Ökologischer Agrar-Wandel JETZT!

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Es ist dringlicher denn je, auf die katastrophale Lage in der industriellen Landwirtschaft aufmerksam zu machen. Die Bestände bzw. Populationen von Bienen, Insekten, Würmern und Vögeln verringern sich durch die Ausbringung von Pestiziden, Fungiziden und Herbiziden in gigantischem Ausmaß (Roundup). Doch weiterhin scheint es gesellschaftlich akzeptiert, dass wir durch die industrielle Landwirtschaft systematisch vergiftet werden, nicht nur mit Glyphosat. Ebenso wichtig zu nennen, ist das Drama mit der Gülle und den von Nitrat belasteten Grundwässern. Es wird alternativlos hingenommen (obwohl nachgewiesermaßen falsch), dass die Weltbevölkerung nur mit einer giftigen Landwirtschaft zu ernähren sei.

Aber was nützt es, dagegen anzurennen, zu protestieren, Petitionen zu unterschreiben? Niemand scheint an oberster politischer oder bürokratischer Stelle ein Interesse daran zu haben, am Gefüge der Agrar-Lobby zu rütteln. Sicher, der Protest, den wir an die eigentlich für das Wohl des Landes Verantwortlichen richten, macht andere wach, und sie können erkennen, dass das paradigma der „einzig sinnvollen Landwirtschaft“ wenig mehr ist als ein systematischer Mord an der Natur und am Leben an sich.

Was wir hier wie bei vielen anderen gesamtgesellschaftlichen Missständen brauchen, sind echte Visionen, klare ökologische und humane Lösungen und pragmatisch durchführbare Konzepte. Diejenigen, die sich des Ernstes der Lage bewusst geworden sind, sind gleichsam in derkollektive Pflicht, Verantwortung für die Neugestaltung der Gesellschaft zu übernehmen. Das muss von innen heraus geschehen, aus den kleinen Zellen der Region heraus. Gemeinden müssen nicht bei allem mitspielen. Sie können gegen das Unrecht an der Mitwelt, den „Ökozid“ der Agrarindustrie, aufbegehren.

Es nützt nichts, anzuklagen, zu fordern, Politiker müssten etwas unternehmen. Sie werden es nicht tun. Zu sehr sind sie in ein betäubendes Netz von Sachzwängen und Terminen eingespannt. WIR müssen beginnen und intensivieren, unsere Regionen konsequent ökologisch und nachhaltig zu gestalten. WIR, die Bewegung des Wandels, müssen vor Ort zeigen, wie es sich gesünder, fairer, menschlicher leben lässt, müssen das Neue vorleben. Nicht mehr nur in versteckten Nischen im Schatten der Öffentlichkeit, sondern in der Mitte der niedergehenden Dörfer und Kleinstädte. Lenken wir unsere Aufmerksamkeit und Tatkraft auf die kreative Gestaltung einer ökologischen Infrastruktur unseres gesellschaftlichen Lebens, den Blick gerichtet auf eine lebenswerte, menschen- und naturfreundliche Zukunft.

Folgende Maßnahmen gilt es zu ergreifen, um den drohenden Kollaps von Flora und Fauna abzuwenden:

  • Unterlassung des Ausbringens von genmanipuliertem Saatgut.
  • Reduzierung und Einstellung des Einsatzes von Pestiziden und Herbiziden, insbesondere von Roundup und allen Glyphosat-Produkten.
  • Abschaffung der Massentierhaltung.
  • Die Verpflichtung, Tiergülle aus Mastbetrieben in Pyrolyse-Anlagen zu Biowasserstoff und Pflanzenkohle zu verarbeiten. Kosten für den Bau von solchen Anlagen tragen die Landwirte. Zuschüsse werden nur erteilt für ökologisch arbeitende Betriebe bzw. solche, die auf ökologische Tierhaltung umstellen.
  • Eingrenzung von Monokulturen.
  • Bepflanzung von Feldrändern mit Hecken und Wildblumen-Arealen und Schaffung von Renaturierungsräumen zur Förderung der Artenvielfalt und zum Erhalt der wertvollen Humusschicht.
  • Bau von „Grünen Brücken“ für Wildtiere zum Überbrücken von Autobahnen, Bahnstrecken und Bundesstraßen.
  • Integration von Maßnahmen zur Humusbldung und von nährstoffbildenden Substanzen in die landwirtschaftliche Nutzung der Erde (Terra-Preta, Pilzkulturen und Kompost etc.).
  • Anbau von nachwachsenden Rohstoffen und Aufbau regionaler, weiterverarbeitender Betriebe zur Belebung des regionalen Handels und Handwerks.
  • Förderung und Schutz kleinbäuerlicher Betriebe auf Basis permakultureller Erkenntnisse.
  • Umrüstung landwirtschaftlicher Maschinen auf ökologische vertretbare Kraftsoffe und Motoren (Algen-Diesel, Bio-Wasserstoff, Elektro)
  • Ächtung der Spekulation mit Nahrungsmitteln und Landgrundstücken.