Schlagwortarchiv für: Gesundheit

Kopflastig: Sauerkraut

Bakterien finden „sauer“ gar nicht lustig

Sauerkraut ist aus angelsächsischer Sicht deutsches Kulturgut und heißt deshalb auf Englisch „the sauerkraut“. Im Lande der „Krauts“ bringt man Sauerkraut meist mit viel Fett und Würsten in Verbindung, der französische Elsässer denkt bei Choucroute auch an eine weit elegantere und feinere Variante: Sauerkraut mit Fisch und Buttersauce.

Tatsächlich ist Sauerkraut ursprünglich auch eher etwas Romanisches als Germanisches. Jedenfalls konservierten die Römer schon vor 2.000 Jahren ihren Kohl in Salzlake, von den Slawen und Orientalen wird solches ebenfalls berichtet, von den alten Germanen nicht.

Bluff statt Sauerkraut

Uns Heutigen kann das letztlich egal sein. Noch immer machen wir unserem britischen Spitznamen als „Krauts“ alle Ehre und verschlingen pro Kopf durchschnittlich zwei Kilo Sauerkraut, also jedes Jahr ungefähr 160 Millionen Dosen. Sauerkraut entsteht, indem man zunächst die Weiterlesen

Hafer – ein Getreide wie gemalt

Hafer bereichert die Küche und gehört zu einer vollwertigen Ernährung

Bei Pferdehaltern genießt Hafer nicht unbedingt den besten Ruf. Das Getreide bringt dem Tier so viel Energie, dass es rappelig wird, wenn es sie nicht abarbeiten kann. Dann „sticht es der Hafer“. Auf Menschen trifft das nicht zu; sie können die Haferenergie gut brauchen. Hafer gehörte zur Küche der Germanen. Im Schwarzmeergebiet wurde er schon 5.000 Jahre vor Christus angebaut, in Mitteleuropa seit der Bronzezeit. In unseren Breiten war er bis ins 19. Jahrhundert hinein ein Grundnahrungsmittel.

Die Finnen: Europameister im Haferessen

Für die traditionelle Grundhaltung der britischen Army ist er das noch immer. Porridge, der berühmt-berüchtigte englische Haferbrei, in dem der Löffel steht, gehört zur Morgenkost der Elitesoldaten des einstigen Imperiums. Ansonsten hat die gute alte Hafergrütze, wie sie früher bei uns hieß, ziemlich ausgedient. Weiterlesen

Von Raimar Ocken

Gesundheit und Krankheit sind komplexe Geschehnisse. Da wir keine Maschinen sind, ist es in der Regel notwendig, vor der Behandlung genau herauszufinden, welche Ursache bewirkt, dass sich ein Mensch nicht wohlfühlt, oder woran er leidet. Zum Beispiel zu sagen: „Rauchen tötet, hör auf zu rauchen, dann bleibst du gesund“, ist kurzsichtig und führt nicht wirklich zum Erfolg, sondern eventuell zu einer Problemverschiebung und dem Auftreten eines anderen Symptoms oder einer anderen Krankheit, soweit überhaupt Symptome oder Krankheit vorliegen.
Viele Krankheiten entstehen aufgrund eines Konflikts bzw. sind Ausdruck eines Konflikts innerhalb einer Person, andere wiederum stehen in Wechselwirkung zur belebten Mitwelt (Mensch, Tier, Pflanze) oder zur toten Materie. So kann ein ungelöstes Problem zwischen zwei Personen auf Dauer dazu führen, dass eine von ihnen krank wird oder verunglückt oder gar beide. Auch ist es zum Beispiel von Bedeutung, wie und wo wir leben. Eine schlechte Behausung beeinträchtigt ebenso unsere Lebensqualität wie Armut, Angst und Lieblosigkeit.

Da wir mit der Mitwelt (Umwelt) in Wechselwirkung stehen, verändert der Zustand der Mitwelt uns und wir sie. Ein Beispiel: Ein gesunder Mensch kümmert sich darum, dass „seine“ Mitwelt gesund bleibt bzw. wieder gesundet. Eine vermüllte oder vergiftete Mitwelt macht uns auf Dauer krank.

Merke: Vor jeder Behandlung steht eine ausführliche, tiefgreifende Ursachenfindung, in der der Mensch (das Lebewesen) in seiner Komplexität der Wechselwirkungen von Psyche (Gemüt), Soma (Körper) und Mitwelt (lebendige und nicht-lebendige Faktoren) gesehen und verstanden wird. Um ein aktuelles Beispiel zu nehmen: Wir werden nicht deshalb krank, weil Viren und/oder Bakterien mit uns in Kontakt kommen bzw. gekommen sind. Eine diesbezügliche (körperliche) Reaktion ist nicht zwingend Zeichen einer Krankheit, sondern in vielen Fällen „nur“ Ausdruck einer Schutzreaktion, die in der Regel ein bis zwei Wochen andauert.

von Raimar Ocken

Wenn wir Menschen auf die Welt kommen sind wir „unfertige Wesen“. Wir können uns nicht alleine am Leben erhalten, nicht fortbewegen und uns nicht schützen durch Flucht oder Kampf. Wir müssen Stand halten bis uns unsere Kräfte verlassen und sterben.

Letztlich sind es vier Grundbedürfnisse, die uns durch Leben führen und deren Qualität der Befriedigung die Qualität unseres Lebens ausmachen. Wir wollen … Ich schreibe hier „wollen“, weil es ein Grundbedürfnis gibt, das allen Lebewesen innewohnt: Wachstum. Es ist uns ein Bedürfnis zu wachsen.

Weiterlesen …