Warum wir fünf vor 12 beschwören müssen, obwohl es längst fünf nach zwölf ist.

Erstmals seit 66 Jahren gehe ich hoffnungslos in ein Jahr. Und das wird auch so bleiben, allenfalls wird es Steigerungsstufen der Hoffnungslosigkeit geben. Da Hoffnungslosigkeit nun mal politisch inkorrekt ist, sie mir aber als die einzige sachlich angemessene Einschätzung der Wirklichkeit erscheint, möchte ich ihre Hintergründe erläutern.

Enttäuschte Liebe

Die erste große Enttäuschung in der Liebe hat aus uns einen anderen gemacht. Oh ja, wir können auch danach noch lieben, vielleicht sogar noch stärker, und gewiss sogar mit größerer Weit- und Nachsicht, doch die weiche, warme, rundum glühende Zuversicht, mit der geliebten Person werde alles und für immer gut sein, ist nach der ersten großen Liebe vorüber.

Wir haben die Moderne und ihre Versprechen geliebt, ihre Freiheit, ihren Luxus, ihre globale Aussicht auf Erfüllung und Sicherheit. Die Klimakrise und die Dominoreihe der damit verbundenen Einsichten haben uns den Glauben an das Projekt der Moderne endgültig geraubt.

Zuverlässige Vergeblichkeit

Noch 2018 hielt wir uns für Realisten, aufgeklärt, nüchtern und weltzugewandt. Wir waren gesellschaftskritisch, regierungskritisch, kapitalismuskritisch, industrialisierungskritisch, religionskritisch. Bis sich ein Mädchen vor das schwedische Parlament setzte und ohne Wenn und Aber die Einlösung der Pariser Klimavereinbarungen forderte. Nichts weiter. Vielleicht haben wir damals ein wenig gespöttelt. Doch was wir vielleicht als gutgemeinte „Verirrung eines Teenagers“ abtaten, entpuppte sich als gesamtgesellschaftlicher Weckruf.

Was ist seither geschehen? Zig Tausende von Wissenschaftlern haben sich hinter Gretas Thesen gestellt – darunter auch ProfessorInnen von Weltruf. Wir wissen das. Und ahnen doch die zuverlässige Vergeblichkeit ihrer wissenschaftlichen Forderungen.

Ans hohe Ross gebunden

Wie könnte es auch anders sein? Letztlich handelt es sich um den Ruf, das Ruder der westlichen Industriegesellschaft herumzureißen und den rasenden Elefanten zu zähmen, bevor er endgültig alles Geschirr zerschlägt. Es geht nicht mehr nur um einen Paradigmenwechsel*, sondern um einen Ontologie-Wechsel**. Doch schon ersterer ist zu viel verlangt. Zuoberst müssten wir nämlich vom hohen Ross des weißen Mannes herabsteigen, um

  • auf indigenen Schulen zu studieren, wie sich eine ausbeuterische Ökonomie in eine Kreislaufwirtschaft verwandeln ließe;
  • zu lernen, wie wir die vielbeschworene Menschwürde in Alltagshandeln übersetzen: gegenüber Arbeitern, gegenüber Chefs, gegenüber den Alten, den körperlich, geistig und psychisch Kranken, gegenüber all denen, die durch die Raster unseres Sozial- und Rechtssystems fallen, gegenüber allen Minderheiten, Hilflosen und Verlassenen, ja gegenüber ganzen Entwicklungsländern. Mit einem Wort, wie wir die hehre Theorie der Menschenwürde so sehr in eine täglich geübte Praxis der Solidarität verwandeln, dass ein SPDler einem CDU-Abgeordneten applaudieren könnte, ohne das Gesicht zu verlieren, und umgekehrt;
  • die Priorität des Gewinns und der Monetarisierbarkeit gesellschaftlich relevanten Handelns durch die Priorität der Nachhaltigkeit auf allen Gebieten zu ersetzen: ökologisch, ökonomisch, sozial;
  • unsere selbstverständlich gewordenen Zivilisationsstandards in Frage zu stellen: unsere Mobilität, unsere allzeitige Verfügbarkeit von Lebensmitteln und Konsumgütern, den medizinischen Luxus, unsere Raumbedarf, den unbegrenzten Vorrat an Energie;
  • den Naturgütern Erde und Wasser als Subjekten gegenüberzutreten, ihnen also ihre Würde zurückzugeben, indem wir sie weder besitzen noch missbrauchen dürfen;
  • Eigentum als die psychische und mentale Grundlage unseres Strebens und Trachtens in Frage zu stellen; denn Eigentum impliziert die mehr oder weniger beliebige Verfügbarkeit über das Besessene, auch wenn es sich dabei um meine Frau, meine Kinder oder jedwede Natur handelt.

Auch nur einen einzigen dieser sechs ineinandergreifenden Aspekte in absehbarer Zeit, also z.B. innerhalb von 30 Jahren, umzusetzen, erscheint mir als ein Ding der Unmöglichkeit und würde einen gesellschaftlichen Diskurs erfordern, wie es ihn noch nicht gegeben hat. Und voraussichtlich nicht geben wird. Technische Maßnahmen und ein paar Verordnungen und Gesetzesänderungen – gar nur auf nationaler Ebene – werden ein Schrei gegen den Sturm bleiben, der über uns hereinbricht.

Sogar die Geliebten sind weg

Nun gleichen wir enttäuschten Liebende, denen nicht nur die Liebe, sondern obendrein die Geliebten abhandenkamen. Wir glaubten, eine Geliebte namens Parteiendemokratie könne die gute Zukunft richten, eine Geliebte namens soziale Marktwirtschaft, namens Bildungssystem, namens Sozialsystem, namens Innovationskraft oder namens Technologie. In seinem Buch “Die unbewohnbare Erde” fasst der New Yorker Journalist David Wallace-Wells die Situation so zusammen: “Es ist schlimmer, viel schlimmer, als Sie glauben.” Letztlich spielt es nämlich keine Rolle, ob bis zum Zusammenbruch der zivilisatorischen Systeme noch zehn oder 50 Jahre vergehen. The Great Turning wird keiner dieser Geliebten zustande bringen.

Warum? Weil wir diesen Großen Wandel letztlich nicht wollen. Weil wir zu der erforderlichen Großen Solidarität, einer vollumfänglichen Natursolidarität, nicht bereit sind. Sie ginge weit darüber hinaus, einem Bettler ein paar Euro in den Hut zu werfen – was uns meist schon überfordert – oder sorgsam zu Hause unsere Blumen zu gießen. Mit einem Heer von Uneinsichtigen und Unwilligen lässt sich kein Großer Wandel bewerkstelligen. Erst wenn wir nicht mehr – offen oder insgeheim – herablassend schmunzeln, wenn Indigene die Tiere als ihre Geschwister bezeichnen oder ganz selbstverständlich von „Mutter Erde“ sprechen; erst wenn wir menschliche Wärme, Nähe und Zuverlässigkeit höher schätzen als alle Güter dieser Erde; erst wenn wir uns als Teil eines großen Ganzen verstehen, werden wir eine Chance haben. Sie wird unsere einzige sein. Sie IST unsere einzige.

Mit Zweckhoffnung in die Graustufen

Es ist längst fünf nach zwölf. Darf ich also Hoffnung haben? Oder ist Hoffnungslosigkeit die angemessene Haltung? Vielleicht ist es aber die Zweckhoffnung? Wenn es Zweckoptimismus gibt, warum dann nicht auch Zweckhoffnung? Nach dem einen oder anderen Liebeskummer erhielt ich den Hinweis: „Der liebe Gott hat noch mehr schöne Mädchen gemacht.“ Auch wenn es schon halb eins sein sollte, so wird doch der Wandel zum Schlechten und Schlimmen nicht plötzlich kommen, sondern sich so einschleichen wie die Wetterextreme der letzten Jahre. Die fielen uns anfangs ja auch nicht auf. Es wird also auf das Weiß des Status Quo nicht gleich eine schwarze Zukunft folgen, sondern manche Stufen von Grau. Wenn die vielen Geliebten uns verlassen haben, können wir uns immer noch eine/n neue/n suchen – und handeln, als sei es noch fünf vor zwölf. Das ist das einzige, was uns übrigbleibt: Wir haben zwar keine Chance, aber wir nutzen sie.

*Paradigma: Denkmuster, das die Weltsicht einer Zeit prägt
** Ontologie: die Lehre vom Sein

[Bild von Pexels auf Pixabay]

von Michael Johanni

Vielerorts besteht in Menschen Verwirrung.
Sich wiederholende Gedanken lassen uns an der Menschheit,
auch an uns selbst zweifeln.

Wem kann ich noch glauben?
Alles dreht sich doch nur ums Geld.
Wo gibt es noch Menschlichkeit?
Was wird in der Zukunft auf mich zukommen? Weiterlesen

Mit diesem Zitat beginnt Mario Sedlak seinen “Beitrag über Sachargumente contra Gefühlsargumente”.
Warum wir das augerechnet auf ökoligenta empfehlen?

Ganz einfach: Weil ein Paradigmenwechsel ansteht. Nur wenn wir uns ziemlich rasch mental darauf einstellen, dass wir “anders” leben müssen, sprich zukunftsfähig/enkeltauglich/mitweltverträglich, bekommt der düstere Zukunftshorizont einen kleinen rosa Schimmer. Und um uns mental umzustellen, sollten wir erstmal die Fakten zur Kenntnis nehmen. In unseren Reihen meinen nämlich noch immer viele, dass es wohl so schlimm nicht kommen könne. Das ist zwar psychologisch verständlich – wer gibt schon gerne seine existenzielle Gemütlichkeit auf -, entspricht aber eben nicht den Tatsachen. Und die sind nun mal nicht stimmungsaufhellend (siehe Überschrift).

HIER also zu Marios Blogbeitrag …

[Bild von Manfred Antranias Zimmer auf Pixabay]

Was lese ich als nächstes? Die Frage beantwortet Asra auf ihrem Blog mit einer Empfehlung der Social Fantasy „Frau am Abgrund der Zeit“: Connie, die Hauptperson des Romans, versucht, in den Slums von New York zu überleben. Ihre natürliche Hilfsbereitschaft wird ihr zum Verhängnis, als sie beim Versuch, ihre Nichte vor deren Zuhälter zu beschützen, verprügelt wird und in der Psychiatrie landet. Was sie dort erlebt, ist grauenhaft. Ein Lichtblick in ihrem Elend sind die virtuellen Besuche von Luciente. Die nimmt sie immer wieder mit in die Zukunft, ins Jahr 2137. Dort erlebt sie dörfliches Leben (große Städte haben sich nicht bewährt), ökologische Selbstversorgung mit Lebensmitteln, Energie und allen Bereichen des täglichen Lebens sowie eine hohe Wertschätzung für Schönheit in allen Dingen. Sie erlebt wohlwollende Gemeinschaft und – besonders interessant: freie Liebesbeziehungen und ein offenes Genderkonzept. Das Personalpronomen für alle ist „per“. Mutterschaft ist eine begehrte Aufgabe und betrifft alle.

Leo hält nichts von dem ganzen Öko-Zeugs. Aber er mag Mona, die bei Transition ist und an der Verschönerung ihrer Stadt arbeitet:

Asrid Raimann wollte wissen, was Menschen dazu bewegen könnte, ihre Stadt zu verwandeln: “Ich bin zum Schuster gegangen und habe ihn gefragt, was seiner Meinung nach passieren müsste, damit die Stadt zur Transition Town wird. (Schuster wissen immer alles.) Er meinte: ‘Nix. Da gibts nix. Die werden sich in hundert Jahren nicht ändern. Die sind einfach zu dumm.’ Weil ich das nicht glaube, hab ich einen Comic gemacht: MOSCHBERG. Und darin die Geschichte von Mona und Leo.“

Gestern erreichte uns aus Neuseeland eine Nachricht von einem gewissen Chajm, der folgende Botschaft von Außerirdischen an die Menschheit überbracht bekam. Wir selbst halten uns als Rasse für zu unwichtig, um an ein solches Szenarion zu glauben, ganz auszuschließen ist es aus logischen Gründen freilich nicht. Deshalb hier die Nachricht im Wortlaut:

Seid gegrüßt Menschlinge!

Nicht als Akt intergalaktischer Solidarität haben wir beschlossen, diese Nachricht an Euch zu senden, auch nicht als Akt der Gnade mit Eurer erbarmenswert primitiven Art. Wir verstehen diese Nachricht als Warnung an Euch im Rahmen eines Verhaltensexperimentes als Teil unserer ethnologischen Beobachtungen. Weiterlesen

Von Freyma
(Marleen Miotke)

Vor dem Hintergrund, Jahre in gefühlter Einsamkeit verbracht zu haben, spielt Gemeinschaft in meinem Leben heute eine entscheidende Rolle. Dabei rede ich von Gemeinschaft als einem Ort menschlichen Miteinanderseins und als eine Qualität der Verbindung. Es geht nicht um das bloße Zusammensein – was auch, in Ergänzung, schön sein kann. Ich rede von Gemeinschaft als einem Ort, an dem ein mitfühlender Blick hier, ein authentisches Teilen dort, menschliche Berührbarkeit, gar eine süße Träne Platz haben.

Wenn wir in unserem Zusammensein für solche Begegnungen Räume schaffen, dann öffnen sich plötzlich graue Türen zu bunten Facettenpalästen. Ein ganz neues Wesen meiner Mitmenschen blinkt dann hervor und ich sehe neue Winkel meines eigenen. Denn wir (an)erkennen uns nur wechselseitig als Wesen, wenn wir im Mensch-zu-Mensch-Kontakt sind. Wir brauchen Zeugen für unsere menschliche Erfahrung. In diesem Zusammenhang bedeutet Gemeinschaft nicht die Flucht von mir weg, sondern ist ein Weg zu mir hin.

Fehlende Orte der Gemeinschaft

Je mehr ich das verstehe, umso klarer begreife ich eine gewisse Diskrepanz. Ich sehe eine Welt, in der die Anzahl der Menschen wächst, und ich bemerke gleichzeitig, dass Orte von Gemeinschaft – als Orte von Verbindung und Anteilnahme – oft fehlen (Ja, sie fehlen mir.) Und ich staune, worüber und wie viel Menschen reden können, ohne dabei auf die für uns wesentlichen Dinge einzugehen. Bedürfnisse, wahres Befinden, Ängste und Wünsche etwa.

Obwohl wir heute im Tun so „umtriebig“ sind wie noch nie, bleibt oft Leere zurück. Die To-Do-Listen und Inhalte werden immer länger. Die To-Be-Listen stehen hinten an und die Frage „Wie geht es dir?“ gleicht oft einer Floskel. Endlich verstehe ich, dass innere Leere nur eine logische Folge sein kann, wenn die Berührung unseres wesentlichen Kerns in dem, was wir tun und wie wir miteinander umgehen, ausbleibt. Ist doch die Qualität des eigenen menschlichen Seins auch im Tun und von der Seele erst erlebbar, wenn sie durch das goldene Band Verbundenheit mit ihrer Umgebung in Kontakt steht. Tun geht dann im Sein auf.

Ehrliches Teilen und offenes Hinschauen

Wie diesen Kontext von Verbundenheit nun herstellen? Wie diese Art von Teilen und wesentlichem Austausch kreieren? An erster Stelle braucht es einen Vertrauensraum, in dem alle Akteure Haupt- sowie auch Nebenrolle gleichzeitig spielen dürfen – wo Mensch sein darf, wie er ist, und wo er gewohnte Masken hinter sich lassen darf.

In diesen Räumen geht es einerseits darum, sich zu zeigen, um ehrliches Mitteilen. Anderseits geht es um die Bereitschaft, offen hinzuschauen, unvoreingenommen wahrzunehmen und diesen Menschen in seinem So-Sein anzuerkennen. Wie harmonisch oder irritierend ich diese Begegnung auch wahr- oder annehme: Basiert sie auf Vertrauen und förderlichen Absichten, kann sich ein erweitertes Gefühl meiner selbst einstellen. Vielleicht sogar die Berührung im eigenen Herzen. Dann sind ein Blick und ein Austausch eines der kostbarsten Geschenke, das wir einander machen können.

Würde ich ein Bild für diese Einsicht heranziehen, wäre es ein Kornblumenfeld. Wir wären Blumen, die sich gegenseitig stützen, auch bei Sturm, und die im Schein der Sonne und des Mondes nebeneinander wachsen und ruhen und mit der eigenen Blütenpracht die der Nebenblume bejubeln. Mir wurde klar, dass solch eine Art der Verbindung wie ein Nährboden ist, auf dem die schönsten Blumen wachsen können. Auf solch ein Feld schaut der Himmel und lächelt, weil er so viele anders aussehende und leuchtende Blumen erblickt.

Das eigene Potenzial leben

Das eigene Potenzial allein für sich zu erspüren, ist viel schwieriger. Ich habe es nicht geschafft, und ich glaube, dass wir den süßen Duft unser Nachbarblumen dafür benötigen. Genauso wie das frische und prickelnde Wasser der Inspiration, das Teilen von Wissen sowie den Austausch von Erfahrung. Das brauchen wir, um den eigenen Weg zu finden, einzuschlagen und/oder weiterzugehen. Das Erspüren, Erleben und der Ausdruck des eigenen Potenzials sind fundamental für die eigene Vitalität, die Qualität in unserem Leben. Erlebe ich mein Potenzial, werden Momente des wahren Selbstausdrucks möglich, in denen ich in tiefster Verbindung mit allem bin, was mich umgibt.

Dann gehe ich nicht nur meinen Weg, gehüllt in meinen Umhang der Marke Individualität, sondern gehöre zu einer Gesellschaft, in der ich unsere Lebensumstände gemeinschaftlich mitgestalte, indem ich meinen Weg gehe.

Dieses Selbsterleben brauchen wir heute. Und ich wünsche mir so sehr durch die Gestaltung eines tragenden Miteinanders die Erfahrung dieser tiefen Wahrheit für uns alle. Die Verbundenheit, die wir dann finden, ist gespannt durch goldene Bänder, wird gemeinschaftlich getragen und fängt das Individuum auf, wenn es Halt benötigt.

Zusammen neue Wege gehen

Unsere Welt „braucht“ dieses sich unterstützende Umfeld von Menschen, damit wir zusammen neue Wege gehen können. Wollen wir weitergehen, müssen wir gemeinsam gehen. Und dieser Weg wird uns nur berühren, wenn es um das Wesentliche geht: Verbundenheit nach außen und darüber die Verbundenheit zu unserem eigenen innersten Wesen.

Ich wünsche mir eine Welt, in der ich das nicht nur in meinen engsten Kreisen erlebe, sondern überall. Auf der Straße, im Supermarkt, im Bus. Stell dir vor, du trittst vor die Haustür und jeden Tag ist Fußball- WM! Ja, dieses Gefühl und diese Magie wird möglich, wenn wir anfangen, das menschliche Sein in den anderen zu sehen und unser eigenes zu zeigen. Ich schaue liebevoll, da ich um dein Menschsein in dir als anderer Person weiß, und ich werde freundlich angeschaut. Wir lächeln. Ich bin. Und ein Gefühl von Zugehörigkeit gesellt sich freudig und natürlich dazu.

Wenn wir unser Miteinander so gestalten, dass wir Raum für menschlichen Austausch haben, wird Wesentliches fühlbar und Leben wunderbar lebendig. Dann ist Schluss mit Leere und Einzelkämpferei und ganz neue Dimensionen unseres Zusammenseins sind möglich – davon bin ich überzeugt

[Bild von Adina Voicu auf Pixabay]

von Peter Zettel

Von kompliziert zurück zu komplex. Keine Sorge, die Welt bleibt, wie sie ist und auch schon immer war, da muss man nichts ändern. Tiere haben es da verdammt gut. Die verhalten sich ganz klar nach komplexen Prinzipien, die denken nicht kompliziert, so wie wir Menschen das so wunderbar können.

Die Menschheit hat sich in dem komplexen Lebensraum Erde einen ganz eigenen geschaffen, mit eigenen Spielregeln. Und da dieser Raum vor allem mechanische Dinge enthält, brauchte es dafür mechanische Regeln. Wie soll man sonst auch Häuser, Viadukte und all die Dinge bauen, die das Leben so angenehm machen? Das Blöde war nur, dass der Mensch irgendwann auf die unsinnige Idee kam, diese mechanischen Regeln auch auf sich selbst anzuwenden. Echt dumm gelaufen, aber passiert ist nun einmal passiert.

Seit ungefähr einem Jahrhundert sind die Physiker darauf gekommen, dass unser Verständnis von der Welt irgendwie unvollständig ist. Das hatten auch schon andere Philosophen vor ihnen erkannt, nur die Physiker konnten das ganz pragmatisch auch noch nachweisen. Ihre Erkenntnisse waren eben nicht philosophischer Natur, sondern technischer. Die Erörterung grundsätzlicher Fragen kam bei ihnen erst danach. Und diese Erkenntnisse haben still und leise unsere Menschenwelt verändert, und das gewaltig. Weil diese Erkenntnisse in unsere Technik allgegenwärtig und nicht mehr wegzudenken sind. Und scheinbar hat das auch unser Denken verändert.

Ob das der einzige Grund ist, warum wir gerade Feuer unter dem Dach haben und ob die Tatsache der regelrechten Explosion der Bevölkerungszahlen dabei eine Rolle spielen, vermag ich nicht zu sagen. Aber ich vermute, dass es das grundlegende Problem deutlicher und drängender macht. Technisch sind wir interessanterweise einen Schritt zurückgegangen, wir haben nämlich damit begonnen, die Komplexität zu entdecken. Das ist ja keine neue Erfindung, die galt schon immer, nur wir Menschen haben das ganz offensichtlich perfekt ausgeblendet. Oder ignoriert, keine Ahnung.

Wir stoßen gerade mit unserer Art, die Dinge nach mechanischen Regeln managen zu wollen, gewaltig an die Wand. Mir kommt das vor wie in der Truman Show. Alles nur ein Fake. Sehr realistisch, aber eben nicht echt und am wirklichen Leben komplett vorbei. Ich jedenfalls fühle mich seit einiger Zeit wie Truman Burbank und bin mit meinem geistigen Segelboot gerade durch den Horizont gekracht. Auf einmal sieht alles ganz anders aus. Nur nach welchen Regeln soll man sich da orientieren, wenn die alten doch irgendwie nicht stimmen, unvollständig sind?

Immanuel Kant hat für die Menschenwelt seiner Zeit einen perfekten Gedanken ausgesprochen, seinen kategorischen Imperativ: „Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.“ Das könnte auch heute noch perfekt funktionieren. Könnte man meinen. Tut es aber leider nicht. Auch nicht, wenn ich in die Zeitung schaue, auch ganz offensichtlich nicht. Denn irgendwie haben wir den Horizont des mechanischen Denkens und damit auch den eigenen Horizont, also unser eigenes Weltbild, durchstoßen. Wenn schon Physiker sagen, dass das mit den Naturgesetzen nichts ist, es sind nämlich keine Gesetze, sondern nur Beschreibungen, dann gilt das auch für unser eigenes Denken (sehr empfehlenswert: Natalie Knapp, Der Quantensprung des Denkens: Was wir von der modernen Physik lernen können).

Wir „funktionieren“ ganz anders, als wir üblicherweise dachten. Und mit starren Gesetzmäßigkeiten ist da kein Kohl mehr zu gewinnen. Gesetze, Regeln und Methoden funktionieren nicht, haben sie auch noch nie wirklich. Nur jetzt bekommen wir das gewaltig zu spüren und merken, dass wir auf der falschen Seite des Astes sitzen, an dem wir sägen. Was also tun? Klar, anderes denken, keine Frage. Doch damit ist der Umgang miteinander noch nicht so geordnet, dass wir sagen könnten, es passt. Jede Zeit braucht ethische Prinzipien, die die Menschen zum einen verstehen und die auch zum anderen den Erfordernissen ihres alltäglichen Lebens gerecht werden.

Natürlich sollte man sich immer noch an Regeln und Gesetze halten, so wie auch Newtons Physik noch immer ihre Gültigkeit hat. Aber es ist etwas dazugekommen, lässt uns die Welt mit anderen Augen sehen. Der Anwendungsbereich der klassischen Physik ist kleiner geworden, er gilt eben nicht mehr für das Miteinander, für unsere Beziehungen. Wie gesagt, es hat noch nie wirklich funktioniert, nur jetzt merken wir es überdeutlich. Das heißt, wir müssen auch unsere Ethik unserem veränderten Weltbild entsprechend neu formulieren.

Täten wir das, wäre es wohl wesentlich leichter, sich in dieser neuen alten Welt angemessen zu bewegen. Wir brauchen definitiv das Verständnis für eine weitergehende Ethik. Meine Überzeugung ist, dass wir nicht mehr nur vom Handeln ausgehen dürfen, wie Kant, sondern wir müssen wesentlich grundsätzlicher vom Denken ausgehen. Etwa in dieser Art: Denke so, dass deine Gedanken, Ideen und Vorstellungen das Leben aller lebenswerter machen. Ich weiß, das ist noch nicht griffig genug. Doch die Richtung stimmt!

Der Begriff Ökodiktatur fällt immer häufiger, ein Droh- und Reizwort gleichermaßen; in kaum einer Diskussion ernstgenommen, aber umso häufiger missbraucht. Interessanterweise sieht unser Rechtswesen einen Notstand vor, und die sogenannten Notstandsgesetze sollen die Handlungsfähigkeit des Staates in Krisensituationen sichern – mit diktatorischen Mitteln. Zu solchen Krisensituationen zählen zwar Naturkatastrophen, nicht aber ein Kippen der bisherigen natürlichen Weltzusammenhänge; daran hatte zur Zeit der Gesetzgebung niemand gedacht. Doch wenn dies kein Notstand ist, was dann?

Zweierlei Ökodiktaturen

In der Schule habe ich gelernt, man müsse, bevor man sich mit einem Thema beschäftigt, erst einmal verstehen, womit man sich beschäftigt. Was also ist eine Ökodiktatur? Nein, damit meine ich nicht das Schimpfwort, das Menschen leichtsinnigerweise in den Mund nehmen, wenn befürchten, für ihre Umweltsauereien bezahlen zu müssen. Ich möchte den Begriff tatsächlich einmal ernstnehmen. In diesem Fall gäbe es zwei Annäherungen: Entweder ich versuche, den Begriff „Diktatur“ zu verstehen und gehe dann zum Teilwort „Öko“ über; oder ich beginne mit „Öko“ an und hangele mich zum Begriff „Diktatur“ weiter.

Jede der beiden Vorgehensweisen hat ihren Reiz, wobei erstere, die ich Ökodiktatur1 nenne, mir populärer und – leider – wahrscheinlicher erscheint, letztere sympathischer und richtiger. Ich beginne also mit der Variante eins.

Mit Diktatur haben wir ja allerhand Erfahrung. Die Deutschen sind sozusagen Diktaturprofis. Wir wissen, wie man eine Diktatur aufbaut, Menschen unterwirft und ihnen zugleich beibringt, sich für diese Unterwerfung auch noch zu begeistern.

Von der „Diktatur“ zum „Öko“

Vorsichtshalber ziehe ich mich auf neutralen Boden zurück und schaue im Brockhaus nach. Ich weiß, das ist altmodisch, aber nachdem in meinem Arbeitszimmer eine Ausgabe herumsteht … : „Diktatur … die Ausübung der unbeschränkten Macht durch eine oder mehrere Personen.“ Das war kurz und bündig. Was sagt Wikipedia? „Die Diktatur ist eine Herrschaftsform, die sich durch eine einzelne regierende Person, den Diktator, oder eine regierende Gruppe von Personen mit weitreichender bis unbeschränkter politischer Macht auszeichnet.“ Recht ähnlich also.

Nun also zum Wörtchen „Öko“. Da das Wort Ökodiktatur sich an das Wort Nazidiktatur anlehnt (um sich dort die bösen Assoziationen auszuleihen), gehe ich davon aus, dass „Öko“ sich auf Ökologie bezieht, so wie sich „Nazi“ auf Nationalsozialismus bezieht. Letzterer war eine „eine radikal antisemitische, rassistische, nationalistische (chauvinistische), völkische, sozialdarwinistische, antikommunistische, antiliberale und antidemokratische Ideologie“ (Wikipedia); eine Art Glaubenslehre also. Ökologie hingegen ist „eine wissenschaftliche Teildisziplin der Biologie, welche die Beziehungen von Lebewesen untereinander und zu ihrer unbelebten Umwelt erforscht“. Heute verwende man das Wort „überwiegend nur noch als Ausdruck für eine Haltung oder ein Agieren, das schonend mit Umweltressourcen umgeht“ (beides ebenfalls Wikipedia).

Was wäre dann also wohl die Ökodiktatur1? Ich würde vermuten: Es wäre eine Regierungsform, welche die Beziehungen von Menschen zu anderen Lebewesen und zur unbelebten Umwelt erforschte. Der Schonung der Umweltressourcen wären dabei alle Sozial-, Wirtschafts- und Kulturäußerungen unterzuordnen. Politisch obläge die Durchsetzung einer naturwissenschaftlichen Junta als einer Art Öko-Notstandsregierung, die bestraft, was dem Schonungsgebot widerspricht. Dabei wäre der Notstand der ständig drohende Verlust des ökologischen Gleichgewichts.

Von „Öko“ zu „Diktatur“

Nun also zur Diktaturvariante zwei. „Öko“ im Sinne eines schonenden Umgangs untereinander und mit unserer Mitwelt liegt dem gesunden Menschenverstand nahe. Hinter diesem Gedanken der Schonung steckt wohl die berühmte goldene Regel: „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“ Eine fair behandelte Natur schlägt auch nicht zurück, hofft man. Und noch tiefer steckt dahinter unsere kindliche Erfahrung, dass Wippen einfach keinen Spaß macht, wenn einer der Wippenden ganz schwer und der andere ganz leicht ist. Man könnte das ökologische Grundverständnis folglich auch als den Wunsch nach Ausgewogenheit bzw. Gerechtigkeit begreifen. Und gerecht ist ein Verhältnis nur dann, wenn keine Seite unter der anderen leiden muss. Ein ökologisches Verhalten wäre folglich ein faires Verhalten zwischen allem, was lebt, ja im Umgang mit der gesamten Natur. Die ungleichen Machtverteilungen, die in jeder Beziehung und in jeder Gruppe auftreten, regelt die Natur nicht durch Hierarchie, sondern durch ein permanentes Fließgleichgewicht.

Womit wir bei der „Diktatur“ wären. Eine ökologische Beziehung aller Beteiligten schlösse nämlich aus, dass die einen dauerhaft unten und die anderen dauerhaft oben wären; es schlösse aus, dass die einen auf Kosten der anderen leben dürfen. Es schlösse Ungleichheit und Ungerechtigkeit prinzipiell aus; denn beide führten zu Spannungen und einem Ungleichgewicht, das dem Prinzip des wechselseitig schonenden Umgangs widerspräche. Eine solche Regierungsform wäre deshalb auch mit keiner Form von absolutistischer Macht vereinbar. Sie verlangte vielmehr von ihren Teilnehmer_innen ein erhöhtes Maß von Bewusstheit und Verantwortung dafür, das Machtgleichgewicht untereinander und im Austausch mit der Mitwelt immer wieder neu auszubalancieren. Was eine vollständige Umordnung des Gemeinwesens und aller seiner Strukturen erfordern würde. Freilich gälte hierbei ein ökologischer Imperativ: „Handle so, dass die Folgen deines Handelns mit den nachhaltigen Bedürfnissen deiner Mitwelt im Einklang sind.“ Bei dieser „Diktatur der Rücksicht“ wäre freilich die Priorität des wirtschaftlichen Profits ausgeschaltet.

Meines Erachtens wird es zu einer dieser beiden Formen von Öko-Diktatur kommen; zu welcher, liegt in unseren Händen und hängt letztlich von unserer Wandlungsbereitschaft ab. Hegels Erkenntnis, Freiheit sei die Einsicht in die Notwendigkeit, ist schon rund 200 Jahre alt und könnte sich ja mal langsam durchsetzen. Vielleicht hilft die Einsicht weiter, dass das Leben ohnehin etwas Absolutes an sich hat, dem demokratische Entscheidungsstrukturen egal sind: Ein halbes Leben gibt es nicht, ebenso wenig wie einen halben Tod.

Die globalen Nachhaltigkeitsziele als Matrix für eine Welt, die wir uns wünschen – Der Beginn einer wöchentlichen Serie

Klimakrise, Millionen von Bullshit-Jobs und Menschen, die deshalb einen Burn-out erleiden, Müllberge, Hunger und Armut – bei all den Herausforderungen, die wir uns als Menschheit selbst geschaffen haben, können sehr rasch Ohnmachtsgefühle aufkommen. Der menschengemachten Baustellen scheinen es zu viele und zu große zu geben.

Doch seit September 2015 gibt eine Art Masterplan zumindest einen Überblick darüber, was zu tun ist:  Es handelt sich dabei um die so genannten 17 globalen Nachhaltigkeitsziele, die die Vereinten Nationen ratifiziert haben (auch Sustainable Development Goals bzw. die 17 SDGs genannt). Sie werden auch als Agenda 2030 bezeichnet, weil das Erreichen der Ziele zumeist auf das Jahr 2030 terminiert ist.

Die 17 Bereiche der Agenda 2030 wurden von tausenden Wissenschaftler*innen entwickelt, oft den besten ihres Fachs. Und sie wurde von 193 Staatschefs unterzeichnet, die sich damit zu diesen Zielen bekannt haben. Hier kannst Du einen Blick darauf werfen:

So etwas hat die Welt zuvor noch nicht gesehen!

Doch die Sache mit dem “Masterplan zur Weltrettung” hat einen Haken: Die Regierungen dieser Welt scheinen sich darauf auszuruhen, diese Ziele einmal vereinbart zu haben. Und nicht nur das: In einigen Bereichen sind sogar Rückschritte zu verzeichnen, wie ein aktueller Report eines Zusammenschlusses zivilgesellschaftlicher Organisationen anmahnt. Der mangelhafte Entwurf des deutschen Klimaschutzgesetzes, mit dem das angestrebte 1,5 Grad-Ziel nicht zu erreichen sein wird, ist nur ein Beispiel.

Es reicht also nicht aus, auf die Politik zu warten, eine entsprechende Rahmenordnung zu entwickeln, mit der wir auch unseren Enkeln ein gutes Leben ermöglichen. Wir als gesamte Menschheit sind gefragt, die globalen Nachhaltigkeitsziele umzusetzen. Es braucht viele Bürger*innen, die mit guten Beispiel vorangehen, es vormachen und die Themen so sichtbar machen, dass viele weitere Menschen und schließlich auch die Wirtschaft und die Politik nachziehen.

Genau darauf möchte ich Dir mit einer neuen Serie Lust machen.

In den kommenden Wochen stelle ich Dir sukzessive die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele vor und nenne Dir mindestens ein Beispielprojekt, das zu dessen Erreichen beiträgt. Sicherlich kommst Du dann auf viele weitere ähnliche Aktionen.

Und dann bist Du dran:

  • Was willst DU SELBST dazu beitragen?
  • Berührt Dich eines der Themen ganz besonders?
  • Wie kannst Du Gewohnheiten kultivieren, die dabei helfen, dieses Ziels zu erreichen?
  • Gibt es Menschen, die Deine Unterstützung brauchen, weil sie für einen der 17 Themenbereiche ihre Passion entdeckt haben und ihn groß machen möchten? Kannst Du sie dabei begleiten?

Ich freue mich sehr auf unsere gemeinsame Wegbegleitung – hin zur Welt, die wir uns wünschen!

Stephanie Ristig-Bresser.

 

Über die Autorin:

Zunächst einmal: Herzlichen Dank an Bobby Langer, den Gründer von ökoligenta, der mir hier ermöglicht, eine Serie über die globalen Nachhaltigkeitsziele zu veröffentlichen.

Ich bin Stephanie Ristig-Bresser. Auf die Transformationsszene stieß ich – nach jahrelangem Unbehagen – ungefähr im Jahr 2013 und begann mich in der Gemeinwohl-Ökonomie und in der Transition-Town-Bewegung zu engagieren. Immer arbeite ich in meinen Engagements auch redaktionell, u.a. gut zwei Jahre auch für das integral ausgerichtete Online-Magazin Compassioner. Konstuktiver und positiver Journalismus sind meine große Passion.

Auf die globalen Nachhaltigkeitsziele wurde ich durch das Projekt “Weltwunder – Wandel statt Wachstum” aufmerksam, für das ich eine Publikation realisieren durfte. Seitdem lässt mich dieses Thema nicht mehr los. So ist im Laufe der vergangenen Jahre das Buch “Make World Wonder. Für die Welt, die wir uns wünschen” entstanden, das sich aktuell im Crowdfunding befindet und sehr aufwändig und wunderschön gestaltet sein darf. Ich freue mich, wenn Du mich dabei unterstützt.

Hier gelangst Du zur Crowdfundingseite:

https://www.startnext.com/make-world-wonder

Hier findest Du die Leseprobe zu Make World Wonder:

Auf meinem Blog und auf meiner Website findest Du zahlreiche weitere Informationen über mein Buchprojekt. Parallel zu meinem Crowdfunding habe ich eine “17 Weltwunder-Challenge” gestartet und stelle Dir in (mindestens) 17 Interviews 17 Menschen mit 17 tollen Projekten vor, die zum Erreichen der globalen Nachhaltigkeitsziele beitragen. Hier findest Du mehr über diese Challenge: