Von Raimar Ocken

Meiner Vorstellung nach sind wir Menschen Teile eines großen Ganzen. Ich gehe davon aus, dass ich nicht alleine so denke. Es gibt etliche: Hoffende, Träumer und Aktivisten, die sich eine bessere, eine menschlich-friedlichere und liebevollere Zukunft wünschen. Visionen gibt es, wie auch Versuche und Ansätze, es besser zu machen als es allgemein üblich ist. Was kann entstehen, was wird entstehen?

Wenn wir davon ausgehen, dass die vorhandene Energie nicht mehr und nicht weniger wird, dann ist es sinnvoll bis notwendig, darauf zu achten, wo wir etwas wegnehmen oder hinzufügen. Denn ein Zuviel kann ebenso schaden wie ein Zuwenig. Wenn an einem Punkt Zufluss ist, ist an einem anderen Abfluss.

Wenn wir mehr Lebensfreude, Schönheit, Gesundheit und Friedlichkeit erzeugen, wo ist denn dann der Abfluss? Abfluss bedeutet in diesem Zusammenhang: Was sind wir bereit zu opfern (loszulassen), um unsere Ziele zu erreichen? Opfern bedeutet allerdings nicht, etwas zu schenken, was wir nicht mehr benötigen. Überschuss verteilen ist nicht opfern. Es geht um Beziehungen, Ideen, Gegenstände, Vermögen, die wir eigentlich noch gebrauchen (könnten).

Was sind wir bereit, zu geben?

2 Kommentare
  1. Peter Zettel sagte:

    Ich frage mich gerade, warum von “Opfern” die Rede ist. Opfern bedeutet doch “zugunsten eines andern, einer Sache etwas Wertvolles hingeben, wenn es auch nicht leichtfällt”.

    Ich opfere doch nichts, wenn ich meine eigene Haut rette.

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    • Raimar Ocken sagte:

      Den ersten Satz verstehe ich und kann dazu ergänzen: Je größer das Opfer, desto größer die positive Wirkung. Wobei es nicht (unbedingt) um Gegenstände (Geld oder andere Wertsachen) geht. Wir können zum Beispiel auch (nichtmateriell) opfern indem wir den Partner oder die Partnerin verlassen und ins “Kloster” gehen, um näher zu “Gott” kommen zu können..
      Deinen zweiten Satz habe ich vielleicht nicht richtig verstanden. Es geht nicht ums Retten, sondern ums Verbessern.

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