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„Ich liebe Kinder. Es gibt kaum etwas Schöneres, als von einem Kind angelacht zu werden und dabei in seine Augen zu schauen, die verzaubern. Der fröhliche Gesichtsausdruck, sobald Kinder sich wohl fühlen, erinnert mich jedes Mal aufs Neue daran, mit welch wunderbarer Natur wir Menschen ausgestattet sind.
Kinder und Jugendliche sollten „der Spiegel“ einer aufrichtigen, menschlichen Gemeinschaft sein. Damit sie genau dazu heranwachsen, brauchen sie wahrhaftige Vorbilder, die ihnen jeden Tag aufs Neue wahre Menschlichkeit vorleben.
Kinder bedeuten Hoffnung und Leben!
Durch sie haben wir die Chance, Wahrheit als wichtigen Inhalt des Daseins zu begreifen. Dieses besondere Gut müssen wir den Kindern lassen, sodass sie mit zunehmender Reife die Wahrheit in die Welt hinaustragen – im Sinne einer gerechten und deutlich menschlicheren Zukunft.“

Aus dem Buch „Zukunft braucht Courage“ von Michael Johanni

von Michael Johanni

Vielerorts besteht in Menschen Verwirrung.
Sich wiederholende Gedanken lassen uns an der Menschheit,
auch an uns selbst zweifeln.

Wem kann ich noch glauben?
Alles dreht sich doch nur ums Geld.
Wo gibt es noch Menschlichkeit?
Was wird in der Zukunft auf mich zukommen? Weiterlesen

Folgenden Text schrieb mir Silke Soares David als Geburtstagsgeschenk. Was für eine originelle Idee!

Es gibt heute eine Wandelbewegung, es gibt die Pioniere des Wandels, Wandel-Lokale, doch was ist mit diesem „Wandel“ eigentlich gemeint?

Auch der Schwächste wird gesehen und gehört

Ich glaube, jeder versteht darunter etwas anderes. Ich möchte hier einmal deutlich machen, was ich darunter verstehe. Ich verstehe unter Wandel, dass sich etwas wandelt. Dass wir nicht so bleiben wie wir sind. Und das vor allen Dingen in der Begegnung mit anderen. Dass sich durch die Begegnung mit anderen irgendwas in uns verändert, manche sagen transformiert. Wandel kann dabei in vielfältiger Hinsicht geschehen. Er kann alle Bereiche betreffen. Er ist eigentlich grundlegend. So ist es für mich ein Zeichen des Wandels, wenn sich nicht mehr derjenige durchsetzt, der am lautesten schreien oder sich am besten durchsetzen kann, sondern dass alle gehört werden. Alle bis ins kleinste Glied hinein und bis zum Schwächsten hin. Und dass gerade der Schwächste unter allen Weiterlesen

„Wir könnten so viel von der Natur lernen, stattdessen versuchen wir, sie zu bezwingen. Das Ergebnis: die natürliche Vielfalt zerfällt. Die Würde der Natur gehört ins Grundgesetz – jetzt.“ So Harald Lesch.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Den Satz können wir schon nicht mehr hören, denn unser – allseits weitgehend akzeptierter – ganz normaler Alltag überzieht ihn mit Spott und Hohn. Beispielsweise endet die Würde des Menschen an den Türen der meisten Pflegeheime an den meisten Tagen des Jahres. Oder an den Gefängnistüren von Julian Assange und Millionen anderer Gefangener. Aber das ist hier nicht Thema.
Der Natur Würde zuzugestehen – das ist eine starke Forderung. Man könnte auch sagen: ein starkes Stück. Denn schon den Satz zu Ende zu denken, verursacht mir existenzielle Verunsicherung. Wie geht es erst Mitmenschen, für die die Natur bestenfalls eine kostenlose oder billige Ressource ist? Weiterlesen

Verschwörungstheorien und Menschenwürde stehen in einem inneren Widerspruch, leben sie doch meist von der verallgemeindernden Verunglimpfung und Trennung der Menschen: Dort sind die Bösen, hier, in unserem Lager die Guten. Leider erweist sich nicht jede Verschwörungstheorie als falsch. Dass sich etwa die Aussage bewahrheiten könnte, der Kriegsanlass für den US-Angriffs auf den Irak sei erstunken und erlogen, hatte eine kurze Weile kaum jemand für möglich gehalten. Und als Verschwörungstheorie abgetan. Heute wissen wir es besser. Besser wissen wir inzwischen aber auch, dass die wirkmächtigste und tödlichste aller Verschwörungstheorien eine infame und gezielt in die Welt gesetzte Lüge war: die Mär von der jüdischen Weltverschwörung.

Wer es mit ihren Verfechtern zu tun hat, der erhält aus folgendem Buch des Berliner Antisemitismusforschers Prof. Wolfgang Benz alle nötigen Gegenargumente: „Die Protokolle der Weisen von Zion. Die Legende von der jüdischen Weltverschwörung.“

Das schreibt Peter Zettel (dessen Blog ich sehr schätze). Auch bei ökoligenta spielt das Thema Würde eine große, wenn nicht gar die entscheidende Rolle. Warum? Weil Würde, wenn es sie denn überhaupt gibt, ein innewohnender Wert des Lebens ist. Er verbietet – jedenfalls in meiner Betrachtung – eine Skalierung. Man, etwas, kann nur Würde haben oder eben nicht. Inwieweit ein Kieselstein Würde innewohnt, kann ich nicht beurteilen. Darüber zu diskutieren wäre mal einen Abend wert. Auf jeden Fall aber wohnt allen Pflanzen und Tieren Würde inne. Weshalb wir uns ja auch mit dem Töten schwertun (jedenfalls könnte das ein Grund sein). Das wir beim Thema Würde bei uns selbst anfangen, wird spätestens dann klar, wenn wir uns überlegen, wo die Tötungshemmung am größten ist. Nach den Menschen sind das vor allem Tiere, die uns relativ ähnlich sind. Und je unähnlicher – Insekten zum Beispiel – desto schwerer fällt es uns. Nicht umsonst geht einem Massenmord in der Regel voraus, dass man den zu Ermordenden zunächst ihre Würde nimmt, etwa indem man ihnen tierisches Verhalten vorwirft.

Aber das ist eine andere Geschichte. Hier geht’s zu Peter Zettels Würdebeitrag.

Siehe dazu auch folgenden Satire-Beitrag.

… ist antastbar. So erscheint es mir beinahe täglich. Man stelle sich vor, es gäbe ein Gesetz, das vor allen anderen Gesetzen dieses bestimmte: nämlich „Grundlage JEDER politischen, ökonomischen und juristischen Entscheidung ist die Würde des Menschen“. Aber Träume beiseite: Unser Grundgesetz spiegelt definitiv nicht unsere Verfassungswirklichkeit wieder. Deshalb schlage ich vor, den Artikel 1 Absatz 1 Grundgesetz umzuschreiben und dazu folgende Petition im Bundestag einzubringen:

Der Satz „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“ möge umgeschrieben werden in „Die Würde des in Deutschland legal gemeldeten, weißhäutigen, gesunden, heterosexuellen, nicht vorbestraften, stabilen, wohlsituierten und arbeitstüchtigen Menschen unter 60 Jahren ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen behält sich die staatlichen Gewalt bis auf weiteres vor.“