Mut zum Frieden

Man muss schon ein Optimist sein, um angesichts des drohenden Unheils nicht die Flinte ins Korn zu werfen und wie so viele zu sagen: Man kann sowieso nichts mehr tun, Also hole ich für mich so viel raus wie möglich. Folgende kleine Geschichte, die ich auf bessereweltlinks.de gefunden habe, macht Mut:

Die Fabel von der Schneeflocke

„Sag mir, was wiegt eine Schneeflocke“, fragte die Tannenmeise die Wildtaube. „Nicht mehr als ein Nichts“, gab sie zur Antwort. „Dann muss ich dir eine wunderbare Geschichte erzählen“, sagte die Meise.

„Ich saß auf dem Ast einer Fichte, dicht am Stamm, als es zu schneien anfing; nicht etwa heftig im Sturmgebraus, nein, wie im Traum, lautlos und ohne Schwere.

Da nichts Besseres zu tun war, zählte ich die Schneeflocken, die auf die Zweige und auf die Nadeln des Astes fielen und darauf hängenblieben. Genau dreimillionensiebenhunderteinundvierzigtausendneunhundertzweiundfünfzig waren es. Und als die dreimillionensiebenhunderteinundvierzigtausendneunhundertdreiundfünfzigste Flocke niederfiel, nicht mehr als ein Nichts, brach der Ast ab.“

Damit flog die Meise davon.

Die Taube, seit Noahs Zeiten eine Spezialistin in dieser Frage, sagte zu sich nach kurzem Nachdenken: „Vielleicht fehlt nur noch eines einzelnen Menschen Stimme zum Frieden der Welt.“

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