von Aaron Boos

Schön, dass ich hier einen Gastbeitrag schreiben darf. Mein Name ist Aaron und ich bin 22 Jahre alt. Ich komme aus einem kleinen Dorf aus dem Süden Deutschlands und engagiere mich seit mehr als einem Jahr für das TROM-Projekt. In diesem Artikel möchte ich ein bisschen erzählen, wer wir sind, was wir machen, was unser Ziel ist und was wir mit fünf Milliarden Euro machen würden.

Wer wir sind

Wir sind ein kleines Team aus ungefähr zehn Freiwilligen aus verschiedenen Ländern wie zum Beispiel Spanien, Rumänien, Dänemark, USA, Lettland und Deutschland und engagieren uns in der Freizeit für das TROM-Projekt. Dieses ist 2011 durch Tio entstanden, der sein Studium aufgegeben hat, um das zu tun, was er unbedingt tun wollte, nämlich eine umfangreiche Dokumentation zu erstellen:

TROM – The Reality of me (zu Deutsch: Meine Realität) präsentiert die größte Dokumentation aller Zeiten und ist auch die einzige, die versucht, alles zu analysieren: von Wissenschaft zum Geldsystem hin zu möglichen Lösungen, um das Leben von jedem Menschen zu verbessern. Weiterlesen

von Imago

Die Abbildung links zeigt ein sogenanntes Moebiusband in Form einer Acht. Diese in sich verdrehte und (hier noch) geschlossene Bronzeplastik weist – nicht etwa vier Flächen und vier Kanten, sondern (auch wenn viele Menschen das erst einmal nicht glauben können) – nur eine einzige Fläche und auch nur eine einzige Kante (Falte) auf!

Der Name der Plastik lautet daher „Einkant“ bzw. „Einfalt“, sie kann aber auch als „in sich gewundene Wand in ständigem Wandel“ bezeichnet werden, da auf ihr sämtliche für uns üblicherweise stets so scharf unterschiedenen Gegensätze wie „vorne und hinten“, „rechts und links“, „oben und unten“ sowie auch „innen und außen“ durch die eigenartige Gewundenheit der Plastik in einem einzigen fließenden Übergang miteinander verbunden und in diesem Fall hier somit auch nicht „scharf voneinander zu trennen“ sind. Weiterlesen

Super Inspiration für alle, die aktiv werden wollen oder bereits aktiv sind!

Wohin bewegen wir uns? Gibt es noch eine Chance zur Umkehr? Manche meinen: Alles gut, reine Panikmache. Andere – die meisten – sagen: „‚Ach, was soll’s. Mein Leben ist so stressig, dass ich mich nicht dauernd mit diesen bedrohlichen Gedanken abgeben will.“ Was nichts daran ändert, dass die Frage als störendes Hintergrundrauschen erhalten bleibt und ein Potenzial von Ratlosigkeit erzeugt – oder Wut gegen die Ökos, die einem das Leben vermiesen.

Alles verständlich. Aber am bedrohlichsten ist nun mal, Weiterlesen

Verschwörungstheorien und Menschenwürde stehen in einem inneren Widerspruch, leben sie doch meist von der verallgemeindernden Verunglimpfung und Trennung der Menschen: Dort sind die Bösen, hier, in unserem Lager die Guten. Leider erweist sich nicht jede Verschwörungstheorie als falsch. Dass sich etwa die Aussage bewahrheiten könnte, der Kriegsanlass für den US-Angriffs auf den Irak sei erstunken und erlogen, hatte eine kurze Weile kaum jemand für möglich gehalten. Und als Verschwörungstheorie abgetan. Heute wissen wir es besser. Besser wissen wir inzwischen aber auch, dass die wirkmächtigste und tödlichste aller Verschwörungstheorien eine infame und gezielt in die Welt gesetzte Lüge war: die Mär von der jüdischen Weltverschwörung.

Wer es mit ihren Verfechtern zu tun hat, der erhält aus folgendem Buch des Berliner Antisemitismusforschers Prof. Wolfgang Benz alle nötigen Gegenargumente: „Die Protokolle der Weisen von Zion. Die Legende von der jüdischen Weltverschwörung.“

Das Mädchen macht wirklich keinen Spaß.  Und Greta ist alles andere als goldig. Wenn sie mit Zähnen statt mit Lippen sprechen könnte, sie täte es: „Why should I be studying for a future, that soon will be no more? When no one is doing anything what so ever to save that future?“

Ihre Rede in deutscher Übersetzung:

Als ich etwa 8 Jahre alt war, hörte ich zum ersten Mal von etwas, das als Klimawandel und globale Erwärmung bezeichnet wird. Anscheinend war das etwas, was wir Menschen durch unsere Lebensweise geschaffen hatten. Mir wurde gesagt, ich solle das Licht ausschalten, um Energie zu sparen und Papier recyceln, um Ressourcen zu sparen. Ich erinnere mich, dass es mir sehr seltsam erschien, dass Menschen, die ja nur eine Tierart unter anderen sind, in der Lage sein könnten, das Klima der Erde zu verändern. Denn wenn wir dazu fähig wären, dann würden wir nichts anderes mehr reden. Sobald man den Fernseher einschaltete, würde sich alles um den Klimawandel drehen. Schlagzeilen, Radio und Zeitungen – man würde nichts anderes hören oder lesen. Als ob ein Weltkrieg ausgebrochen wäre. Aber niemand sprach jemals darüber. Wenn die Verbrennung fossiler Brennstoffe so übel war, dass sie unsere Existenz bedrohte, wie könnten wir dann einfach weitermachen wie bisher? Warum gab es dann keine Einschränkungen? Warum wurde so ein Handel nicht unter Strafe gestellt? Für mich ergab das keinen Sinn. Es war zu unwirklich.

Als ich elf Jahre alt war, wurde ich krank. Ich fiel in Depressionen, ich hörte auf zu reden, und ich hörte auf zu essen. In zwei Monaten habe ich etwa zehn Kilo Gewicht verloren. Später wurde bei mir das Asperger-Syndrom, eine Zwangsstörung und selektiver Mutismus diagnostiziert. Das bedeutet im Grunde genommen, dass ich nur dann spreche, wenn ich es für notwendig halte. Jetzt ist einer dieser Momente.

Für diejenigen von uns, die zu diesem Spektrum gehören, ist fast alles schwarz oder weiß. Wir sind nicht sehr gut im Lügen und nehmen normalerweise nicht gerne an den sozialen Spielen teil, die der Rest von euch so gerne spielt. Ich denke, in vielerlei Hinsicht sind wir Autisten die Normalen und der Rest der Leute ist ziemlich seltsam, besonders wenn es um die Nachhaltigkeitskrise geht, da es doch immer wieder heißt, der Klimawandel sei eine existenzielle Bedrohung und wäre das wichtigste Thema von allen. Und doch machen sie alle einfach weiter wie bisher.

Ich verstehe das nicht, denn wenn die Emissionen aufhören müssen, dann müssen wir mit den Emissionen aufhören. Für mich ist das schwarz oder weiß. Es gibt keine Grauzonen, wenn es ums Überleben geht. Entweder gibt es uns noch als Zivilisation oder eben nicht. Wir müssen uns ändern.

Reiche Länder wie Schweden müssen damit beginnen, die Emissionen jedes Jahr um mindestens 15 Prozent zu reduzieren. Dann können wir unter dem Zwei-Grad-Erwärmungsziel bleiben. Doch wie die IPPC kürzlich gezeigt haben, würde ein Ziel von 1,5 Grad Celsius die Klimaauswirkungen deutlich reduzieren. Was das für die Reduzierung der Emissionen bedeutet, können wir uns nur ausmalen.

Man könnte meinen, dass die Medien und unsere Führer über nichts anderes reden würden. Aber sie erwähnen es nicht einmal. Auch die bereits im System eingeschlossenen Treibhausgase werden nicht erwähnt. Auch nicht die Tatsache, dass die Luftverschmutzung einen Teil der Erwärmung verbirgt, so dass wir bereits ein zusätzliches Erwärmungsniveau von vielleicht 0,5 bis 1,1 Grad Celsius haben, wenn wir aufhören fossile Energieträger zu verbrennen. Darüber hinaus spricht kaum jemand davon, dass wir uns inmitten des sechsten Massensterbens befinden und jeden Tag bis zu 200 Arten aussterben; dass die Aussterberate heute zwischen tausend und zehntausend Mal höher ist als das, was als normal angesehen wird. Auch spricht niemand jemals über den Aspekt der Gleichheit oder der Klimagerechtigkeit, der überall im Pariser Abkommen klar zum Ausdruck kommt und der absolut notwendig ist, damit Klimaschutz weltweit funktioniert. Das bedeutet, dass die reichen Länder innerhalb von sechs bis zwölf Jahren bei der heutigen Emissionsgeschwindigkeit auf Null Emissionen kommen müssen. Und zwar so, dass die Menschen in den ärmeren Ländern die Möglichkeit haben, ihren Lebensstandard zu erhöhen, indem sie die Infrastruktur erhalten, die wir bereits gebaut haben, wie Straßen, Schulen, Krankenhäuser, sauberes Trinkwasser, Strom und so weiter. Denn wie können wir erwarten, dass sich Länder wie Indien oder Nigeria um die Klimakrise kümmern, wenn wir, die wir bereits alles haben, uns keine Sekunde darum kümmern oder um unsere tatsächlichen Verpflichtungen gegenüber dem Pariser Abkommen.

Also: Warum reduzieren wir unsere Emissionen nicht? Warum steigen sie eigentlich immer noch an? Verursachen wir wissentlich ein Massensterben? Sind wir böse? Nein, natürlich nicht. Die Menschen tun immer wieder das, was sie tun, weil die überwiegende Mehrheit keine Ahnung von den tatsächlichen Folgen unseres Alltags hat. Und sie kennen die schnellen Veränderungen nicht, die erforderlich sind. Wir alle wissen, dass wir wissen und wir denken, dass jeder weiß, aber wir wissen es nicht. Denn wie könnten wir das tun? Wenn es diese Krise wirklich gäbe und wenn sie durch unsere Emissionen verursacht würde, würden Sie zumindest einige Anzeichen sehen; nicht nur überflutete Städte, Zehntausende von Toten und ganze Nationen, die zu Haufen von zerstörten Gebäuden nivelliert werden. Ihr würdet einige Einschränkungen sehen. Aber nein. Und niemand spricht darüber. Es gibt keine Notsitzungen, keine Schlagzeilen, keine Nachrichten, niemand tut so, als befänden wir uns in einer Krise. Selbst die meisten Klimaforscher und grünen Politiker fliegen immer wieder um die Welt, essen Fleisch und Milchprodukte.

Wenn ich hundert Jahre alt werde, werde ich im Jahr 2103 leben. Wenn man heute an die Zukunft denkt, denkt man nicht über 2050 hinaus. Bis dahin werde ich im besten Fall nicht einmal die Hälfte meines Lebens gelebt haben. Was passiert als nächstes? Im Jahr 2078 werde ich meinen 75. Geburtstag feiern. Wenn ich Kinder oder Enkelkinder habe, werden sie vielleicht diesen Tag mit mir verbringen. Vielleicht werden sie mich nach Euch fragen, den Leuten aus dem Jahr 2018. Vielleicht werden sie fragen, warum Ihr nichts getan habt, als noch Zeit zum Handeln war. Was wir jetzt tun oder nicht tun, wird sich auf mein ganzes Leben und das Leben meiner Kinder und Enkelkinder auswirken. Was wir im Moment tun oder nicht tun, können ich und meine Generation in der Zukunft nicht rückgängig machen.

Als die Schule im August dieses Jahres begann, entschied ich, dass es genug war. Ich habe mich vor dem schwedischen Parlament auf den Boden gesetzt und einen Schulstreik für das Klima gemacht. Einige Leute sagen, dass ich stattdessen in der Schule sein sollte, andere sagen, dass ich studieren sollte, um Klimawissenschaftler zu werden, damit ich die Klimakrise lösen kann. Aber die Klimakrise ist bereits gelöst. Wir haben bereits alle Fakten und Lösungen. Alles, was wir tun müssen, ist aufzuwachen und uns zu verändern. Und warum sollte ich für eine Zukunft studieren, die bald nicht mehr sein wird? Wenn niemand irgendetwas tut, um diese Zukunft zu retten? Und was nützt es, Fakten in diesem Schulsystem zu lernen, wenn die wichtigsten Fakten der besten Wissenschaften desselben Schulsystems unseren Politikern und unserer Gesellschaft eindeutig nichts bedeuten?

Einige Leute sagen, dass Schweden nur ein kleines Land ist und dass es keine Rolle spielt, was wir tun. Aber ich denke, wenn ein paar Kinder Schlagzeilen auf der ganzen Welt machen können, nur weil sie ein paar Wochen nicht zur Schule gehen, stellen Sie sich vor, was wir alle zusammen tun könnten, wenn wir wollten.

Jetzt sind wir zusammen fast am Ende meines Vortrags. An diesem Punkt fangen die Leute normalerweise an, über Hoffnung, Sonnenkollektoren, Windkraft, Kreislaufwirtschaft und so weiter zu reden. Aber ich werde das nicht tun. Wir haben dreißig Jahre lang aufmunternde Gespräche geführt und positive Ideen verkauft. Es tut mir leid, das funktioniert nicht. Wenn es das getan hätte, wären die Emissionen längst gesunken. Das sind sie nicht.

Und ja, wir brauchen Hoffnung. Natürlich tun wir das. Aber das Einzige, was wir mehr als Hoffnung brauchen, ist Handeln. Sobald wir anfangen zu handeln, ist Hoffnung überall. Anstatt also nach Hoffnung zu suchen, sucht nach Taten. Dann, und nur dann, wird die Hoffnung kommen. Heute verbrauchen wir jeden Tag 100 Millionen Faß Öl. Die einzige Politik, die das ändert – es gibt keine Regeln, um das Öl im Boden zu halten. Also können wir die Welt nicht retten, indem wir nach den Regeln spielen. Aber wenn die Regeln geändert werden müssen, muss sich alles ändern. Und es muss heute beginnen. Ich danke euch.

Ihre Rede auf Englisch:

When I was about 8 years old I first heard about something called climate change and global warming. Apparently that was something we humans had created by our way of living. I was told to turn off the lights to save energy and to recycle paper to save ressources. I remember thinking that it was very strange that humans who are an animal species among others could be capable of changing the earth’s climate. Because if we were and if it was really happening we wouldn’t be talking about anything else. As soon as you turned on the TV everything would be about that. Headlines, radio and newspapers – you would never hear or read about anything else. As if it was a world war going on. But no one ever talked about it. If burning fossil fuels was so bad that it treatened our very existence how could we just continue like before? Why were there no restrictions? Why wasn’t it made illegal? To me that did not add up. It was too unreal.

So when I was eleven I became ill. I fell into depression, I stopped talking, and I stopped eating. In two months I lost about ten kilos of weight. Later on I was diagnosed with Asperger Syndrome, OCD and selected mutism. That basically means that I only speak when I think it’s necessary. Now is one if these moments.

For those of us who are on that spectrum almost everything is black or white. We are not very good at lying and we usually don’t enjoy participating in the social games that the rest of you seems so fond of. I think in many ways we autistics are the normal ones and the rest of the people are pretty strange, especially when it comes to the sustainability crisis where everyone keeps saying that climate change is an existential threat and the most important issue of all. And yet they just carry on like before.

I don’t understand that because if the emissions have to stop then we must stop the emissions. To me that is black or white. There are no gray areas when it comes to survival. Either we go on as a civilization or we don’t. We have to change.

Rich countries like Sweden need to start reducing emissions by at least 15 % every year. And that is so that we can stay below the two degree warming target. Yet as the IPPC have recently demonstrated aiming instead of 1,5 degrees celsius would significantly reduce the climate impacts. But we can only imagine what that means for reducing emissions.

You would think the media and our leaders would be talking about nothing else. But they never even mention it. Nor does anyone ever mention the green house gases already locked in the system. Not that air pollution is hiding a warming so that when we stop burning fossile fuels we already have an extra level of warming perhaps as high as 0,5 to 1,1 degrees celsius. Furthermore does hardly anyone speak about the fact that we are in the midst oft he sixth mass extinction with up to 200 species going extinct every single day; that the extinction rate is today between one thousand and ten thousand times higher that what is seen as normal. Nor does anyone ever speak about the aspect of equity or climate justice clearly stated everywhere in the Paris Agreement which is absolutely necessary to make it work on a global scale. That means that rich countries need to get down to zero emissions within six to twelve years with today’s emissions speed. And that is so that people in poorer countries can have a chance to highten their standards of living by building the infra structure that we have already built such as roads, schools, hospitals, clean drinking water, electricity and so on. Because how can we expect countries like India or Nigeria to care about the climate crisis, if we who already have everything don’t care a second about it or our actual commitments to the Paris Agreement.

So: Why are we not reducing our emissions? Why are they in fact still increasing? Are we knowingly causing a mass extinction? Are we evil? No, of course not. People keep doing what they do because the vast majority doesn’t have a clue about the actual consequences of our everyday life. And they don’t know the rapid changes required. We all think we know and we think everybody knows but we don’t. Because how could we? If there really is a crisis and if this crisis was caused by our emissions you would at least see some signs; not just flooded cities, tens of thousands of dead people and whole nations levelled to piles of torn down buildings. You would see some restrictions. But no. And no one talks about it. There are no emergency meetings, no headlines, no breaking news, no one is acting as if we were in a crisis. Even most climate scientist and green politicians keep on flying around the world, eating meat and dairy.

If I live to be one hundred I will be alive in the year 2103. When you think about the future today you don’t think beyond 2050. By then I will, in the best case, not even have lived half of my life. What happens next? In the year 2078 I will celebrate my 75th birthday. If I have children or grandchildren maybe they will spend that day with me. Maybe they will ask me about you, the people who were back in 2018. Maybe they will ask why you didn’t do anything while there was still time to act. What we do or don’t do right now will affect my entire life and the lifes of my children and grandchildren. What we do or don’t do right now, me and my generation can’t undo in the future.

So when school started in August this year I decided that this was enough. I sat myself down on the ground outside the Swedish parliament, I school striked for the climate. Some people say that I should be in school instead, some people say that I should study to become a climate scientist so that I can solve the climate crisis. But the climate crisis has already been solved. We already have all the facts and solutions. All we have to do is to wake up and change. And why should I be studying for a future, that soon will be no more? When no one is doing anything what so ever to save that future? And what is the point of learning facts in this school system when the most important facts given by the finest science of that same school system clearly mean nothing to our politicians and our society?

Some people say that Sweden is just a small country and that it doesn’t matter what we do. But I think if a few children can get headlines all over the world just by not going to school for a few weeks imagine what we could all do together if we wanted to.

Now we are almost together at the end of my talk. And this is when people usually start talking about hope, solar panels, wind power, circular economy and so on. But I am not going to do that. We had thirty years of pep talking and selling positive ideas. But I am sorry, it doesn’t work. Because, if it would have, the emissions would have gone down by now. They haven’t.

And yes, we do need hope. Of course, we do. But the one thing we need more than hope is action. Once we start to act hope is everywhere. So instead of looking for hope look for action. Then, and only then, hope will come. Today, we use 100 million barrels of oil every single day. The only politics to change that – there are no rules to keep that oil in the ground. So we can’t save the world by playing by the rules. Because if the rules have to be changed everything needs to change. And it has to start today. Thank you.

„Wie wahr, wie wahr…“ geht es mir durch den Kopf, wenn ich dieses Zitat lese, dessen Autor ich nicht kenne. Wir sind dabei uns selbst zu zerstören, weil die Art und Weise, wie wir leben, nicht unserer Natur entspricht, also zerstört die Art und Weise, wie wir leben, unsere Natur. So wahr und so einfach ist es für mich.

Wir tun so, als gebe es das Ganze ohne uns.

Wenn ich beginne meine Gedanken über die Botschaft dieses Zitats zu vertiefen, stellen sich für mich viele Fragen. Warum sind wir im Krieg mit der Natur bzw. mit uns selbst? Wissen wir denn nicht, dass wir mit der Art und Weise, wie wir leben, unserer Natur, also uns selbst schädigen? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass ein Mensch, der ein kleines bisschen vom Weltgeschehen mitbekommt und ein wachsames Auge auf sein Umfeld wirft, diese Frage verneinen kann! Ja, aber warum leben wir so, als wären wir getrennt von unserer Natur, obwohl wir doch wissen, dass wir in der Natur, mit der Natur, von der Natur leben bzw. selbst die Natur sind? Das Wissen alleine reicht offensichtlich nicht aus, um auch konsequent in die Handlung zu kommen, lautet meine Antwort als nächstfolgender Gedanke! Wir WISSEN zwar, dass wir ein Teil der Natur sind, LEBEN aber UNBEWUSST getrennt von ihr, also getrennt von uns selbst. Das Wissen ist das eine und das Tun das andere. Erst, wenn das TUN dem WISSEN folgt, also beides EIN-STIMMIG ist, kann doch erst die Änderung erfolgen!

Was läuft dann in uns verkehrt, was uns unser Wissen um die unerwünschten Konsequenzen unserer destruktiven Handlungen ignorieren lässt? Weiterlesen

Vielleicht kennt Ihr so etwas auch. Vorgestern bekam ich eine E-Mail. Auf die habe ich positiv zustimmend reagiert, aber gewagt zu fragen: „Warum ist das so, wie es ist?“ Die Reaktion: „Warum bist du dagegen?“ Meine Antwort: „Ich bin nicht dagegen. Ich bin einfach ein neugieriger Menschen und wollte wissen, warum.“ Antwort: „Ach so.“

Am besten sagt man gar nichts, um in keine Schublade gepackt zu werden. Aber nichts zu sagen, kann einem auch schon wieder irgendwie ausgelegt werden. Mit anderen Worten: Am besten würde man nicht existieren, dann könnte man auch nicht kategorisiert werden.

So viel als Hintergrund, weshalb mich folgendes Video so sehr anspricht:


Übrigens gäbe es dann vermutlich auch keine Kriege mehr (jedenfalls dann, wenn man zuvor noch das Privateigentum an Land und Produktionsmitteln abschaffte). So etwas wäre dann „ökoligentes Verhalten“.

Nicht nur dieses „Wandel-Video“, sondern einige mehr (alle gut, garantiert), findet Ihr in unsere Rubrik „Videos für den Wandel“

 

Ein Basis-Interview für die Wandelbewegung!

Interview: Wem gehört die Welt? Ein Gespräch mit Vandana Shiva from Ilona Koglin on Vimeo.

Lebensgemeinschaften sprießen aus der Erde. Erst heute habe ich von einer eben an den Start gehenden Lebensgemeinschaft mit bis zu 500 Leuten in Norddeutschland erfahren (ist noch top secret). Und eben auch von der sich gründenden Lebensgemeinschaft Jagelhof.

Wer’s noch nicht bemerkt haben sollte: Wir führen zwei Lebensgemeinschafts-Seiten auf ökoligenta:

Von letzteren erfahren wir mehr oder weniger zufällig – leider, denn für viele Einsteiger/innen sind sie besonders interessant. Wenn Ihr also weitere Informationen habt: immer her damit!

Am 26. Oktober 2018 veröffentlichte der britische Guardian folgende Erklärung von 94 zum Teil hochrangigen Akademikern unterschiedlicher Fachrichtungen – letztlich ein Aufruf zum zivilen Ungehorsam!

Wir, die Unterzeichner, vertreten verschiedene akademische Disziplinen, und die hier geäußerten Ansichten sind die der Unterzeichner und nicht die ihrer Organisationen. Auch wenn unsere akademischen Perspektiven und unsere Expertise unterschiedlich sein mögen, sind wir uns in einem Punkt einig: Wir werden das Versagen von dieser oder einer anderen Regierung, robuste und dringende Maßnahmen angesichts der sich verschärfenden ökologischen Krise zu ergreifen, nicht tolerieren. Die Wissenschaft ist klar, die Fakten sind unbestreitbar, und es ist für uns unvorstellbar, dass unsere Kinder und Enkelkinder die schreckliche Last einer beispiellosen Katastrophe tragen müssen, die wir selbst verursacht haben.

Wir befinden uns inmitten des sechsten Massensterbens, wobei jeden Tag etwa 200 Arten aussterben. Der Mensch kann nicht ungestraft weitergegen die Grundgesetze der Natur oder der Wissenschaft verstoßen. Wenn wir unseren bisherigen Weg fortsetzen, ist die Zukunft für unsere Spezies düster.

Unsere Regierung ist mitschuldig daran, das Vorsorgeprinzip zu ignorieren und nicht anzuerkennen, dass unendliches Wirtschaftswachstum auf einem Planeten bei endlichen Ressourcen nicht möglich ist. Stattdessen fördert die Regierung unverantwortlich zügellosen Konsumismus und marktwirtschaftlichen Fundamentalismus und lässt zu, dass die Treibhausgasemissionen steigen. Der Earth Overshoot Day (das Datum, an dem der Mensch mehr Ressourcen aus der Natur verbraucht hat, als der Planet im ganzen Jahr erneuern kann) fällt jedes Jahr immer früher (1. August 2018) an.

Wenn eine Regierung vorsätzlich ihre Verantwortung, ihre Bürger vor Schaden zu schützen und die Zukunft für kommende Generationen zu sichern, aufgibt, ist sie ihrer wichtigsten Pflicht zur Führung nicht nachgekommen. Der „Gesellschaftsvertrag“ ist gebrochen worden, und deshalb ist es nicht nur unser Recht, sondern auch unsere moralische Pflicht, die Untätigkeit und die flagrante Pflichtvernachlässigung der Regierung zu umgehen und zu rebellieren, um das Leben selbst zu verteidigen.

Deshalb erklären wir unsere Unterstützung für die Extinction Rebellion, die am 31. Oktober 2018 beginnt (deutsche Facebook-Gruppe HIER). Wir stehen voll und ganz hinter den Forderungen an die Regierung, ihren Bürgern die harte Wahrheit zu sagen. Wir fordern eine Bürgerversammlung, die auf der Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse und im Einklang mit dem Vorsorgeprinzip mit Wissenschaftlern zusammenarbeitet, um dringend einen glaubwürdigen Plan für eine rasche vollständige Dekarbonisierung der Wirtschaft zu entwickeln.

⇒ Hierzu ein Artikel aus Telepolis.

Dr. Alison, Green Pro Vizekanzlerin (akademisch), Arden Universität, Nationale Direktorin (UK) von Scientists Warning

Professor Joy Carter Vizekanzler, University of Winchester

Dr. Rowan Williams

Danny Dorling Halford Mackinder, Professor für Geographie, University of Oxford

Jem Bendell, Professor für Nachhaltigkeitsführung, University of Cumbria

Dr. Ian Gibson, ehemaliger Vorsitzender, Unterhaus Wissenschaft und Technologie Sonderausschuss

Dr. Susie Orbach, Beraterin Psychoanalytikerin, The Balint Consultancy

David Drew MP, Schattenminister (Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten)

Professor Molly Scott Cato, MdEP

Dr. Shahrar Ali, Sprecher der Grünen im britischen Innenministerium 

Peter Belton, Professor Emeritus der Chemie, Universität von East Anglia

Dr. Simon Boxley, Centre for Climate Change Bildung und Kommunikation, University of Winchester

Erik Buitenhuis, Tyndall Centre for Climate Change Research, Universität von East Anglia

Dave Humphreys, Professor für Umweltpolitik, Open University

Andrew Simms, Centre for Global Political Economy, University of Sussex; NEF

Arran Stibbe, Professor für ökologische Linguistik, University of Gloucestershire

Dr. Rupert Read, Reader in Philosophie, Universität East Anglia

Richard House PhD, Diplom-Psychologe, Stroud

Ronald Barnett, Professor Emeritus für Hochschulbildung, University College London Institute of Education

Michael Bassey, Professor Emeritus, Nottingham Trent University

Professor Woody Caan Redakteur, Journal of Public Mental Health

Claire Callender, Professorin für Hochschulbildung, Birkbeck und UCL Institute of Education

Simon Capewell MD DSc, Professor für klinische Epidemiologie, University of Liverpool

Professor Andrew Cooper, Tavistock & Portman NHS Foundation Trust; Universität von East London

Tricia David, Professorin Emeritus

Windy Dryden, Professor Emeritus für psychotherapeutische Studien, Goldsmiths University of London

Suman Fernando, Honorarprofessor, London Metropolitan University, London

Professor Mark Ford, University College London

Professor Gary Francione

Harvey Goldstein, Professor für Sozialstatistik, Universität Bristol

Jonathan Gosling, Professor Emeritus für Leadership Studies, University of Exeter

Paul Hoggett, Professor Emeritus für Sozialpolitik, UWE, Bristol

Wendy Hollway, Professorin für Psychologie, Open University

Professor John Hughes, Universität von Gloucestershire

Professor Simon Kelley, Universität Edinburgh

Adrian Kendry, Gastdozent für Wirtschaft und Sicherheit, University of Winchester

Karin Lesnik-Oberstein, Professorin für Kritische Theorie, University of Reading

Del Loewenthal, Professor Emeritus für Psychotherapie, University of Roehampton

Professor Mark Maslin, FRGS, FRSA University College London

Martin Milton, Professor für Beratungspsychologie, Regents University London

Professor Dany Nobus, Brunel University London

Professorin Jayne Osgood, Middlesex University, Mutter, Feministin, Aktivistin

Professor Ann Phoenix, Universität London

Richard Pring Emeritus Professor, University of Oxford

Peter Reason Professor Emeritus, Universität Bath

Professor Diane Reay, Universität Cambridge

Lynne Segal, Jubiläumsprofessorin für psychosoziale Studien, Birkbeck, University of London

Farzana Shain, Professorin für Bildungssoziologie, Universität Keele

Prem Sikka, Professor für Rechnungswesen und Finanzen, University of Sheffield

Professor Ernesto Spinelli, ES Associates, London

Dr. Guy Standing, Professorial Research Associate, SOAS, University of London

Brian Thorne, Professor Emeritus (Beratung), Universität von East Anglia

Frederick Toates, Professor Emeritus für Biologische Psychologie, Open University

Dr. Steve Tombs, Professor für Kriminologie, Open University

Tony Watts OBE, Professor Emeritus für Karriereentwicklung, University of Derby

Dr. Michael J. Wright, Professor für kognitive Neurowissenschaften, London

Dr. Ruth Adams, Senior Dozentin für Kultur- und Kreativwirtschaft

Dr. Meg-John Barker, Oberlektorin für Psychologie, Open University

Dr. Robert Basto, Softwareberater, Wissenschaftler, Aktivist

Dr. Teresa Belton, Autorin von Happier People, Healthier Planet (Glücklichere Menschen, Gesünderer Planet)

Dr. Gail Bradbrook Mutter, NGO-Beraterin

Dr. Onel Brooks, Oberdozentin für Psychotherapie, Beratung und Beratungspsychologie

Dr. Dominique Chadwick, unabhängiger Forscher und Filmemacher, Cambridge

Dr. Anne Chapman

Dr. Red Chidgey, Dozent für Gender und Medien, King’s College London

John Christensen, Direktor und Vorsitzender des Vorstands Tax Justice Network

Dr. Christopher D. Coath, Universität von Bristol

Dr. Mick Cooper, Diplom-Psychologe, Brighton

Dr. Virginia Crisp, Dozentin für Kultur, Medien und Kreativwirtschaft, King’s College, London

Jonathan Dawson, Koordinator für Wirtschaft, Schumacher College

Dr. Richard Eke, Lehrbeauftragter, UWE, Bristol

Dr. Peter Elfer Hauptreferent, Forschungszentrum Frühkindliche Entwicklung

Dr. Jonathan Gross, King’s College London

Andy Halewood CPsychol., Senior Dozent für Beratungspsychologie, UWE, Bristol

Dr. Wiebina Heesterman Ph.D. Law (Menschenrechte), Aktivistin

Dr. Jason Hickel, Abteilung für Anthropologie, Goldschmiede, University of London

Dr. Abby Innes, London School of Economics (London School of Economics)

Dr. Nicholas James FASS, Open University

Peter Lipman Fellow, Cabot Institut für Umwelt, Universität Bristol

Ed Lord Ph.D., RMN, RCBC Wales, Fellow, Swansea Universität

Rachel Lunnon PhD (mathematische Logik), Software-Ingenieurin

Dr. Michael McEachrane, University College London; Gastwissenschaftler am Raoul Wallenberg Institute of Human Rights and Humanitarian Law (Lund)

Dr. Kate McMillan, King’s College, London, Deutschland

Dr. Gerry Mooney, Open University in Schottland

Dr. Calum Neill, Associate Professor für Psychoanalyse & Kulturtheorie, Edinburgh Napier University

Dr. Eva Novotny, im Ruhestand, University of Cambridge

Dr. Christine Parkinson, Biologin im Ruhestand, Wissenschaftlerin für globale Verantwortung

Dr. Volker Patent, CPsychol, Dozent und Coach

Dr. Gerald Power PhD, Unternehmensberater

Dr. Gillian Proctor CPsychol., Programmleiter, MA in Beratung und Psychotherapie, University of Leeds

Dr. Jay Watts, Beratender klinischer Psychologe

Dr. David Whitebread, Senior Member im Ruhestand, Homerton College, Cambridge