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Die „Goldene Kamera“ ist die „Hörzu“ der Medienschaffenden. Der Aufmerksamkeitswert ist enorm. Die Sendung vom 30. März – zur besten ZDF-Zeit 20.15 Uhr – erreichte 2,36 Millionen Zuschauer, 460.000 davon im Alter zwischen 14 und 49 Jahren. Das Besondere an der Sendung: Greta Thunberg erhielt den Sonderpreis in der Kategorie Klimaschutz. Noch besonderer war aber, dass bei der Überreichung eine Woge der Begeisterung Hunderte von Promis erfasste und sie Greta Standing Ovations entgegenbrachten.

Greta wäre nicht Greta, wenn sie nicht die Gunst der Stunde genutzt hätte. Sie hielt sich nicht mit Blabla auf, sondern widmete ihren Preis sofort den Klimaschutz-Aktivist*innen des Hambacher Forsts.

In ihrer folgenden kleinen Rede appellierte sie an die Promis: „Wir leben in einer seltsamen Welt … in der Politiker sagen, es ist zu teuer, die Welt zu retten, während sie Milliarden von Euros darauf verwenden, fossile Energieträger zu subventionieren … sich mehr Menschen Gedanken darüber machen, dass Schüler zur Schule gehen als über die Zukunft der Menschheit … eine Welt, in der ein Fußballspiel oder eine Mediengala mehr Aufmerksamkeit bekommt als die größte Krise, in der sich die Menschheit je befand … Den katastrophalen Klimazusammenbruch zu vermeiden scheint unmöglich. Aber genau das müssen wir tun. Und jetzt kommt die Wahrheit: Wir schaffen das nicht ohne Sie hier heute im Publikum … Ihr habt Einfluss auf Milliarden von Menschen … Ihr könnte Eure Stimme erheben, um Bewusstsein zu schaffen für diese globale Krise. Ihr könnte dazu beitragen, dass aus Einzelpersonen ganze Bewegungen werden … Das ist die Welt, die meiner Generation bleibt, die einzige, die wir haben. Wir stehen an einem Scheideweg der Geschichte; wir sind dabei zu versagen, aber noch haben wir nicht versagt. Wir können es noch schaffen. Es liegt ganz bei uns. Vielen Dank.“

Danach erneut Standing Ovations. Wollen wir hoffen, dass die nicht nur aus reinem Gruppendruck heraus erfolgten; und wollen wir hoffen, dass Greta zwei oder drei von den Hunderten motivieren konnte, ihr Gewicht auf die Waage zu legen.

An so einem Tag freue ich mich über so bizarre Veranstaltungen wie die Goldene Kamera. Die dahinterstehende Funke Mediengruppe betreibt mit ihren Zeitschriften Gong, Bild+Funk, Hörzu, Bild der Frau, TVdirekt, Die Aktuelle, Das Goldene Blatt, Echo der Frau und Frau im Spiegel letztlich nichts weniger als Gehirn-Weichspülung fürs System. Dabei geht es grundsätzlich weder um Ethik noch Moral, sondern um Rendite. Und wenn der Auftritt einer Greta Thunberg Einschaltquoten bringt, dann darf auch die mal auf die Bühne. Gut, dass Greta nicht abgesagt, sondern ihre Chance genutzt hat. Zugetraut hätte ich’s ihr.

Ein wirklich interessantes und ausführliches Interview von Anne Will mit Greta findet Ihr HIER.

Fotos:
Greta : Attribution-ShareAlike 4.0 International / Autor: Andreas Hellberg
Goldene Kamera: Attribution-ShareAlike 3.0 Unported /Autor: HBR

Und die Hoffnung, dass er noch so lange bleibt, bis die Zukunft eine Chance erhält.
Das tut sie aber nur, wenn die Parteiführer um ihre Stimmen zittern
(WANN besinnt sich endlich die SPD vorwärts?!)
und die Lobbyisten sich mit dem neuen Wind drehen.

Der Aufstandstext

„Wir sind die Jugend von heute und die Gesellschaft von morgen.
Und wir werden morgen die Konsequenzen tragen, für das, was ihr heute entscheidet.
Wir sind Entwicklung, und wir werden nicht bis morgen warten, dass unsere Stimme gehört wird.
Deswegen, stehen wir heute auf.
Das ist der Aufstand der Jugend!
Wir werden solange rufen, bis man uns hört.
Heute, auf den Straßen und Plätzen, Morgen, in den Ministerien und in den Herzen der Menschen.
Die Zeit ist gekommen, dass die Jugend von heute mitentscheidet über das, was morgen gilt.
Was wir heute fordern, ist der Austausch zwischen den Generationen
und gemeinsame Verantwortung auf dem Weg Richtung Morgen.
Wir bauen uns eine Welt, in der viele möglich sind,
die oberste Prämisse, ist das glückliche Kind.
Viva la Krevolution!

Musik: Actio Grenzgänger Text: Courtier Videoproduktion: Kemperly Film Produktion Buch und Regie: Simon Marian Hoffmann Produktion: Ansgar Wörner Unterstützt durch Jugendstiftung BW und Fonds Sozio Kultur e. V.

Super Inspiration für alle, die aktiv werden wollen oder bereits aktiv sind!

Wohin bewegen wir uns? Gibt es noch eine Chance zur Umkehr? Manche meinen: Alles gut, reine Panikmache. Andere – die meisten – sagen: „‚Ach, was soll’s. Mein Leben ist so stressig, dass ich mich nicht dauernd mit diesen bedrohlichen Gedanken abgeben will.“ Was nichts daran ändert, dass die Frage als störendes Hintergrundrauschen erhalten bleibt und ein Potenzial von Ratlosigkeit erzeugt – oder Wut gegen die Ökos, die einem das Leben vermiesen.

Alles verständlich. Aber am bedrohlichsten ist nun mal, Weiterlesen

Verschwörungstheorien und Menschenwürde stehen in einem inneren Widerspruch, leben sie doch meist von der verallgemeindernden Verunglimpfung und Trennung der Menschen: Dort sind die Bösen, hier, in unserem Lager die Guten. Leider erweist sich nicht jede Verschwörungstheorie als falsch. Dass sich etwa die Aussage bewahrheiten könnte, der Kriegsanlass für den US-Angriffs auf den Irak sei erstunken und erlogen, hatte eine kurze Weile kaum jemand für möglich gehalten. Und als Verschwörungstheorie abgetan. Heute wissen wir es besser. Besser wissen wir inzwischen aber auch, dass die wirkmächtigste und tödlichste aller Verschwörungstheorien eine infame und gezielt in die Welt gesetzte Lüge war: die Mär von der jüdischen Weltverschwörung.

Wer es mit ihren Verfechtern zu tun hat, der erhält aus folgendem Buch des Berliner Antisemitismusforschers Prof. Wolfgang Benz alle nötigen Gegenargumente: „Die Protokolle der Weisen von Zion. Die Legende von der jüdischen Weltverschwörung.“

… 8 Minuten, die man sich als wöchentliche Medizin einflößen könnte
(oder, abhängig von Grad der persönlichen Hoffnungslosigkeit, auch bis zu einmal täglich).
Zu Risiken und Nebenwirkungen frage Deinen Freundeskreis und die herrschende Kaste.

Mich persönlich stört die monotone Hintergrundmusik, aber die lässt sich ja abschalten:

 

Greta hat noch eins draufgelegt:

Ach ja, mein erster Gedanke ist: Wie fantastisch, diese Rede der 15-jähigen Greta Thunberg.
Und dann stolpert der zweite Gedanke eilends hinterher: Aber das wird alles nichts nützen, was hat sie für eine Chance gegen die Multis dieser Welt, gegen die Bayers, die schnell mal für ein paar Milliarden Monsanto aufkaufen, auf dass der Tod erneut ein „Meister aus Deutschland“ werde. Weiterlesen

Interdisziplinäre (Change)Maker* treffen sich Pfingsten zu einem dreitägigen ZukunftsLabor. Die Akteure des gesellschaftlichen Wandels vergleichen ihre Positionen, Ideen und Praktiken, um ein l(i)ebenswertes Zukunftsbild zu entwickeln. Arbeitsteilig kooperativ kann diese Zukunft gelingen und gemeinsam vor Ort gefeiert werden.

*makers4humanity (m4h) sind Macher*innen, die gemeinwohlorientiert an Teillösungen für ein dauerhaft gutes Leben auf dem Planeten arbeiten und ihre Lösungen teilen, um die Vision gemeinsam zu realisieren.

Das makers4humanity-Lab (m4h-Lab) ist ein Treffen der Akteure und Freunde des Wandelbündnisses, ein jährlicher Meilenstein, damit sie einander unter dem Aspekt des „Tuns“ physisch treffen, austauschen und kennenlernen können. Vor Ort werden Wandelallianzen geschmiedet, IT-Plattformen gebildet, gemeinsame Nutzen ausgelotet und Kulturtechniken live erprobt. Weiterlesen

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: So kann es nicht weitergehen. Die Meeresspiegel steigen, und die Angstspiegel steigen.

Aus aller Welt flüchten Menschen in Länder, in denen sie hoffentlich überleben können. Und aus dem CDU-CSU-SPD-Mainstream fliehen Menschen in zwei Richtungen: in Gedankenwelten, die nicht rund, sondern rechteckig sind und wo Sicherheit durch Schwarz-Weiß-Denken geboten wird; und in Geisteswelten, wo man weiß, dass man neuen Herausforderungen der Zeit nicht mit alten Rezepten begegnen kann. Wo man weiß: eine große sozial-ökologische Wende steht an; nicht nur hier bei uns, sondern tatsächlich auf globaler Ebene. Und wir alle wollen das Unsere dazutun, dass sie geschehen kann.

Dazu gehört auch, das Angst-Gedankengut der – kein Wunder – erstarkenden politischen Rechten letztlich überflüssig zu machen. Solidarität ist eine unglaublich schöne, menschliche, vermutlich sogar genetisch verankerte Fähigkeit, die mit nationalem Denken nichts zu tun hat. Und Solidarität für Menschen, denen es nicht gut bzw. denen es schlecht geht, ist unsere Aufgabe. Dazu gehören übrigens auch viele Menschen in Deutschland, die von den Altparteien als quasi politischer Abfall behandelt wurden.

Heinz Ratz, bekannter Liedermacher mit einem großen Herzen für menschliche Nöte, hat kürzlich eine Kampagne gestartet, die wir gerne unterstützen wollen: 1 Million gegen Rechts. Und damit ist nicht gemeint „gegen Menschen“, sondern gegen ein Denken, das die Probleme auf unserem Planeten weiter verschärfen wird.

Großes Aufatmen. Unsere Unterstützer/innen-Seite funktioniert endlich wieder – nach einem halben Jahr, ein typisches Ergebnis von Geldknappheit. Sinn der Seite: Dass Ihr bekunden könnt, dass Ihr es gut findet, die Akteure der Wandelbewegung sichtbar zu machen: sowohl Menschen wie Gruppen. Dazu braucht es wenig. Einfach das kleine Formular ausfüllen, einen kleinen Spruch einfügen, der Euch gefällt oder Euch beeindruckt hat, und ein Bild von Euch hochladen. Wenn ihr letzteres nicht wollt, dann bekommt Ihr einen tollen Ersatz, nämlich eine kleine grüne Giraffe.
Also los jetzt!

Ein guter Tag für die Wandelbewegung: Wir hatten eine Anfrage von der „Akademie Solidarische Ökonomie„, ob wir sie in die Liste der Wandelorganisationen aufnehmen könnten. Also schaute ich mir deren Seite gründlich an und war begeistert. Und das Besondere an dieser Organisation: A) Die Akademie ist nicht neu, sondern das Ergebnis eines über zehnjährigen Arbeitsprozesses und B) sie setzt sich – überwiegend – zusammen aus engagierten Christinnen und Christen, die sich häufig aus der langjährigen Arbeit im Ökumenischen Netz kennen. Unabhängig vom persönlichen Glauben wollen sie sich mit allen Gruppen vernetzen, die auf ihre Weise „dem Dogma der Alternativlosigkeit kapitalistischer Wirtschaftsweise entgegentreten“. Logisch, dass wir sie in unsere Liste der Wandelorganisationen aufgenommen haben und dass wir für eine weitere Zusammenarbeit in Verbindung bleiben.