Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Gegen das Böse lässt sich protestieren, es lässt sich bloßstellen, es lässt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurücklässt.

Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch durch Gewalt lässt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird der Dumme sogar kritisch – und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseitegeschoben werden.

Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen restlos mit sich selbst zufrieden; ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Weiterlesen

Ein guter Tag für die Wandelbewegung: Wir hatten eine Anfrage von der „Akademie Solidarische Ökonomie„, ob wir sie in die Liste der Wandelorganisationen aufnehmen könnten. Also schaute ich mir deren Seite gründlich an und war begeistert. Und das Besondere an dieser Organisation: A) Die Akademie ist nicht neu, sondern das Ergebnis eines über zehnjährigen Arbeitsprozesses und B) sie setzt sich – überwiegend – zusammen aus engagierten Christinnen und Christen, die sich häufig aus der langjährigen Arbeit im Ökumenischen Netz kennen. Unabhängig vom persönlichen Glauben wollen sie sich mit allen Gruppen vernetzen, die auf ihre Weise „dem Dogma der Alternativlosigkeit kapitalistischer Wirtschaftsweise entgegentreten“. Logisch, dass wir sie in unsere Liste der Wandelorganisationen aufgenommen haben und dass wir für eine weitere Zusammenarbeit in Verbindung bleiben.

Transitiontown arbeitet an Alternativen

– Empowerment für die große Transformation?

Die Transition-Town-Bewegung versteht sich als eine BürgerInnenbewegung, die den Wandel hin zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft »von unten« vorantreibt. Sie setzt auf das Veränderungspotential von gemeinschaftlichem Handeln und verfolgt einen ganzheitlichen Bildungsansatz, der psychologische Aspekte des Wandels integriert. Die AutorInnen Gesa Maschakowski und Matthias Wanner geben einen Einblick in das Konzept, präsentieren erste empirische Daten zur deutschen Bewegung und diskutieren ihre Potentiale und Grenzen.
Flasche statt Mama

Mutterliebe bzw. die Liebe und Zuwendung einer Bezugsperson stellt zweifellos eine Säule unserer Liebesfähigkeit dar. An die zweite „Säule“ denken wir nur selten. Nicht einmal in der Wandelbewegung.

Liebe auf dem Mutterplaneten

Wir werden also geboren. Neun Monate wurden unsere Sinne optimiert und unser Gehirn ist voller Erwartung auf die Fülle des Neuen, das ihm nach dem „Planeten Mutter“ seit Jahrtausenden auf dem „Planeten Erde“ geboten wird. Und da sind sie: die zärtlichen Stimmen meiner Mutter, meines Vaters, meiner Großmutter, meines Großvaters, meiner Verwandten, meines Stammes. Sie alle nehmen mich in den Arm, liebkosen mich, geben wir die erste Sicherheit, gut und richtig angekommen zu sein, nicht den Planeten verfehlt zu haben. Und in Augenblicken der Stille höre ich den Bach rauschen, den Wind in den Bäumen flüstern, das Kochgeschirr aus der Küche, den Atem meiner Mutter, die mich auf ihrem Rücken trägt, das aufgeregte Fiepen und Bellen der Hunde; Vögel zwitschern und Schmetterlinge und Sonnenstrahlen tanzen auf meiner Haut. Und immer wieder und wieder der Urquell meiner Lust: die Brust meiner Mutter.

Fachleute statt Liebe

Wir merken schon: An dieser Schilderung stimt etwas nicht. Weiterlesen

Verantworung interessiert nur privat

Verantwortung – der Begriff macht uns zunehmend zu schaffen. Eindeutig hat der Begriff etwas mit antworten zu tun; nur: Worauf antworten wir, wenn wir Verantwortung übernehmen?

Mein Stamm und ich – die Verantwortung war gegenseitig

Wenn ich zu den Anfängen der Menschheit hinspüre, dann ist da zunächst die Verantwortung des Stammes für seine Mitglieder, zuvorderst seine Kinder, die das gemeinsame Überleben sichern. Eltern und Stamm lassen sich in der Frühzeit nicht voneinander trennen, denn die längste Zeit der Menschheitsgeschichte wusste niemand, dass das Vergnügen des Mannes am Geschlechtsakt zur Entstehung eines Kindes führen kann. Die Mutter war also primär eingebettet in den Stamm als „soziales Nest“ und sekundär in den Kreis beider Familien.

Verantwortung ging also primär vom Stamm aus. Weiterlesen

Ausgearbeitet von Dr. Ekkart Johannes Moerschner
Stand: 21.07.2018

Schon Einstein soll einmal sinngemäß gesagt haben, dass sich Probleme nie auf derselben Ebene lösen lassen, auf der sie entstanden sind.

Immer mehr Menschen „wachen auf“ und werden sich dessen bewusst, dass sich unsere derzeitige – zumindest die westlich geprägte – Lebensweise so keinesfalls länger fortsetzen lässt. Sie ist auf stetigem Wachstum aufgebaut und hat daher die immer rascher fortschreitende Ausbeutung und Verwüstung unseres – mit endlichen Ressourcen ausgestatteten und begrenzten – Planeten Erde zur Folge. Wir reden von einer dramatisch sich zuspitzenden, exponentiellen Entwicklung, die kurz vor dem Kollaps steht. Die hyperbelförmigen Entwicklungskurven gesellschaftsprägender Bereiche (wie Multimedia und Informationstechnik, Technologieentwicklung allgemein, Ressourcenverbrauch, Bevölkerungswachstum…) streben immer rascher gegen Unendlich! Es wird dabei z.B. von technologischen Verdopplungszyklen (Leistungsfähigkeit, Geschwindigkeit…) von 1,5 bis 2 Jahren ausgegangen und die Menschheit befindet sich heute am steil ansteigenden Ast dieser hyperbelartigen Entwicklung, so dass bereits die nächsten ganz wenigen Verdopplungen (max. 10 Jahre) unvorstellbare Auswirkungen auf alle Lebensbereiche haben werden.

Von Kindesbeinen an lernen wir bisher, die Natur, also unsere Mitwelt müsse „beherrscht“ werden („Mensch, mache Dir die Erde untertan!“) und wir stünden außerhalb oder gar über diesem voller Weisheit in kosmischer Harmonie schwingenden und stets auf Ausgleich bedachten, unendlichen „Räderwerk des Lebens“. Das allgegenwärtige und in spirituellen Kreisen oft benannte Phänomen der Trennung, das die Menschheit seit Jahrtausenden prägt und begleitet, wird hier sehr deutlich sichtbar. Nichts könnte weiter entfernt sein von einer erweiterten Wahrnehmung unserer multidimensionalen Realität.

Ungesunde Machtkonzentrationen, unakzeptable Ungleichgewichte zwischen „Reich und Arm“, Ausbeutung, Zerstörung, Mangel, Angst und vielfältiges Leid – unter den Menschen selber, aber auch für die gesamte Mitwelt – sind unvermeidbare Folgen. Achtsames Verhalten und Miteinander sind eher die Ausnahme.

Überall in der Welt kommen immer ausgeklügeltere Technologien und Konzepte zum Einsatz in der Hoffnung, diese Entwicklungen zu verlangsamen, aufzuhalten und bestenfalls sogar umzukehren; zugleich ein jährliches Multi-Milliardengeschäft – aber können sie wirklich leisten, was von ihnen erhofft wird? Ist diese „technokratische“ Herangehensweise dafür geeignet, um auch nur die Symptome zu lindern, gar nicht zu reden vom Beheben der eigentlichen Ursachen?

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weiterlesen Teil 2

 


Das im Juli 2018 veröffentlichte Buch „Kapitalismus aufheben – Eine Einladung, über Utopie und
Transformation neu nachzudenken“ von Simon Sutterlütti (Soziologe, aktiv im Commons-Institut)
und Stefan Meretz (Ingenieur, Informatiker, Mitbegründer des Commons-Instituts) richtet sich an
all jene, die das Träumen nicht verlernt haben und auch das Mantra der Alternativlosigkeit zum
Gegenwärtigen nicht akzeptieren wollen.
Die Motivation zum Buch entstand den Autoren vor allem aus der Beobachtung heraus, Debatten
um gesellschaftliche Utopien fänden im öffentlichen Raum kaum mehr statt, weshalb das zentrale
Anliegen auch sein soll, große Utopien nicht nur wieder (zu) denken (zu dürfen), sondern vor allem
zur Diskussion und damit zur Weiterentwicklung von gesellschaftlich transformierenden Ideen
anzuregen. Weiterlesen

Geschäft und Geld

Im Normalfall veröffentlichen wir hier keine PR-Texte – von begründeten Einzelfällen wie diesem abgesehen. Denn business und spirituelle Verankerung halten wir für ein wichtiges Kernthema des gesellschaftlichen Wandels.
Bobby Langer

Ein Beitrag von Theresia Maria Wuttke

„Es gibt eine Ordnung – eine Ordnung des Lebens, früh begann ich, mich mit dieser Ordnung zu synchronisieren.“

Als Vorständin der Theos Consulting AG, habe ich mich dem ethischen Wirtschaften verschrieben. Mir geht es um eine Wirtschaft für den Menschen.

Meine  Arbeit wirkt in den gesamten deutschen Sprachraum und bildet – gemeinsam mit anderen – das Fundament einer ebenso neuen wie wichtigen und zeitgemäßen Verbindung. Es ist der Zusammenschluss von business und spirit.

Zahlreiche Unternehmer und Medien reden davon, dass Wirtschaftsunternehmen menschlicher, sozialer und umweltverträglicher arbeiten müssten. Mit Begeisterung trage  ich nicht nur diese zentrale Botschaft in die Welt hinaus, sondern zeige mit unerschütterlichem Engagement als Unternehmerin, dass und wie es gelingt: Seit über 30 Jahren gebe ich meine  Erfahrungen an Menschen weiter.

Es  braucht  Mut in aller Konsequenz, dem Weg meiner Seele ganz bewusst zu folgen, um das in mich gelegte Potenzial voll zu entfalten und zum Wohle des Ganzen einzusetzen. Meine Mission ist mein inwendiger Motor: Wahre Größe leben und geben.

Begeisternd, klar und mit größtem Selbstverständnis verdeutliche ich das, was für andere kaum greifbar ist: Die Verbindung von sozialem, wirtschaftlichem und ökologischem Erfolg. Als integrale Beraterin begleite ich Unternehmen, Führungskräfte und Mitarbeiter, ihre Potenziale vollumfänglich zu entfalten, ihre Kreativität in exzellente Leistung münden zu lassen und ihre klare Absicht zu formulieren, wofür dieses Unternehmen steht, was es dieser Welt zu geben hat und welchen  Beitrag sie mit ihrer Mission zur eindeutigen Ausrichtung ihres  Unternehmens leisten. Und zwar in dieser Reihenfolge: business und spirit. Denn die Unternehmer, mit denen ich arbeite, sind eben in erster Linie Unternehmer, tragen Verantwortung für ihre Mitarbeiter/Innen und stehen mit beiden Beinen auf dem Boden. Etwas anderes ist auch gar nicht möglich.

Das Fundament des Unternehmens sind seine Werte, die Basis auf dem es steht und in denen es unverrückbar verankert ist. Die Werte jedes Einzelnen sorgen im Unternehmen dafür, dass ein lebendiger Geist dieses Unternehmen nährt und für eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Menschen und Unternehmen sorgt. Es entsteht eine enorme innere Kraft, wenn sich die Unternehmensenergie klar ausrichtet, und in den Mitarbeitern/Innen ein Bewusstsein dafür entsteht, wie sich das Leben entwickelt, nämlich von innen nach außen und von außen nach innen. Vom Kleinen zum Großen, vom Samen zum Baum.

Was so einfach klingt – ist Grund legend. Es gilt, dem Ruf zu folgen, was in uns hineingelegt worden ist. Wir alle sind Samen, die sich zu dem entwickeln können, was unser Potenzial ist. Etwas anderes ist nicht möglich. Denn die eruptive Kraft des Lebens will sich ja entfalten; will sich ausdrücken, in Form kommen. Doch diese Kraft braucht natürlich eine klare Struktur, benötigt eine Unternehmensarchitektur, um auf festem Boden zu stehen. Es gilt, die weichen Faktoren – den spirit mit der Struktur, mit der Form zu verbinden. Führung und Management sind zwei Seiten einer Medaille. Das Individuelle des Einzelnen mit dem Gesamten des Unternehmens. Alles findet in dieser Ordnung seinen Platz.  Von der persönlichen Größe zur Führungsgröße zur Unternehmensgröße.

Ich richte mich  bewusst nach der Ordnung, die allem Leben inne ist, den fundamentalen Schöpfungsprinzipien und lade Menschen ein, sich als Teil des Ganzen zu verstehen und bewusst durch gelenkte Absicht, Wort und Handlung, Mitschöpfer einer Zivilisation der Liebe zu sein. Vom Ich zum Du, vom Du zum Wir: Gemeinsam mit anderen Unternehmern und deren Mitarbeitern kreiere ich neue Formen von Zusammenarbeit, ein Business frei von Konkurrenz und getragen von gegenseitiger Anerkennung, Unterstützung und Liebe. Wie die Sonnenblume aus ihrem Kern eine prachtvoll, leuchtende und starke Blume hervorbringt, so inspiriert sie die Menschen: „Alles ist da. In jedem von uns gibt es diesen Kern, in den bereits das beste Ergebnis gelegt ist. – Werde, was Du bist. “Wir erfinden unseren Auftrag in dieser Welt nicht, wir entdecken ihn, er liegt in uns und wartet darauf, verwirklicht zu werden.“ (Viktor Frankl)

Wenn ich sage: „Das sind meine Socken“, dann kann ich das, weil ich nicht meine Socken bin. Im besten Fall stecken meine beiden Füße drin und ich kann die Socken noch immer als meinen Besitz betrachten. Aber wie steht es mit „meiner Welt“ (oder „meinem Land“, „meiner Stadt“, „meiner Heimat“? Das besitzanzeigende Fürwort sorgt im Deutschen für ein grundlegendes Missverständnis. Es zeigt nämlich nicht nur einen Besitz an, sondern auch eine Beziehung, von der wir dann irrtümlicherweise glauben, sie sei ein Besitz: meine Frau!

Peter Zettel hat sich dazu mal wieder sehr grundlegende und – wie ich finde – überzeugende Gedanken gemacht auf seiner Hompeage »42» (Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“).