15-jährige Hoffnung für die Welt

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Ach ja, mein erster Gedanke ist: Wie fantastisch, diese Rede der 15-jähigen Greta Thunberg.
Und dann stolpert der zweite Gedanke eilends hinterher: Aber das wird alles nichts nützen, was hat sie für eine Chance gegen die Multis dieser Welt, gegen die Bayers, die schnell mal für ein paar Milliarden Monsanto aufkaufen, auf dass der Tod erneut ein „Meister aus Deutschland“ werde.

Und doch ist das Hoffnung: Dass 10.000 Schwed/innen einem bescheidenen Mädchen zujubeln, das mit einer unmissverständlichen Botschaft einen Systemwandel einfordert. Kürzlich sprach sie vor den Vereinten Nationen (so etwas wäre vor 40 Jahren noch undenkbar gewesen) und begann mit folgenden Worten:

„Wir sind nicht hierhergekommen, um die führenden Politiker der Welt zu bitten, sich um unsere Zukunft zu kümmern. Sie haben uns in der Vergangenheit ignoriert und werden uns abermals ignorieren. Wir sind hierhergekommen, um sie wissen zu lassen, dass eine Veränderung bevorsteht, ob es ihnen gefällt oder nicht. Die Menschen werden sich der Herausforderung stellen. Und da sich unsere Führungskräfte wie Kinder verhalten, müssen wir die Verantwortung übernehmen, die sie schon längst hätten übernehmen sollen.“

Hier ihre Rede im Wortlaut:

For 25 years countless of people have stood in front of the United Nations climate conferences, asking our nation’s leaders to stop the emissions. But, clearly, this has not worked since the emissions just continue to rise.

So I will not ask them anything.

Instead, I will ask the media to start treating the crisis as a crisis.

Instead, I will ask the people around the world to realize that our political leaders have failed us.

Because we are facing an existential threat and there is no time to continue down this road of madness.

Rich countries like Sweden need to start reducing emissions by at least 15% every year to reach the 2 degree warming target. You would think the media and everyone of our leaders would be talking about nothing else — but no one ever even mentions it.

Nor does hardly anyone ever talk about that we are in the midst of the sixth mass extinction, with up to 200 species going extinct every single day.

Furthermore, does no one ever speak about the aspect of equity clearly stated everywhere in the Paris agreement, which is absolutely necessary to make it work on a global scale. That means that rich countries like mine need to get down to zero emissions, within 6–12 years with today’s emission speed, so that people in poorer countries can heighten their standard of living by building some of the infrastructures that we have already built. Such as hospitals, electricity and clean drinking water.

Because how can we expect countries like India, Colombia or Nigeria to care about the climate crisis if we, who already have everything, don’t care even a second about our actual commitments to the Paris agreement?

So when school started in August this year I sat myself down on the ground outside the Swedish parliament. I school striked for the climate.

Some people say that I should be in school instead. Some people say that I should study to become a climate scientist so that I can ”solve the climate crisis”. But the climate crisis has already been solved. We already have all the facts and solutions.

And why should I be studying for a future that soon may be no more, when no one is doing anything to save that future? And what is the point of learning facts when the most important facts clearly mean nothing to our society?

Today we use 100 million barrels of oil every single day. There are no politics to change that. There are no rules to keep that oil in the ground.

So we can’t save the world by playing by the rules. Because the rules have to be changed.

So we have not come here to beg the world leaders to care for our future. They have ignored us in the past and they will ignore us again.

We have come here to let them know that change is coming whether they like it or not. The people will rise to the challenge. And since our leaders are behaving like children, we will have to take the responsibility they should have taken long ago.

Neu 0009 – Dankeschön, liebe Promis

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Die Überschrift suggeriert, es gäbe schon mehrere Prominente, die sich hinter unseren Wunsch nach einer enkeltauglichen Zukunft stellen. Tatsächlich gibt es bisher aber erst einen, über dessen Zustimmung wir uns unglaublich freuen: Ernst Ulrich von Weizsäcker.

Ihr findet sie HIER.

Dennoch haben wir für die Überschrift die Mehrzahl verwendet, weil wir nun mal Optimisten sind und hoffen, dass auch Ihr anderen „Lichtgestalten“ der Öffentlichkeit Eure Stimme für die gute Sache erhebt. Könnt Ihr/können Sie folgenden Zeilen zustimmen, dann dürfte eigentlich einer Unterschrift nichts mehr im Wege stehen (an info@oekoligenta.de):

„Im Rahmen meiner Möglichkeiten engagiere ich mich für eine enkelfreundliche Zukunft,
also für einen achtsamen, nachhaltigen, friedfertigen und solidarischen Lebensstil
zwischen Menschen und zwischen Mensch und Natur.“

Und bitte seid nicht bescheiden:  Viele, die sich nicht für einen Promi halten, spielen in ihrem jeweiligen Feld eine wichtige Rolle und haben eine Vorbildfunktion, auch wenn sie das vielleicht gar nicht wollen. An sie alle wenden wir uns.

makers4humanity-Lab 2019

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Interdisziplinäre (Change)Maker* treffen sich Pfingsten zu einem dreitägigen ZukunftsLabor. Die Akteure des gesellschaftlichen Wandels vergleichen ihre Positionen, Ideen und Praktiken, um ein l(i)ebenswertes Zukunftsbild zu entwickeln. Arbeitsteilig kooperativ kann diese Zukunft gelingen und gemeinsam vor Ort gefeiert werden.

*makers4humanity (m4h) sind Macher*innen, die gemeinwohlorientiert an Teillösungen für ein dauerhaft gutes Leben auf dem Planeten arbeiten und ihre Lösungen teilen, um die Vision gemeinsam zu realisieren.

Das makers4humanity-Lab (m4h-Lab) ist ein Treffen der Akteure und Freunde des Wandelbündnisses, ein jährlicher Meilenstein, damit sie einander unter dem Aspekt des „Tuns“ physisch treffen, austauschen und kennenlernen können. Vor Ort werden Wandelallianzen geschmiedet, IT-Plattformen gebildet, gemeinsame Nutzen ausgelotet und Kulturtechniken live erprobt. Weiterlesen

Wie digital wird eine wirklich zukunftsfähige Gesellschaft sein?

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Die hier folgende Veranstaltung von der Bits&Bäume-Konferenz am 17./18. November 2018 behandelt grundlegende Zukunftsfragen der Wandelbewegung. Dankenswerterweise hat sie der Chaos Computer Club vollständig mitgeschnitten und zur Verfügung gestellt:

Warum ausgerechnet Giraffen?

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Wer sich je mit gewaltfreier Kommunikation auseinandergesetzt hat, der ahnt schon ein wenig, woher der Steppenwind weht. Doch für das ökoligenta-Team stehen Giraffen nicht nur für das empathische Horchen auf die eigenen Bedürfnisse und die Bedürfnisse unseres Gegenüber. Wir haben uns in ihre tiefere Symbolik eingefühlt und darüber nachgedacht, was sie im anstehenden Paradigmenwechsel bedeuten können:

im Zusammenleben von Frau und Mann, von Mensch und Mitmensch, von Völkern und Mitvölkern, von Nationen und Mitnationen, von Mensch und Mitwelt. Ausführlicher findet ihr diese Gedanken HIER.

Commitment – schon irgendwie …

Den Klassiker kennen wir alle: Silvestervorsätze – die sich oft schon am 10. Januar in Luft aufgelöst haben. Vielleicht ja, weil wir sie nicht wirklich „gemeint“, sondern nur „gedacht“ haben, um mit einem besseren Gefühl ins neue Jahr zu starten. Und das hat ja geklappt: das bessere Gefühl.

Aber wie viele Meetings und Initiativen habe ich nicht schon erlebt, wo Menschen ganz große Gedanken bewegten, um dann am noch vielen größeren „Null-Bock“ zu scheitern. Wo die „Rettung der Menschheit“ schon durch ein Bundesligaspiel an die zweite Stelle rücken musste. Ist ja auch klar: Bundesliga ist jetzt und die Menschheitsrettung kann auch noch Morgen erfolgen. Oder übermorgen. Oder nächstes Jahr.

Peter Zettel hat in seinem Blog „42“ über die Gründe nachgedacht, weshalb uns die Verbindlichkeit so oft und zuverlässig flöten geht.

Klimawandel-Buch

Knapp 160 Wandelorganisationen auf ökoligenta

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Wir nähern uns einem neuen Rekord auf unserer Homepage: 160 Organisationen werden es in den nächsten Tagen sein (wir sind grade am Eintragen), die sich schon in ihrer Satzung für den sozialökologischen Wandel der Gesellschaft engagieren. Die letzten Einträge sind

Wir gehen davon aus, dass es locker über 200 werden – wenn ihr mithelft, ganz bestimmt. Zum Verständnis: Gesucht sind nicht einfach nur gute und sinnvolle Initiativen, sondern solche, denen der tatsächliche Wandel hin zu einer „guten Welt für alle“ ein Kernanliegen ist. Ein Großteil der Österreicher und Schweizer zum Beispiel ist noch nicht erfasst.

Wandelbündnis ist am Entstehen

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Von 26.-28. Oktober trafen sich 25 Frauen und Männer aus den unterschiedlichsten Organisationen, um die Grundlagen für ein Wandelbündnis zu legen, also einer verbindlichne Struktur, die möglichst viele Akteur/innen des sozialökologischen Wandels miteinander verbindet.

Dank des Willens aller, sich zusammenzutun und die gemeinsame Sache zu befördern, haben wir es in zwei Tagen geschafft, ein umfangreiches „Memorandum of Understanding“ zu unterzeichnen. Am Sonntag, 2 Minuten nach ein Uhr mittags und unmittelbar vor dem gemeinsamen Mittagessen in der Gemeinschaft Sulzbrunn, hatten wir das Papier unterschriftsreif. Hier findet Ihr das vollständige Memorandum.

Alle Menschen und Organisationen, die Lust haben, sich aktiv am Einigungsprozess – der unbedingt auf Augenhöhe stattfinden soll – zu beteiligen, sind eingeladen, sich ans Orgateam zu wenden (events@frekonale.org).

Dietrich Bonhoeffer: Von der Dummheit

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Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Gegen das Böse lässt sich protestieren, es lässt sich bloßstellen, es lässt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurücklässt.

Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch durch Gewalt lässt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird der Dumme sogar kritisch – und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseitegeschoben werden.

Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen restlos mit sich selbst zufrieden; ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Weiterlesen