media for future

Diese Seite – wie ökoligenta ja insgesamt – versteht sich als Solidarprojekt sowohl für die „Fridays for Future-Bewegung“ sowie die gesamte Wandelbewegung hin zu einer sozial-ökologischen Transformation.

Unter «media for future» findet Ihr Material, das Ihr für Eure Projekte nutzbringend verwenden oder einfach nur genießen könnt.

Material, das Ihr kostenlos und lizenzfrei verwenden könnt, das also quasi der Wandelbewegung „geschenkt“ wird, ist mit einem +++ gekennzeichnet.

Wir freuen uns über Medien- und Kulturschaffende, die der Wandelbewegung eins oder mehrere ihrer Werke lizenzfrei zur Verfügung stellen – als Geschenk an die Zukunft und zur Beschleunigung des sozial-ökologischen Wandels.

ein einprägsamer Demosong

ILLUSTRATIONEN

Hier sammeln wir copyrightfreie Comics, Grafiken, Plakate, Vignetten … von Euch für die Welt.


PLAKATE

Plakate von 350.org

green new deal arts

Klima-Streik-Kunst


SCHRIFTEN

Frei, fair und lebendig – Die Macht der Commons. Von Silke Helfrich und David Bollier [+++]

Dieses Buch soll Mut machen. Es vereint ein beziehungsreiches Denken mit einer neuen Art zu handeln. Das Ziel: eine freie, faire und lebendige Gesellschaft. Doch das Gewohnte hat sich tief eingegraben in unseren Köpfen, in unserem Alltag, in Markt und Staat.
Silke Helfrich und David Bollier legen überkommene Denkmuster frei und entwerfen ein Programm für ein gelingendes Miteinander, ein anderes Politikverständnis und ein sorgendes Wirtschaften. Im Mittelpunkt stehen dabei Commons-Praktiken. Sie zeigen, wie wir in Verschiedenheit gemeinsame Ziele verfolgen.

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Deep Adaptation (Tiefenanpassung): Ein Wegweiser, um uns durch die Klimakatastrophe zu führen (Prof. Jem Bendell )

Der Zweck dieses Konzeptpapiers ist es, Lesern die Möglichkeit zu geben, ihre Arbeit und ihr Leben angesichts eines unvermeidlichen, nahen, gesellschaftlichen Zusammenbruchs aufgrund des Klimawandels neu einzuschätzen


Die Welt der Commons. Muster gemeinsamen Handelns. Hrsg. Silke Helfrich, David Bollier und Heinrich-Böll-Stiftung [+++]

 

Die Logik des Kapitalismus heißt teilen. Nur teilen darin nicht die Menschen, sondern sie werden geteilt. Es ist daher problematisch, Commons in kapitalistischen Kategorien zu erklären. Wer die Welt der Commons betritt, begegnet einer anderen Logik, einer anderen Sprache und anderen Kategorien. Nach „Commons. Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat“ (2012) erkunden in diesem Band Autorinnen und Autoren aller Kontinente die anthropologischen Grundlagen der Commons und stellen sie zugleich als konkrete Utopien vor. Sie machen nachvollziehbar, dass alles Commons sein oder werden kann: durch Prozesse geteilter Verantwortung, in Laboratorien für Selbstorganisation und durch Freiheit in Verbundenheit.

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Protest und Selbstbeschreibung. Von Luca Tratschin [+++]

Wie entstehen und reproduzieren sich soziale Bewegungen? Was ist das Verhältnis sozialer Bewegungen zu anderen Typen sozialer Systeme wie z.B. Organisationen, dem Wirtschaftssystem oder der Gesellschaft? Luca Tratschin präsentiert eine kommunikationstheoretische Antwort auf diese Fragen und zeigt, wie soziale Bewegungen durch die kontingente Entdeckung von Gemeinsamkeiten vieler raum-zeitlich verankerter Protestkommunikationen entstehen können.

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Die Renaissance der Menschheit. Von Charles Eisenstein [+++]

Ökologische und spirituelle Bewegungen, wohltätige Spenden oder vernünftigeMülltrennung – reicht das aus, um unsere Welt zu retten? Nein, sagt CharlesEisenstein nach jahrzehntelanger Forschung im Bereich der ganzheitlichenWissenschaften, der gute Wille zählt allein nicht. Denn das Problem liegt in unsererSeparation von der Welt. Die einzige wirkliche Rettung ist, dass wir uns wieder als Einheit fühlen und ein ganzheitliches Menschenbild entwickeln. Ein faszinierendes Commitment an die Welt, das unser Denken und Handeln in der Welt von Grund auf verändern wird.Technische Innovationen, kulturelle Fortschritte und die Optimierung aller Lebensbereiche – haben wir die Weltdamit tatsächlich besser gemacht? Charles Eisensteins profunde Analyse aus über zehn Jahren Forschungsarbeit zu essenziellen Lebensbereichen wie Wissenschaft, Religion,Spiritualität, Technologie, Wirtschaft, Bildung u.v.m. zeigt, dass die Konsequenz unserer Selbstsucht uns und der Welt enorm schadet.

→ kostenlose Onlineausgabe


Die Welt reparieren. Open Source und Selbermachen als postkapitalistische Praxis. Hrsg. Andrea Baier, Tom Hansing, Christa Müller, Karin Werner [+++]

Weltweit entstehen immer mehr Initiativen des Selbermachens, in denen eine Vielfalt von Anliegen und Problemen kollektiv bearbeitet werden. In diesen – jenseits von Markt und Staat angesiedelten – kollaborativen Zusammenhängen wird ein basisdemokratisch orientiertes Verständnis von Zusammenleben und Urbanität erprobt und zugleich nach ökologisch und sozial sinnvollen Lösungen für grundlegende Formen der Versorgung mit Nahrungsmitteln, Energie sowie für alle zugängliche Technik gesucht. Dabei entstehen faszinierende neue Formen des gemeinsamen Produzierens, Reparierens und Tauschens von Dingen, die die industrielle Logik des 20. Jahrhunderts herausfordern und sogar auf den Kopf stellen.

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SONGS


Das Grundgesetz (ernst genommen)

Yael Deckelbaum – Prayer of the Mothers

AUSSTELLUNGEN


Carrot City / Die produktive Stadt

Brachflächen verwandeln sich in Gemeinschaftsgärten, auf Plätzen, Dächern und „Abstandsgrün“ wachsen Obst und Gemüse. In zahlreichen Städten leistet urbane Landwirtschaft bereits einen Beitrag zum Klimaschutz, sie fördert die Artenvielfalt, unterstützt die Selbstversorgung sowie die nachbarschaftliche Kommunikation und trägt zu einer partizipativen Stadtgestaltung bei.

Die Ausstellung besteht aus insgesamt 38 Postern auf Polypropylen-Folie auf Deutsch und Englisch.

Kostenlos gegen ca. 30 € Versandkosten.
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Wovon Menschen leben

Auch im 21. Jahrhundert leben Menschen von wesentlich mehr als der Markt zu bieten hat. Die Ausstellung zeigt anhand von Foto- und Textportraits, wie Menschen im Alltag Lebenssinn produzieren, ihre Sozialräume gestalten und sich für andere und die Natur engagieren.

Die Ausstellung besteht aus insgesamt 18 Tafeln à 78,5×67,5 cm sowie 5 Tafeln à 40×10,5 cm

Kostenlos gegen ca. 100 € Versandkosten.
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LYRIK


Hoffnung 2019 [+++]

Ohne die Liebe wäre alles nichts.
Aber alles ist doch nichts,
ein verzweifeltes Nichts gegen die Leere
und die sich selbst bedienenden Weihnachtsmänner,
die keine Kinder mehr brauchen,
sie haben ja Erwachsene genug.

Mit der Liebe würde aus dem Nichts alles.
Die Weihnachtsmänner würden sich in Männer verwandeln
und die Frisösen in Frisörinnen und Frauen
und die Kinder gingen um die Kindergärten herum
direkt in die Wälder und bauten Höhlen
in die grüne Stille.

Ohne die Liebe ist alles nichts.
Das Lächeln erstirbt der Welt auf den Lippen
und die Toten verwesen nicht mehr.
Die Lehrerinnen bilden kleine Soldatinnen aus,
die ihre Klassenkameraden erschießen
als Hausaufgabe.

Mit der Liebe wachsen den Dampfschiffen Segel.
Mit der Liebe haben wir keine Zeit für die Arbeit,
denn wir müssen einander umarmen, anstatt zu beten.
Mit der Liebe verbeugen wir uns vor Schlangen und Wölfen,
wir bekommen Muskelkater in der Wangenmuskulatur,
denn wir sind das viele Lachen nicht mehr gewohnt.

Mit der Liebe gehen wir singend.

bobby langer

FeBruAr [+++]

Wir haben Februar im April, | jeden Morgen Februar,
auch im August.
Die Zeit ist erfroren | und gewährt uns keine Gnade mehr.
Wir müssen leben,
als wollten wir das.
Jeden Morgen diese Qual | des Erwachens in die Kälte hinein
und in diese gnadenlose Zukunft.

Ich versuche ein Ja. | Ich versuche ja ein Ja.
Ich versuche ein Ja im Januar,
auf den Februar hoffend.
Wenigstens das.

bobby langer

heimwärts [+++]

Abwärts.
Ich verlasse das Haus.
Vorüber an Müsli und Rosen.
Ein letztes Brot in der Tasche,
kein Hut und unbedeckt.
Die Straße ist kinderlos,
der Himmel weiter als gestern
und tief und blau.

Ich bleibe in Bewegung.
Wie den Wolken und Schmetterlingen
ist mir Heimat das Heimatlose.
Ich gehe. Verharrend im Schritt
und wohnend im Vorwärts.

Es ist helllichte Nacht.
Die Stadt zieht vorbei.
Vierrädrige Karawane der Hoffnung.
Alle Ampeln auf Rot.
Alle Einkäufe gemacht,
alle Schlüssel in den Fluss geworfen.
Die Straßenlaternen flackern unentschieden.

Die Wälder warten.
Die Wiesen sind abgemäht,
die Ernten eingebracht.
Die Glocken haben ausgeläutet
und warten, gelähmt in den Türmen,
auf neue Musik.

Ich gehe fort.
Kein Abschied muss sein,
nur ein Lächeln zum Schluss
und ein ungemachtes Bett
hinter dem offenen Fenster.
Die Felder schweigen mir zu,
und eine Lerche singt mir
Sehnsucht und Stille entgegen.
Ich gehe, ich kehre zurück.
Ich gehe heim.

bobby langer

Atemlos Mensch [+++]

Nun eil ich atemlos und ruhig
zu dir hin
und bin doch lange schon
wie Sonnenschein im Blütengrund
die Erde und der Keim
in deinem Sinn.

Ich trinke dich, mein Fluss,
weil du aus mir
auch deinen Durst dir stillst
und du mich Mensch
in deinem Bett gern Flut sein lassen
und auch die Ebbe mit mir wagen willst.

bobby langer

Abends

Abends, wenn der Bambus | im Wind sich wiegt

und kein Winter die Sonne vertreibt

und die Sendemasten vergeblich | Schreckensnachrichten verbreiten.

Abends, wenn die Gelbfiebermücke | leben möchte wie wir

und die Tsetsefliege schwärmt

von deinem und meinem Blut,

stockt unser Atem einen Augenblick | und unser Geist läutet Alarm

über unserer schlagenden Hand.

Abends, wenn die Zukunft | zum Horizont sinkt für eine lange Nacht,

wissen wir doch alle ums Morgengrauen,

an dem wie alle Tage

der Bambus im Wind sich wiegt.

bobby langer

FOTOS