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Das ist ein Bewusstseinssprung: Junge Leute verstehen, dass die Vertreter des Systems, seien es Banker, Politiker oder Polizisten, auch dann Menschen bleiben, wenn sie ihr Amt ausüben und Demonstranten verhaften. „Extinction“ bedeutet in diesem Zusammenhang die Auslöschung eines Freund-Feind-Denkens. Dem Planeten feindlich sind nicht Menschen, sondern das System der industriellen Zivilisation und des eng damit verschränkten Kapitalismus – oder umgekehrt. Beide gehen achselzuckend über Leichen.

Wer sich für die Arbeit von und die evtl. Mitarbeit bei Extinction Rebellion Deutschland interessiert, findet HIER eine prima Kontaktmöglichkeit.

„Es gibt nur ein Sein.“ Der hochtheoretische Satz könnte bei rein naturwissenschaflich argumentierenden Physikern ebenso auf Zustimmung stoßen wie bei Menschen mystischer Grundierung. In der relevanten Lebenspraxis sieht das freilich anders aus. Da erlebe ich Trennung, wohin ich blicke. Menschen, die sich beispielsweise dem revolutionären Teil der Gesellschaft zurechnen, lächeln oftmals höhnisch über die Spiris, die eine innere Revolution vorantreiben. Und sehr wohl vorstellbar, dass beide über die Ökos lächeln, die noch nicht gecheckt haben, dass es ohne Revolution, ob nun innen oder außen, nicht weitergeht.

Doch gerade dieses besserwisserische Lächeln ist der Grund, weshalb es tatsächlich so schmerzlich langsam vorangeht. Mit jedem Lächeln, mit jedem Quäntchen Hohn dienen wir der lebensfeindlichen Seite oder richtiger: der Seite, die den Bedürfnissen des Lebens – jenseits ihrer Egoperspektive – gleichgültig gegenübersteht, solange das eigene (Macht- oder Geld-)Konto wächst. Diese lebensferne Seite unserer Welt hat sich über Jahrhunderte bestens organisiert und räumt den Planeten ab, solange es noch etwas abzuräumen gibt. Weiterlesen