Einladung zur Wandel-Konferenz: Integration der Vernetzenden (26.-28.10.)

Nach unserem Anschreiben „Save the Date“ laden wir Sie nun herzlich zur Wandelkonferenz „Integration der Vernetzenden“ ein. Eine Reihe wichtiger Akteure haben bereits zugesagt. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie mitwirken. Sollte Ihnen das nicht möglich sein, finden Sie zum Schluss weitere Möglichkeiten, Sie und Ihre Organisation miteinzubringen.

In vielen Feldern wie zum Beispiel Bewusstsein/Bildung, Digitales, Kultur, Ökologie, Ökonomie, Soziales ist ein gesellschaftlicher Wandel in vollem Gange. Doch außerhalb der eigenen „Blasen“ werden diese Prozesse noch zu wenig wahrgenommen, und der Austausch zwischen den verschiedenen Bereichen kommt noch zu kurz.

Die Zeit ist reif für gemeinsame Strukturen und größere gesellschaftliche Wirksamkeit.

Anvisiertes Ergebnis: Bildung eines hierarchiearmen Bündnisses zur Integration der Vernetzenden. Es soll das Vertrauen möglichst vieler erreichen, um Synergien und Mehrwerte für alle Beteiligten herzustellen.

Ort: Gemeinschaft Sulzbrunn eG, Sulzbrunn 2, 87477 Sulzberg, hier der Link zur Anfahrt

Zeit: Beginn 26.10./15 Uhr – Schluss 28.10./14 Uhr (nach gemeinsamem Mittagessen)

Kosten: Einen verpflichtenden Beitrag wird es dank der Kooperation mit der Stiftung erneuerbare Freiheit und RENN.süd nicht geben. Wir würden uns aber freuen, wenn Sie sich überlegen, was Sie für die Zeit Ihrer Anwesenheit beitragen können oder mögen, um die ehrenamtlich Arbeitenden zu entlasten bzw. eine kleine Honorierung zu ermöglichen.

(Grober) Inhaltsüberblick:

  • Was sind die gemeinsamen Intentionen?
  • Was sind die Bedürfnisse von Organisationen & Netzwerken?
  • Welchen Zweck/welche Ziele kann ein Bündnis haben?
  • Was sind die Bedingungen eines solchen Bündnisses?
  • Wer nimmt teil, wer nicht?
  • Gemeinsame Absichtserklärung / Memorandum of Understanding zur Gründung des Bündnisses vorbereiten

Schwerpunkt dieses Wochenendes ist die Vertrauensbildung zwischen den Anwesenden („Community Building“), Erheben der Bedürfnisse und das Abstecken des groben Rahmens für weitere Schritte. Anmeldelink (Anmeldschluss ist der 19.10.18),

Wir haben ein Pad für Fahrgemeinschaften auf der Wechange-Plattform eingerichtet. Den Link und weitere Details erhalten Sie mit Ihrer Anmeldungsbestätigung.

Um für eine gute Vorbereitung der Konferenz bereits im Vorfeld einen Überblick über Bedürfnisse und gewünschte Ziele für das Bündnis zu erhalten, freuen wir uns, wenn Sie bis 24.10 diesen Online-Fragebogen ausfüllen. Dazu sind auch all jene eingeladen, die an der Veranstaltung nicht persönlich teilnehmen können, um so trotzdem gehört zu werden.

Kontakt für Rückfragen:

Andreas Sallam, green net project/frekonale e.V., andreas.sallam@frekonale.org, Tel.: +49 341 / 22908 – 330

Marcel Partap, zukunftsoptimierung.de, mpartap@gmx.de, Tel.: +49 177–7848525

Die Konferenz wird veranstaltet von Art of Cooperation (Österreich), Freie Kommunikation und nachhaltiger Lebensstil e.V. – frekonale e.V. (Deutschland) und den Transition-Initiativen (Deutschland)

Kooperationspartner (danke für die finanzielle Unterstützung):

  

Weitere Kooperationspartner sind Frieder Jacobi (wandelgestalten), Bobby Langer (ökoligenta), Marcel Partap (Open Source Ecology Germany), Benno Flory (Wandel.jetzt / Schweiz)

Die Karte von morgen

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Ein wichtiges Instrument, uns untereinander und miteinander zu verbinden:

Karte von morgen – IMPACTFILM Festival 2018 from forStory on Vimeo.

Das Naturbewusstsein der Deutschen

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Die im Juni veröffentlichte neue Studie »Naturbewusstsein« des Bundesamts für Naturschutz (BfN) bringt eine gute Nachricht: Für zwei Drittel der Bevölkerung ist die Identität als Menschheit im Wesentlichen durch die Natur der Erde geprägt. Und vier von fünf Befragten sind zuversichtlich, dass »wir als Menschheit etwas für den Schutz der Natur auf der Erde erreichen können«. Doch braucht es, auch das zeigt die Studie, neue und zeitgemäße Formen des ökologischen Engagments, um das so erdverbundene Selbstverständnis der Bevölkerung im Dienste der Natur auf breiterer Basis wirksam werden zu lassen. Die ERDFEST-Initiative ist ein wesentlicher Baustein in der Strategie des BfN, solche neuen Erfahrungs- und Wirkungsfelder zu erproben.

Neu 0008 – Wer & was ist die Wandelbewegung?

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Alander hat sich die Mühe gemacht, die Interviews auf unserer Seite Dokument für Dokument durchzuschauen und die Kerngedanken daraus zu destillieren. Entstanden ist dabei ein großartiges und inspirierendes Dokument des neuen Denkens. Wer auch immer an einer guten Zukunft für diese Welt arbeitet, wird sich freuen, diesen Text zu lesen: „Wer & was ist die Wandelbewegung?

Gleichzeitig seid ihr aufgefordert, selbst unsere vier Fragen zu beantworten und – mit einem Foto von euch – an info@oekoligenta.de zu schicken. Dann werden wir auch Euer Interview online stellen.

Einladung zur Wandelkonferenz „Integration der Vernetzenden“

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Zurzeit laden wir zur Konferenz „Integration der Vernetzenden – Welche Strukturen braucht der ökosoziale Wandel?“ ein (26.-28.10./Sulzbrunn, Allgäu). Dort wird es nicht darum gehen, sich und sein Projekt vorzustellen, sondern ausschließlich darum, wie sich unsere Kräfte über alle Bereiche hinweg so bündeln lassen, dass aus den vielen, existierenden Mininetzen ein großes Netz wird. Denn nur das kann die Power für den so notwendigen sozial-ökologischen Wandel entfalten.

Erreichen wollen wir all jene, die an einer strukturierteren Vernetzung der unterschiedlichsten Felder für die Entwicklung einer enkeltauglichen Gesellschaft interessiert sind. Der sogenannte sozial-ökologische Wandel ist ja in vielerlei Munde, läuft aber oft nicht wirklich zusammen und wird bisher schon gar nicht strukturiert. Das führt zu Reibungsverlusten, oft wiederkehrenden Dopplungen und mangelnder Ressourcenverfügbarkeit. All dem wollen wir mit einer strukturierten Organisation, wahrscheinlich einem Verband für den sozial-ökologischen Wandel, begegnen.

Da die Veranstaltung geschlossen ist, um zu erreichen, dass die wirklich aktiv Vernetzenden aus den Bereichen des sozial-ökologischen Wandels dahin kommen, ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Alle Details zur Anmeldung findet Ihr HIER.

Die Transition-Town-Bewegung

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Transitiontown arbeitet an Alternativen

– Empowerment für die große Transformation?

Die Transition-Town-Bewegung versteht sich als eine BürgerInnenbewegung, die den Wandel hin zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft »von unten« vorantreibt. Sie setzt auf das Veränderungspotential von gemeinschaftlichem Handeln und verfolgt einen ganzheitlichen Bildungsansatz, der psychologische Aspekte des Wandels integriert. Die AutorInnen Gesa Maschakowski und Matthias Wanner geben einen Einblick in das Konzept, präsentieren erste empirische Daten zur deutschen Bewegung und diskutieren ihre Potentiale und Grenzen.

Grundlagen der Liebe

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Flasche statt Mama

Mutterliebe bzw. die Liebe und Zuwendung einer Bezugsperson stellt zweifellos eine Säule unserer Liebesfähigkeit dar. An die zweite „Säule“ denken wir nur selten. Nicht einmal in der Wandelbewegung.

Liebe auf dem Mutterplaneten

Wir werden also geboren. Neun Monate wurden unsere Sinne optimiert und unser Gehirn ist voller Erwartung auf die Fülle des Neuen, das ihm nach dem „Planeten Mutter“ seit Jahrtausenden auf dem „Planeten Erde“ geboten wird. Und da sind sie: die zärtlichen Stimmen meiner Mutter, meines Vaters, meiner Großmutter, meines Großvaters, meiner Verwandten, meines Stammes. Sie alle nehmen mich in den Arm, liebkosen mich, geben wir die erste Sicherheit, gut und richtig angekommen zu sein, nicht den Planeten verfehlt zu haben. Und in Augenblicken der Stille höre ich den Bach rauschen, den Wind in den Bäumen flüstern, das Kochgeschirr aus der Küche, den Atem meiner Mutter, die mich auf ihrem Rücken trägt, das aufgeregte Fiepen und Bellen der Hunde; Vögel zwitschern und Schmetterlinge und Sonnenstrahlen tanzen auf meiner Haut. Und immer wieder und wieder der Urquell meiner Lust: die Brust meiner Mutter.

Fachleute statt Liebe

Wir merken schon: An dieser Schilderung stimt etwas nicht. Weiterlesen

Neu 0003 – Partnerbörse für Gemeinschaftsprojekte

Unsere Seite „Lebensgemeinschaften in Gründung“ hat eine tolle Verstärkung bekommen: die neue Plattform bring-together – in Kürze auch mit einem Matching-Werkzeug, wie man es auch bei Partnerbörsen für Singles findet. Denn nicht jede/r passt in jedes Wohnprojekt oder jede Lebensgemeinschaft.

Verantwortung – überfordert uns meistens

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Verantworung interessiert nur privat

Verantwortung – der Begriff macht uns zunehmend zu schaffen. Eindeutig hat der Begriff etwas mit antworten zu tun; nur: Worauf antworten wir, wenn wir Verantwortung übernehmen?

Mein Stamm und ich – die Verantwortung war gegenseitig

Wenn ich zu den Anfängen der Menschheit hinspüre, dann ist da zunächst die Verantwortung des Stammes für seine Mitglieder, zuvorderst seine Kinder, die das gemeinsame Überleben sichern. Eltern und Stamm lassen sich in der Frühzeit nicht voneinander trennen, denn die längste Zeit der Menschheitsgeschichte wusste niemand, dass das Vergnügen des Mannes am Geschlechtsakt zur Entstehung eines Kindes führen kann. Die Mutter war also primär eingebettet in den Stamm als „soziales Nest“ und sekundär in den Kreis beider Familien.

Verantwortung ging also primär vom Stamm aus. Er war eine Art gemeinsames „Feld“, das selbstverständlich nur solange existierte, wie die einzelnen Stammesmitglieder dieses Feldes gemeinsam aufrechterhielten. Der Einzelne hatte ebenso Verantwortung für das Ganze wie das Ganze für den Einzelnen. Was auch für den Fall der Gefahrenabwehr jeder Art gelten musste. Undenkbar, dass der Einzelne eine Gefahr erkannte und ihr aus dem Weg gegangen wäre, ohne den Stamm über diese Gefahr zu informieren.

Stämme sind zu Familien geschrumpft

Verantwortung war also die angemessene Antwort auf die Hilfsbedürftigkeit der einzelnen Mitglieder eines Stammes. Dieser Aspekt kümmert vermutlich bis heute in uns vor sich hin, hat aber jede Bedeutung verloren. Bei uns gibt es keine Stämme mehr mit gemeinsamen Sitten und Gebräuchen. Und dort, wo es sie noch gibt, gelten ihre Kulturen als primitiv und müssen „entwickelt“ werden, damit sie sich endlich über Fernsehen und Smartphones die richtige Lebensweise aneignen können. Folglich gibt es im Westen weder eine Verantwortung des Stammes gegenüber seinen Mitgliedern noch umgekehrt. Der Stamm ist auf die Familie geschrumpft. Dort haben nur noch die Eltern Veranwortung gegenüber ihren Kindern, die Verantwortung gegenüber den Alten existiert allenfalls noch am Rande und wurde überwiegend an soziale Organisationen übertragen.

Die anderen sind mir schnurzpiepe

Eine Verantwortung des Einzelnen gegenüber dem Staat existiert zwar als theoretische ethische Bringschuld, kann aber emotional – und meist auch intellektuell – nicht mehr nachvollzogen werden. Die unbewusste oder halbbewusste Argumentationslinie verläuft in etwa so: „Der Staat ist ein politisches Gebilde, in das wir versehentlich hineingeboren wurden und dessen Bürger bestenfalls mit einer ähnlichen Dialektfärbung sprechen, eventuell der gleichen Schicht und Konfession angehören. Schlimmstenfalls leben sie aber völlig anders als ich, glauben an andere Dinge, Werte und Götter, haben komplett andere Wünsche und Bedürfnisse und interessieren sich keinen Pfifferling dafür, ob es mir gut oder schlecht geht. Weshalb also sollte ich ihnen gegenüber auch nur ansatzweise Verantwortung empfinden?“

Und noch weiter: „Weshalb sollte ich mich um Menschen kümmern, die nicht meine Sprache sprechen, eine andere Hautfarbe und wahrscheinlich andere Werte haben; die bei Lebensmitteln, bei denen mir das Wasser im Mund zusammenläuft, angeekelt das Gesicht verziehen und vielleicht sogar zwei Frauen haben oder mehr? Ob es ihnen gut geht oder schlecht, ob sie zu essen oder trinken haben, kann mir deshalb egal sein. Und noch gleichgültiger sind mir alle Nichtmenschen. Ob Tiere aussterben oder nicht, ist mir schnurzpiepe, solange das Schnitzel an der Fleischtheke des Supermarkts nicht teurer wird, meine Miete nicht steigt und ich genug Kohle beiseitelegen kann, um meiner Familie einen Urlaub an der Adria finanzieren zu können.“

„Auch noch für Tiere und Pflanzen Verantwortung übernehmen – das ist was für grüne Spinner, die genügend Geld auf dem Konto liegen und sonst nichts Besseres zu tun haben. Oder etwa nicht?“

Nicht antworten geht nicht

Wie wäre es also mit der Gründung neuer Stämme auf der Basis gemeinsamen Wissens und gemeinsamer Werte? Denn ein Zusammenhang bleibt bestehen: Was auch immer ich tue, wie auch immer ich handele: Die Natur oder der Menschenkreis um mich wird in irgendeiner Weise „antworten“, sprich reagieren – positiv oder negativ. Ich bin untrennbarer Teil ebenso sozialer wie ökologischer Systemzusammenhänge. Diese Erkenntnisse kann ich annehmen oder verweigern und mich in die Schlange an der Fleischtheke des Supermarkts einreihen.

Meine, deine, unsere Welt? Oder gar eine?

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Wenn ich sage: „Das sind meine Socken“, dann kann ich das, weil ich nicht meine Socken bin. Im besten Fall stecken meine beiden Füße drin und ich kann die Socken noch immer als meinen Besitz betrachten. Aber wie steht es mit „meiner Welt“ (oder „meinem Land“, „meiner Stadt“, „meiner Heimat“? Das besitzanzeigende Fürwort sorgt im Deutschen für ein grundlegendes Missverständnis. Es zeigt nämlich nicht nur einen Besitz an, sondern auch eine Beziehung, von der wir dann irrtümlicherweise glauben, sie sei ein Besitz: meine Frau!

Peter Zettel hat sich dazu mal wieder sehr grundlegende und – wie ich finde – überzeugende Gedanken gemacht auf seiner Hompeage »42» (Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“).