Gemeinsam vom Bach zu Strom

Gemeinsam: vom Bach zum Strom

Alles ist in Gefahr, doch erst wenig ist verloren. Die Welt ist voller Menschen und Initiativen, die gemeinsam nach Lösungen, nach Rettung suchen: durch reduzierten, nachhaltigen Konsum, durch Verzicht, durch achtsame Ernährung, durch Umorientierung im Lebensstil, durch Umdenken, durch technische Lösungen, durch empathische Kommunikation, auf spirituellen Wegen, durch Leben in Gemeinschaft.

Aus Hunderttausenden kleiner Erd- und Felsspalten überall auf der Welt sickert Wasser hervor, hier ein Rinnsal, dort eine kräftige Quelle. Jedes noch so leise Glucksen erzählt von der geschwisterlichen Vision, vom großen, gemeinsamen Meer. Doch all diese Wässer wollen erst zu einem Bach, dann zu einem Fluss und zu einem Strom werden dürfen. Je mehr ineinanderfließen, desto stärker wird die Strömung, desto wahrscheinlicher wird unser Erfolg.

Unsere Aufgabe ist deshalb: Lauschen, lauschen, lauschen, jedes Glucksen in uns und um uns herum vernehmen, die Wässer nicht trennen oder ihnen Barrieren bauen; ihnen vielmehr Betten bahnen, damit sie zusammenfließen, ineinanderströmen und sich stärken können, auf dass aus dem Bach ein mächtiger Strom werde. Wir alle wollen zum Meer. Gemeinsam schaffen wir das. Wir sind viele.

Zwei verschiedene Insekten haben verschiedene Bedürfnisse.
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Konkurrenz stimuliert wen oder was?

So kommt durch – vorsichtig formuliert – Unschönes vielleicht ja doch Gutes in die Welt. An sich empfinde ich ja Konkurrenz als etwas Peinliches, durchaus im Sinne von Pein=Schmerz. Aber in diesem Fall mag sie ja der Welt nützen. Und das kam so: Als wir vor weit über einem Jahr auf der Suche nach einem geeigneten Ort für die Ökoligenta die die Würzburger Posthallen „untersuchten“, war deren Vertriebsmann von unserer Idee ganz begeistert und bot seine Unterstützung an. Die sah dann so aus, dass wir ein völlig inakzeptables Angebot erhielten, das wir dankend ablehnen mussten. Ein halbes Jahr später verlautbarte derselbe Mann, er würde jetzt in den Würzburger Posthallen eine „grüne Messe“ veranstalten – ohne uns. Die Idee war also auf fruchtbaren Boden gefallen. Jetzt ist es so weit: Am kommenden WE findet die sogenannte Green Fair statt. Schade, dass ich keine Zeit habe hinzugehen. Na ja, vielleicht ja das nächste Mal.

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Eine Welle der Begeisterung

breitet sich aus, seit wir online gegangen sind. Was wir vorhaben, gibt Menschen offensichtlich Kraft und Hoffnung. Allein das ist gut! Es fühlt sich an, als wäre ein Startschuss gegeben worden, auf den viele Menschen gewartet haben. Ein wichtiger Impuls, der die vielen, vielen Menschen und Initiativen, die sich auf verschiedene Weise allein, in Gruppen und Gemeinschaften für einen kulturkreativen Wandel mit Herzblut einsetzen, an einem Strang ziehen lässt … Auf jeden Fall ist es wünschenswert und irgendwie ja auch von Dringlichkeit.

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Die Bewegung des Wandels

Menschen, die sich auf vielfältige Weise für eine bessere Welt einsetzen, gibt es mehr, als man denkt. Sie leben verstreut. Man sieht sie selten, und sie sind eher leise. Ihr Handeln ist von einer Sehnsucht und Vision getragen. In unzähligen Nischen der Gesellschaft setzen sie Impulse, das Leben gesünder, sozialer, gerechter und nachhaltiger zu machen. Oft sind es Pioniere, deren Wirken kaum jemand wahrnimmt.
Was sie verbindet, ist die Einsicht, dass sich etwas in unserer Einstellung und Ausrichtung wandeln muss, weil das Bestehende in mancherlei Hinsicht in eine Katastrophe führt. Sie kämpfen nicht dagegen an, sondern gehen kreative Wege, veranschaulichen mit ihrem Tun, dass eine bessere Welt möglich ist. Aus diesem Streben ist ein Begriff entstanden, der dieser gesellschaftlichen Bewegung einen Namen gibt: die Kulturkreativen. Es sind alle Akteure der Wandelbewegung, die als Denker und Künstler, Gärtner und Bauern, Handwerker, Tüftler und Programmierer, Erfinder und Soziologen, Selbstversorger und Ingenieure am „Großen Wandel“ arbeiten.
Die ökoligenta ist nicht bloß eine Messe, auf der sich ökologische und am Gemeinwohl orientierte Produkte präsentieren. Sie ist gleichermaßen eine Plattform, ein Raum, in dem Austausch und Begegnung stattfinden, der das Bewusstsein stärkt, dass wir viele sind, die an eine bessere Welt glauben und begonnen haben, diesen Wunsch in ihrem Lebensfeld umzusetzen.
Die ökoligenta bietet eine bunte Bühne vor der eindrucksvollen Kulisse des Wasserschlosses Wülmersen, wo sich – mitten in Deutschland – Alt und Neu zu einer Einheit verbinden. Besucher erhalten Einblick in das Wirken eines neuen Paradigmas, das auf soziales Gemeinwohl im Einklang mit der Natur ausgerichtet ist. Ein Fest der Inspirationen und ein Treffpunkt für alle, die für den kulturellen Wandel konkret etwas unternehmen wollen. Die Begriffe „degrowth“ und „Postwachstums-Ökonomie“ beschreiben den Weg der nächsten Jahre.