time for change

Hunderttausende von Menschen arbeiten weltweit an einer neuen Aufklärung, die alles Handeln dem Primat des Planeten Erde unterstellt.

Von Bobby Langer

Ich bin erkältet. Banal, es ist der 18. Februar 2018, es hat minus 4 °C. Da darf man ruhig mal erkältet sein. Wenn ich huste, quietscht die Lunge ein wenig und irgend etwas schmerzt zwischen Brustbein und Kehlkopf. Wie unangenehm, wie lästig. Und doch: Nächste Woche um diese Zeit werde ich wieder gesund sein. Hoffnung ist doch etwas Feines.

Vom Elfenbeinthron geschubst

Erkältet kommt von dem Kältegefühl, das sich bei einer Erkältung vermehrt einstellt. Auch meine Seele und mein Geist sind erkältet, schon lange, mindestens seit 1972. Damals stand ich kurz vor dem Abi. Der Club of Rome hatte die „Grenzen des Wachstums“ in St. Gallen vorgestellt und meinen akademisch justierten Pennälergeist von seinem Elfenbeinthron geschubst. Weiterlesen

„Es gibt nur ein Sein.“ Der hochtheoretische Satz könnte bei rein naturwissenschaflich argumentierenden Physikern ebenso auf Zustimmung stoßen wie bei Menschen mystischer Grundierung. In der relevanten Lebenspraxis sieht das freilich anders aus. Da erlebe ich Trennung, wohin ich blicke. Menschen, die sich beispielsweise dem revolutionären Teil der Gesellschaft zurechnen, lächeln oftmals höhnisch über die Spiris, die eine innere Revolution vorantreiben. Und sehr wohl vorstellbar, dass beide über die Ökos lächeln, die noch nicht gecheckt haben, dass es ohne Revolution, ob nun innen oder außen, nicht weitergeht.

Doch gerade dieses besserwisserische Lächeln ist der Grund, weshalb es tatsächlich so schmerzlich langsam vorangeht. Mit jedem Lächeln, mit jedem Quäntchen Hohn dienen wir der lebensfeindlichen Seite oder richtiger: der Seite, die den Bedürfnissen des Lebens – jenseits ihrer Egoperspektive – gleichgültig gegenübersteht, solange das eigene (Macht- oder Geld-)Konto wächst. Diese lebensferne Seite unserer Welt hat sich über Jahrhunderte bestens organisiert und räumt den Planeten ab, solange es noch etwas abzuräumen gibt. Weiterlesen

https://progressivekoalition.de/news/wir-schreiben-den-progressiven-koalitionsvertrag

Man muss schon ein Optimist sein, um angesichts des drohenden Unheils nicht die Flinte ins Korn zu werfen und wie so viele zu sagen: Man kann sowieso nichts mehr tun, Also hole ich für mich so viel raus wie möglich. Folgende kleine Geschichte, die ich auf bessereweltlinks.de gefunden habe, macht Mut:

Die Fabel von der Schneeflocke

„Sag mir, was wiegt eine Schneeflocke“, fragte die Tannenmeise die Wildtaube. „Nicht mehr als ein Nichts“, gab sie zur Antwort. „Dann muss ich dir eine wunderbare Geschichte erzählen“, sagte die Meise.

„Ich saß auf dem Ast einer Fichte, dicht am Stamm, als es zu schneien anfing; nicht etwa heftig im Sturmgebraus, nein, wie im Traum, lautlos und ohne Schwere.

Da nichts Besseres zu tun war, zählte ich die Schneeflocken, die auf die Zweige und auf die Nadeln des Astes fielen und darauf hängenblieben. Genau dreimillionensiebenhunderteinundvierzigtausendneunhundertzweiundfünfzig waren es. Und als die dreimillionensiebenhunderteinundvierzigtausendneunhundertdreiundfünfzigste Flocke niederfiel, nicht mehr als ein Nichts, brach der Ast ab.“

Damit flog die Meise davon.

Die Taube, seit Noahs Zeiten eine Spezialistin in dieser Frage, sagte zu sich nach kurzem Nachdenken: „Vielleicht fehlt nur noch eines einzelnen Menschen Stimme zum Frieden der Welt.“

Was für ein Lied. Was für ein Abgesang …

Volle Fahrt voraus, und Kurs aufs Riff …

Willst du dich committen?! Das neudeutsche Wort ist unter junge Leuten oft zu hören. Commitment wird ganz großgeschrieben; zu Recht, meine ich, denn dahinter steht die Art und Weise, wie wir mit dem Leben, auch dem unseren, umgehen. Commitment für die Erde, für die Zukunft unserer Kinder, für das Leben – ist das zu viel verlangt? Commitment bedeutet, eine Sache oder einen Menschen wirklich ernstnehmen. Commitment ist das, was wir meinen, wenn wir zu einem Menschen sagen: „Ich will mein Leben mit Dir verbringen.“ OHO! Wir sagen eben nicht: „Ich möchte vielleicht irgendwann mal mein Leben irgendwie mit Dir verbringen.“

Ist schon klar, dass so eine Selbstverpflichtung Angst macht und wir sie gerne ins Beliebige, ins Lauwarme runterregeln möchten. Aber Weiterlesen