„Wir könnten so viel von der Natur lernen, stattdessen versuchen wir, sie zu bezwingen. Das Ergebnis: die natürliche Vielfalt zerfällt. Die Würde der Natur gehört ins Grundgesetz – jetzt.“ So Harald Lesch.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Den Satz können wir schon nicht mehr hören, denn unser – allseits weitgehend akzeptierter – ganz normaler Alltag überzieht ihn mit Spott und Hohn. Beispielsweise endet die Würde des Menschen an den Türen der meisten Pflegeheime an den meisten Tagen des Jahres. Oder an den Gefängnistüren von Julian Assange und Millionen anderer Gefangener. Aber das ist hier nicht Thema.
Der Natur Würde zuzugestehen – das ist eine starke Forderung. Man könnte auch sagen: ein starkes Stück. Denn schon den Satz zu Ende zu denken, verursacht mir existenzielle Verunsicherung. Wie geht es erst Mitmenschen, für die die Natur bestenfalls eine kostenlose oder billige Ressource ist? Weiterlesen

Die im Juni veröffentlichte neue Studie »Naturbewusstsein« des Bundesamts für Naturschutz (BfN) bringt eine gute Nachricht: Für zwei Drittel der Bevölkerung ist die Identität als Menschheit im Wesentlichen durch die Natur der Erde geprägt. Und vier von fünf Befragten sind zuversichtlich, dass »wir als Menschheit etwas für den Schutz der Natur auf der Erde erreichen können«. Doch braucht es, auch das zeigt die Studie, neue und zeitgemäße Formen des ökologischen Engagments, um das so erdverbundene Selbstverständnis der Bevölkerung im Dienste der Natur auf breiterer Basis wirksam werden zu lassen. Die ERDFEST-Initiative ist ein wesentlicher Baustein in der Strategie des BfN, solche neuen Erfahrungs- und Wirkungsfelder zu erproben.


Die Bundesregierung muss unverzüglich Anreize für die Vermeidung von Plastik schaffen, wenn sie glaubhaft für die Rettung der Ozeane und Reinhaltung von Trinkwasser und Böden und eintreten will.

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Der Rückgang der Bienen-, Vogel- und Insektenarten ist eine ökologische Katastrophe

Es wird immer offensichtlicher, welchen Verbrechens an Menschheit, Natur und Erde sich die industrielle Landwirtschaft schuldig macht. Die Folgen des Einsatzes ihrer Giftcocktails haben Ausmaße angenommen, die nicht länger hingenommen werden können. Landwirte und Bauern, die bis dato dieser Lobby dienen, brauchen dringend Inspirationen und Unterstützung für die Umstellung ihrer Betriebe auf eine naturfreundliche und lebensfördernde Landwirtschaft. Doch die Verantwortung für die Zerstörung der Natur durch Pflanzen- und Insektenschutzmittel sowie eine dramatische Bodenerosion tragen wir alle. Wenn nicht jede und jeder bei sich daheim beginnt, eine respektvolle Einstellung zu Natur und Lebewesen an den Tag zu legen, wird das Artensterben und der Rückgang der Tierpopulationen eine ernsthafte Bedrohung für viele Lebensräume. Ohne Insekten und Vögel wird die Erde unfruchtbar.


Es vollzieht sich eine ökologische Katastrophe

Schon etliche Jahre wissen wir um die Gefahr für die Bienenvölker. Und nicht nur für sie. Gleichermaßen betroffen von einer naturzerstörenden Landwirtschaft sind Schmetterlinge und andere Insekten, aber auch Vögel. Schon 2003 warnte das World Watch Institut, in diesem Jahrhundert würden vermutlich 12 Prozent aller Vogelarten aussterben. Aber der Artenschwund vollzieht sich weitaus schneller. Weiterlesen