie an Marktinstrumenten wie dem europäischen Emissionshandel fest.

Die Linke

Die Linke verfolgt eine sehr ambitionierte Klimapolitik, die teilweise die Forderungen von Umweltverbänden übertrifft. So verlangen sie, bis 2030 die Treibhausgasemissionen um 65 Prozent zu verringern, europaweit aus der Kohle auszusteigen und den Erneuerbarenanteil auf 45 Prozent und Energieeffizienz auf 40 Prozent zu erhöhen. Statt des Emissionshandels setzen sie auf verbindliche Vorgaben, etwa im Hinblick auf ein Ende der Kohleverstromung in Kombination mit einem CO2-Mindestpreis, einer Kohlenstoffsteuer, Divestment, Maßnahmen zur Stärkung der CO2-Senken und strengen Nachhaltigkeitskriterien für Bioenergie. Ähnlich wie die Grünen stehen auch die

Linken für starken Natur- und Tierschutz: Die Beibehaltung bestehender umweltpolitischer Normen, eine ambitionierte Biodiversitätsstrategie, die Stärkung europäischer Naturschutzgebiete, einen konsequenten Meeres- und Gewässerschutz und strenge Tierschutzvorgaben (einschließlich der Verankerung der Rechte von Tieren in einer europäischen Verfassung) sind bei den Linken Programm. Fördermittel in der Agrarpolitik sollen nur für konkrete gesellschaftliche Leistungen und für die Einhaltung sozialer, ökologischer und Tierschutzkriterien gezahlt werden. Wie auch die Grünen will die Linke Glyphosat und Gentechnik in der Landwirtschaft verbieten sowie gegen Lebensmittelverschwendung vorgehen.

FDP

Die Liberalen betrachten ein „gesundes“ Wirtschaftswachstum als mindestens ebenso wichtig wie Klimaschutz. Maßnahmen zur Minderung der Treibhausgasemissionen sind rein marktwirtschaftlich: Der europäische Emissionshandel allein soll es richten und weltweit und für alle Sektoren gelten. Die FDP versucht hiermit eine Nebelkerze zu werfen, da die Einführung eines globalen Emissionshandels im derzeitigen politischen Klima absolut unrealistisch ist. Die vorgeschlagenen Marktmechanismen, über die Mitgliedstaaten nicht erreichte Klimaziele durch die Finanzierung von Maßnahmen in anderen Ländern ausgleichen können, kommen nicht der globalen Gerechtigkeit nach. Die UN-Nachhaltigkeitsziele werden nur in Bezug auf Entwicklungszusammenarbeit genannt. Zumindest erkennt die FDP die Wichtigkeit von CO2-Senken für den Klimaschutz an. Diese Erkenntnis spiegelt sich jedoch nicht in den Positionen zu Naturschutz und Agrarpolitik wider.

Beim Natur-, Arten- und Ressourcenschutz enttäuschen die Liberalen auf ganzer Linie. Der propagierte Bürokratieabbau bereitet den Weg für Deregulierungen zugunsten der Wirtschaft auf Kosten von Umwelt und VerbraucherInnen. So spricht sich die FDP für eine Aufweichung von Politiken, die wildlebende Arten in Europa schützen sollen, und der Natura-2000-Gebiete aus. Darüber hinaus sollen Agrarsubventionen sukzessive abgebaut werden, was grundsätzlich sinnvoll sein kann. Das Agrarbudget sollte dann allerdings in die Honorierung von Umweltleistungen gesteckt statt – wie von der FDP vorgeschlagen – abgeschafft werden. Außerdem setzt die FDP sich für eine Neuordnung des europäischen Gentechnikrechts ein, bei der die Nutzung von CRISPR/Cas9 in der Landwirtschaft erlaubt werden soll.

Auch beim Tierschutz sieht es bescheiden aus: Die FDP spricht sich nicht für mehr Tierschutz aus, etwa durch ein Verbot von Massentierhaltung oder durch die Begrenzung der Dauer von Tiertransporten.

AfD

Das Wahlprogramm enthält diskriminierende, europafeindliche und menschenverachtende Äußerungen: Grundpfeiler der demokratischen Gesellschaft, die Genfer Flüchtlingskonvention oder die deutsche EU-Mitgliedschaft erkennt die AfD nicht an. Den wissenschaftlich belegten anthropogenen Klimawandel leugnet sie und lehnt das Pariser Klimaabkommen ab. Auf dieser Basis ist kein Natur-, Umwelt- und Tierschutz möglich. Daher verzichten wir auf eine Analyse des Wahlprogramms.

Digitalisierung auf der Basis integraler Unternehmens- und Personalentwicklung

Von Theresia Maria Wuttke

Mit Empathie, Achtsamkeit, Wertschätzung und einem grundlegenden Wertefundament meistern wir die Digitalisierung. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile und alles hängt miteinander zusammen. Die Gallupstudie zeigt uns jedes Jahr deutlich, dass der Durchbruch zu einer ganzheitlichen Betrachtung des Menschen im Business noch nicht vollumfänglich geschafft ist. Die linke Gehirnhälfte operiert rational, analytisch, liebt Zahlen Daten und Fakten. Wir benötigen beide, um unsere Aufgaben wahrnehmen zu können und mit Sinn zu erfüllen. In der rechten Gehirnhälfte sind die Kreativität, die Ganzheit, unsere Vision, das Fühlen, die Intuition, Musik, angesiedelt.

Der Mensch im Bild der Metapher des Baumes ist aber weit mehr

In seinem Innern, seinem Wesens-Kern trägt er all das, was sich durch ihn in die Welt hinein entfalten will. Hierzu benötigt er nicht nur sein Hirn, sondern ebenso sein Herz, um das volle Potenzial seines Bewusstseins nutzen zu können, in der klaren Absicht Hand in Hand mit Herz und Verstand.

Erst wenn ein Mensch seine eigenen Grundbedürfnisse wahrnimmt und sie nährt, ist er in der Lage, sich vollumfänglich mit seinem Potenzial zu entfalten. Hier ist die Wurzel Liebe, Verbundenheit und Zugehörigkeit sind die tragenden Elemente, weil uns unser Anfang im Mutterleib in dieser elementaren Verbundenheit geprägt hat. Unser Gehirn bietet uns mit seinen zweiten Seiten in der Verbundenheit vollumfänglich seine Dienste an – als Werkzeug unserer Seele und unseres Verstandes. Der Mensch ist eine Ganzheit aus Körper, Geist und Seele.

Um unsere Kernkompetenz: die Fähigkeit zu lieben, ebenso im Business einzusetzen, bedarf es dieser Verbundenheit unserer beiden Gehirnhälften, so dass sie sich gegenseitig befeuern und ergänzen können. Je nach Prägung und schulischer Bildung entwickelt der Mensch unterschiedliche Schwerpunkte in der Priorisierung seiner ihm zur Verfügung stehenden Intelligenz. Die strukturgebende linke Hirnhälfte stellt dem Visionär mit seiner Kreativität den Rahmen und die Strategie, seine kühnsten Träume umzusetzen.

In der derzeitigen Transformation unserer Arbeitswelt 4.0 erfahren wir gerade einen Wandel, wo kein Stein auf dem anderen bleiben wird. Dieser Wandel kann es mit der Erfindung der Eisenbahn oder der Glühbirne mühelos aufnehmen.

Genau dort sind die Kernkompetenzen von Zugehörigkeit und Verbundenheit notwendiger denn je, das zeigt uns die zu Anfang genannte Gallupstudie, nach der fast 70 Prozent der Arbeitnehmer eine tiefgreifende Identifikation mit ihrem Unternehmen fehlt.

Wir können unsere Arbeitswelt vor allem sinnstiftender gestalten, wenn wir unsere rechte Hirnhälfte mit einbeziehen, wo Ganzheit, Intuition, Kreativität ihren Sitz haben. Was genau könnte der Gewinn der Digitalisierung sein? Wenn wir uns auf unsere Kernkompetenzen besinnen, sind wir nicht ein Gehirn auf zwei Beinen. Es ist hohe Zeit, dass in unsere Arbeitswelt 4.0 Spiritualität, Mitgefühl und Liebe einkehren, damit wir unser menschliches Potenzial zum Wohle der Weiterentwicklung aller Menschen einsetzen und beginnen, Teilhabe zu leben.

Vom Ich zum Du, zum Wir. So werden die neuen Techniken nicht zum Geist des Zauberlehrlings mutieren:

„Und die Geister, die ich rief, werde ich nicht mehr los“ (Goethe), sondern das Herz wird unseren Verstand führen. Menschen kreieren Maschinen, die die Rechenleistung unseres Gehirns in ungeahnten Geschwindigkeiten durchführen können , nur mit der Umsetzung beim Menschen haben wir bislang außer Acht gelassen, dass unser Gehirn nicht so schnell lernt; und alte eingeübte Arbeitsweisen gilt es zu verstehen und in neue zu verwandeln, damit das Neue integriert und genutzt werden kann.

Der Siegeszug der rationalen, analytischen Betrachtungsweise ist tonangebend, aber um unsere volle Intelligenz zu nutzen, braucht es die Verschaltung der sogenannten harten mit den weichen Faktoren.

„Genau jetzt, im Zeitalter der Digitalisierung benötigen wir unserer menschlichen Qualitäten von Zugehörigkeit, Spiritualität, Kreativität, Mitgefühl und Liebe mehr denn je.“

Hüther spricht in diesem Zusammenhang von Würde und von den neuen Leadern, die Liebende sein werden.

Liebe im Business: Darunter verstehe ich die Achtung und Würdigung des anderen als den Menschen, der er ist, mit all seinen Gaben und Qualitäten, mit seinen Licht- und Schattenseiten.

Wertfreie Kommunikation im Miteinander, Präsenz in Führung und Management und tiefe Verbundenheit mit der Philosophie und Mission des Unternehmens. Das ist die Basis, um alle im Unternehmen vorhandenen Kräfte strategisch in eine zukunftsweisende Vision lenken zu können und Mitgestalter dieses schöpferischen Prozesses zu sein, teilzuhaben am Reichtum der Vielfalt unterschiedlicher Qualitäten und Kompetenzen.

Wert-Schöpfung durch Wertschätzung ist intensiv mit dem Herzen verbunden.

Matthias Horx sieht in den sozialen Bereichen und der Liebe ebenfalls die größte Entwicklungsmöglichkeit im 21. Jahrhundert. Auf welche Weise können wir Liebe in den Business-Alltag holen? Wenn wir begreifen, was uns Max Planck, Einstein und die Mystiker aller Kulturen wissen lassen, dass wir eine Ganzheit aus Körper, Geist und Seele sind, die mit allem, was ist, verbunden ist, dann erkennen wir, dass die rationalen Daten und Analysen Werkzeuge sind, die innerhalb eines wertebasierten Rahmens uns Erkenntnisse ermöglichen, unsere Gesellschaft zu Wohle des Ganzen weiterzuentwickeln.

Theresia Maria Wuttke ist Vorständin der THEOS Consulting AG, Integraler Senior Consultant und Business Management Coach, Master- und Lehrcoach, Tiefenpsychologin, Pädagogin mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung, Bankkauffrau, Autorin

Das ist ein Bewusstseinssprung: Junge Leute verstehen, dass die Vertreter des Systems, seien es Banker, Politiker oder Polizisten, auch dann Menschen bleiben, wenn sie ihr Amt ausüben und Demonstranten verhaften. „Extinction“ bedeutet in diesem Zusammenhang die Auslöschung eines Freund-Feind-Denkens. Dem Planeten feindlich sind nicht Menschen, sondern das System der industriellen Zivilisation und des eng damit verschränkten Kapitalismus – oder umgekehrt. Beide gehen achselzuckend über Leichen.

Wer sich für die Arbeit von und die evtl. Mitarbeit bei Extinction Rebellion Deutschland interessiert, findet HIER eine prima Kontaktmöglichkeit.

„Man schafft niemals Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft. Um etwas zu verändern baut man neue Modelle, die das Alte überflüssig machen.“

Dieses Zitat von R. Buckminster Fuller hat sich das Team von Human Connection auf die Fahne geschrieben. In Zeiten von Datenverkauf und Facebook-Skandalen gestaltet dieses „soziale Wissens- und Aktionsnetzwerk der nächsten Generation“ den öffentlichen Austausch von Wissen, Ideen und Projekten völlig neu. Die Funktionen von Human Connection bringen die Menschen zusammen – online und offline – damit Weiterlesen

von Sarah Brockhaus

Im Supermarkt steht ein Päckchen Karotten, eingeschweißt in Plastikfolie. Preis: 0,59 €. Auf dem Markt, beim Biolandhändler, der die Karotten selbst in der Region anbaut, sind es 2 € pro Kilogramm. Sind diese Karotten dann mehr wert als die aus dem Supermarkt? Und woraus errechnet sich ihr Wert überhaupt?

In meinem Minijob habe ich einen Stundenlohn von knapp über 10 €. Für die Zeit, die ich im Weltladen stehe und fair gehandeltes Kunsthandwerk und Lebensmittel verkaufe, bekomme ich kein Geld. Ist diese Arbeit deshalb nichts wert? Weiterlesen

Heute, am 15. April, beginnt Extinction Rebellion (kurz XR) mit seinen Aktionen des Zivilen Ungehorsams. Heute, am 15. April werden wieder Hunderte von Tier- und Pflanzenarten aussterben. Und dies würde so bleiben, würden wir dem nicht Einhalt gebieten. Nur wie? Roger Hallam, einer der Initiatoren der Extinction Rebellion, erklärt, warum zu dieser Maßnahme gegriffen werden musste.

Die „Goldene Kamera“ ist die „Hörzu“ der Medienschaffenden. Der Aufmerksamkeitswert ist enorm. Die Sendung vom 30. März – zur besten ZDF-Zeit 20.15 Uhr – erreichte 2,36 Millionen Zuschauer, 460.000 davon im Alter zwischen 14 und 49 Jahren. Das Besondere an der Sendung: Greta Thunberg erhielt den Sonderpreis in der Kategorie Klimaschutz. Noch besonderer war aber, dass bei der Überreichung eine Woge der Begeisterung Hunderte von Promis erfasste und sie Greta Standing Ovations entgegenbrachten.

Greta wäre nicht Greta, wenn sie nicht die Gunst der Stunde genutzt hätte. Sie hielt sich nicht mit Blabla auf, sondern widmete ihren Preis sofort den Klimaschutz-Aktivist*innen des Hambacher Forsts.

In ihrer folgenden kleinen Rede appellierte sie an die Promis: „Wir leben in einer seltsamen Welt … in der Politiker sagen, es ist zu teuer, die Welt zu retten, während sie Milliarden von Euros darauf verwenden, fossile Energieträger zu subventionieren … sich mehr Menschen Gedanken darüber machen, dass Schüler zur Schule gehen als über die Zukunft der Menschheit … eine Welt, in der ein Fußballspiel oder eine Mediengala mehr Aufmerksamkeit bekommt als die größte Krise, in der sich die Menschheit je befand … Den katastrophalen Klimazusammenbruch zu vermeiden scheint unmöglich. Aber genau das müssen wir tun. Und jetzt kommt die Wahrheit: Wir schaffen das nicht ohne Sie hier heute im Publikum … Ihr habt Einfluss auf Milliarden von Menschen … Ihr könnte Eure Stimme erheben, um Bewusstsein zu schaffen für diese globale Krise. Ihr könnte dazu beitragen, dass aus Einzelpersonen ganze Bewegungen werden … Das ist die Welt, die meiner Generation bleibt, die einzige, die wir haben. Wir stehen an einem Scheideweg der Geschichte; wir sind dabei zu versagen, aber noch haben wir nicht versagt. Wir können es noch schaffen. Es liegt ganz bei uns. Vielen Dank.“

Danach erneut Standing Ovations. Wollen wir hoffen, dass die nicht nur aus reinem Gruppendruck heraus erfolgten; und wollen wir hoffen, dass Greta zwei oder drei von den Hunderten motivieren konnte, ihr Gewicht auf die Waage zu legen.

An so einem Tag freue ich mich über so bizarre Veranstaltungen wie die Goldene Kamera. Die dahinterstehende Funke Mediengruppe betreibt mit ihren Zeitschriften Gong, Bild+Funk, Hörzu, Bild der Frau, TVdirekt, Die Aktuelle, Das Goldene Blatt, Echo der Frau und Frau im Spiegel letztlich nichts weniger als Gehirn-Weichspülung fürs System. Dabei geht es grundsätzlich weder um Ethik noch Moral, sondern um Rendite. Und wenn der Auftritt einer Greta Thunberg Einschaltquoten bringt, dann darf auch die mal auf die Bühne. Gut, dass Greta nicht abgesagt, sondern ihre Chance genutzt hat. Zugetraut hätte ich’s ihr.

Ein wirklich interessantes und ausführliches Interview von Anne Will mit Greta findet Ihr HIER.

Fotos:
Greta : Attribution-ShareAlike 4.0 International / Autor: Andreas Hellberg
Goldene Kamera: Attribution-ShareAlike 3.0 Unported /Autor: HBR