Heute für morgen

Global denken, lokal handeln. Den Spruch kennen wir. Ein guter Spruch, der bisher vor allem geographisch verstanden wurde. Jetzt und heute gilt es, ihn auf unser Denken zu übertragen.

Global denken heißt: Von Gaia her denken, von dem einen Lebensraum des Planeten Erde, den nicht wenige als lebenden Organismus erfahren. Und in diese wahrhaft globale Perspektive das afrikanische Ubuntu-Prinzip einzubinden: Ich und das Ganze – wir sind untrennbar miteinander verbunden. Was dem Ganzen schadet, schadet auch mir; und was mir schadet, schadet dem Ganzen.

Global denken heißt aber auch, lang gehegte Gräben nicht immer wieder neu graben, sondern das andere Ufer als Teil meines Landes verstehen. Gewiss, es gibt 1.000 Gräben, aber der für unsere Zukunft vielleicht wichtigste ist der Graben zwischen Visionären und Realisten sowie der zwischen Spiris und Ökos. Die Welt endet nicht vor unserem Kopf, nein: Dort beginnt sie erst so richtig. Nur wenn unsere Träume und Visionen in eine gestaltete Wirklichkeit münden – und damit politisch werden -, verwandeln sich Hirngespinste in vertrauenswerte, bewohnbare Wirklichkeit.

Dann entsteht lokales Handeln: mit den Menschen in meinem sozialen Umfeld, mit meiner Nachbarschaft, meiner Region, meinem Land. In einem solchen Resonanzraum werden sich Ideen entwickeln, können Herzen sprechen und Grenzen ganz konkret überschritten werden.

Dann wächst die Chance auf eine ökologische Infrastruktur, in der sich viele Menschen für gemeinsame Ziele begeistern und an Lebensqualität gewinnen. Gemeinsam wollen wir Verantwortung übernehmen und am Großen Wandel arbeiten nach dem Motto: Mein Leben gibt es nur einmal. Es ist zu wertvoll, um wie eine Garnrolle nur abgespult zu werden, bis das Ende erreicht ist. Nein, mein Leben ist eine Modellregion. Und deines auch.

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Und hier eine inzwischen ganz realistische Vision, denn in Rathäusern, Kreisverwaltungen und Regionalparlamenten gärt es. Arbeitsplätze und ganze Infrastrukturen brechen weg, ganze Regionen entvölkern sich und weitere Einbußen werden mit der anstehenden Digitalisierung und ökonomischen Globalisierung folgen. Mittel- und langfristig ist dies unsere Vision: Die kleinen Inseln des ICH verbinden sich zu einem Kontinent des WIR:

  • Ortskerne durch solidarisches Miteinander wiederbeleben
  • Umstellung der Energieversorgung auf nachwachsende Rohstoffe
  • Entwicklung einer ökologischen und nachhaltigen Raumordnung und Landwirtschaft
  • Wiederherstellung einer intakten, natürlichen Umwelt
  • Aufbau eines unabhängigen, natürlichen Wasserhaushaltes
  • Restaurierung bestehender Bausubstanz unter den Gesichtspunkten biologischer Architektur
  • Die Grundlagen der Versorgung so dezentral wie möglich gestalten
  • Ganzheitliche Gesundheitsbildung und ernährungsbasierte Prävention von Zivilisationserkrankungen
  • Prävention von Burnout
  • Schaffung einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft mit nachwachsenden Rohstoffen, lokalem Handwerk und ökologisch orientierten Betrieben
  • Schaffung lokaler Arbeitsplätze durch Gründung zukunftsorientierter Betriebe
  • Etablierung einer politischen Kultur der bürgerlichen Mitbestimmung
  • Stärkung und Förderung kreativer Kräfte und kultureller Vielfalt


Der Mensch soll nicht vernünftiger, er soll menschlicher werden.

Johann Gottfried von Herder

Wir sind viele

Menschen, die sich auf vielfältige Weise für eine bessere Welt einsetzen, gibt es mehr, als man denkt. Sie leben verstreut. Man sieht sie selten, und sie sind eher leise. Ihr Handeln ist von einer Sehnsucht und Vision getragen. In unzähligen Nischen der Gesellschaft setzen sie Impulse, das Leben gesünder, sozialer, gerechter und nachhaltiger zu machen: im Freundeskreis, in der Familie, im  Beruf. Sie konsumieren bewusst, gehen kreative Wege, veranschaulichen mit ihrem Tun, dass eine bessere Welt möglich ist.

ökoligenta ist eine Plattform, auf der sich ökologische und auf das Gemeinwohl gerichtete Projekte präsentieren. Sie ist gleichermaßen ein Raum, in dem Austausch und Begegnung stattfinden können. Wir stärken das Bewusstsein, dass wir viele sind, die an einer besseren Welt arbeiten.

 

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Und plötzlich weißt du:

Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen

und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.

Meister Eckhart