Schlagwortarchiv für: Erde

„Die  Große Transformation  beschreibt einen massiven
ökologischen, technologischen, ökonomischen, institutionellen
und kulturellen Umbruchprozess zu  Beginn des 21. Jahrhunderts.“
Uwe Schneidewind in
„Die Große Transformation – Eine Einführung in die Kunst
des gesellschaftlichen Wandels“

Ich fürchte, dass die folgenden Gedanken vielen Menschen Angst machen werden. Aber wir kommen nicht darum herum, sie zu denken, zu fühlen, zu spüren und in die Tat umzusetzen. Bobby Langer

Von unserem Verhalten in den nächsten Jahrzehnten hängt die Zukunft des planetaren Ökosystems ab. Was ansteht, ist der Schritt aus der Pubertät der Menschheit hin zu ihrem Erwachsenwerden: der Große Wandel. Der pubertäre Mensch denkt an sich, der erwachsen werdende Mensch übernimmt Verantwortung für die Weltgemeinschaft aller Lebewesen und für den Planeten. Und er weiß um sein Eingebettetsein. Weiterlesen

In meinen Kreisen sagt man ja gerne: „Man sollte nicht bewerten.“ Ich tu’s jetzt aber doch. Und zwar so: Es gibt dumme und es gibt kluge Bakterien. Wie komme ich zu dieser Aussage? In meinem Darm leben Milchsäurebakterien. Sie sorgen unter anderem dafür, dass ich gesund bleibe. Damit sorgen sie aber auch dafür, dass ihre Welt – mein Darm – erhalten bleibt und es ihnen gutgeht, solange ich lebe. Das ist klug. Ihnen gegenüber stehen zum Beispiel so dumme Bakterien wie die Cholerabakterien. Weiterlesen

Die im Juni veröffentlichte neue Studie »Naturbewusstsein« des Bundesamts für Naturschutz (BfN) bringt eine gute Nachricht: Für zwei Drittel der Bevölkerung ist die Identität als Menschheit im Wesentlichen durch die Natur der Erde geprägt. Und vier von fünf Befragten sind zuversichtlich, dass »wir als Menschheit etwas für den Schutz der Natur auf der Erde erreichen können«. Doch braucht es, auch das zeigt die Studie, neue und zeitgemäße Formen des ökologischen Engagments, um das so erdverbundene Selbstverständnis der Bevölkerung im Dienste der Natur auf breiterer Basis wirksam werden zu lassen. Die ERDFEST-Initiative ist ein wesentlicher Baustein in der Strategie des BfN, solche neuen Erfahrungs- und Wirkungsfelder zu erproben.

Alander hat sich die Mühe gemacht, die Interviews auf unserer Seite Dokument für Dokument durchzuschauen und die Kerngedanken daraus zu destillieren. Entstanden ist dabei ein großartiges und inspirierendes Dokument des neuen Denkens. Wer auch immer an einer guten Zukunft für diese Welt arbeitet, wird sich freuen, diesen Text zu lesen: „Wer & was ist die Wandelbewegung?“

Gleichzeitig seid ihr aufgefordert, selbst unsere vier Fragen zu beantworten und – mit einem Foto von euch – an info@oekoligenta.de zu schicken. Dann werden wir auch Euer Interview online stellen.

Mutterliebe bzw. die Liebe und Zuwendung einer Bezugsperson stellt zweifellos eine Säule unserer Liebesfähigkeit dar. An die zweite „Säule“ denken wir nur selten. Nicht einmal in der Wandelbewegung.

Liebe auf dem Mutterplaneten

Wir werden also geboren. Neun Monate wurden unsere Sinne optimiert und unser Gehirn ist voller Erwartung auf die Fülle des Neuen, das ihm nach dem „Planeten Mutter“ seit Jahrtausenden auf dem „Planeten Erde“ geboten wird. Und da sind sie: die zärtlichen Stimmen meiner Mutter, meines Vaters, meiner Großmutter, meines Großvaters, meiner Verwandten, meines Stammes. Sie alle nehmen mich in den Arm, liebkosen mich, geben wir die erste Sicherheit, gut und richtig angekommen zu sein, nicht den Planeten verfehlt zu haben. Und in Augenblicken der Stille höre ich den Bach rauschen, den Wind in den Bäumen flüstern, das Kochgeschirr aus der Küche, den Atem meiner Mutter, die mich auf ihrem Rücken trägt, das aufgeregte Fiepen und Bellen der Hunde; Vögel zwitschern und Schmetterlinge und Sonnenstrahlen tanzen auf meiner Haut. Und immer wieder und wieder der Urquell meiner Lust: die Brust meiner Mutter.

Fachleute statt Liebe

Wir merken schon: An dieser Schilderung stimt etwas nicht. Weiterlesen

Warum haben sich die meisten Sklaven auf den Baumwoll- und Tabakplantagen nicht gewehrt? Warum konnten wenige Nazischergen ein Lager mit Hunderten von Menschen kontrollieren? Warum wehren wir uns gegen ein System, von dem viele von uns wissen, dass es unsere Lebensgrundlagen zerstört, nur so lässig, wenn überhaupt??? Vor allem letzteres ist die entscheidende, vielleicht die Überlebensfrage des 21. Jahrhunderts. Peter Zettel hat eine Idee, woran das liegen könnte.

Aber gilt das auch umgekehrt?

Ein Satz von Adorno, der mich seit geraumer Zeit umtreibt. Ich beispielsweise lebe in der BRD, in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem, bin Rentner, meine Frau arbeitet in einem Pharmaunternehmen, ich fahre Motorrad und privat nutzen wir ihren Dienstwagen. Wir wohnen in einem kleinen Reihenhaus, gemietet, haben hier auf dem Gelände Freunde gefunden und sind sozial recht gut vernetzt.

Also alles auf Grün? Lese ich Adornos Satz, dann kommt als Antwort auf diese Frage ein klares Nein. Weiterlesen